Kuchen backen in Kigali - Parkin, Gaile

Gaile Parkin 

Kuchen backen in Kigali

Aus d. Engl. v. Maja Ueberle-Pfaff
Gebundenes Buch
 
17 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Kuchen backen in Kigali

... die Zutaten sind wichtig, aber ohne Hoffnung und Liebe braucht man den Ofen gar nicht erst anzustellen. Das denkt Angel, professionelle Kuchenbäckerin in Kigali, Ruanda. Gaile Parkin erzählt mit sanften Worten und wunderbarem Humor vom manchmal harten Leben in Afrika.

Das Land ist von der Grausamkeit der Geschichte gezeichnet. Jeder in Kigali hat einen geliebten Menschen verloren oder ist selbst Opfer geworden. Dennoch gibt es den Willen zur Versöhnung. Angel erlebt ihn jeden Tag. Zu ihr geht jeder, der für ein Fest, eine Taufe, eine Hochzeit, eine Heimkehr oder sogar eine Scheidung einen besonderen Kuchen braucht. Bei einer Tasse Tee bespricht sie die Details von Farbe und Dekor. Man kommt ins Erzählen, und Angel hört die traurigen Geschichten. Über die Gespräche und das Kuchenbacken werden alte Wunden geheilt. Angel erkennt, wie viel Trauer in jedem Einzelnen steckt und wie viel es dennoch zu feiern gibt. Gaile Parkins berührender Roman über die tiefe Bedeutung von Versöhnung ist ein Lesevergnügen voller Wärme und Charme.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Hc
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 352 S.
  • Seitenzahl: 352
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 126mm x 32mm
  • Gewicht: 476g
  • ISBN-13: 9783550087806
  • ISBN-10: 3550087802
  • Best.Nr.: 26375808
"Ein warmherziges Plädoyer für Freundschaft und Versöhnung" Cosmopolitan, August 2009 "Absolut liebenswürdig!" Joy, 2009/09 "Kann ein Buch eine Seele haben? Es kann, wenn es geschrieben ist, wie Kuchen backen in Kigali - ein Roman voller Menschlichkeit, Witz und Wärme." Münchner Merkur, 10./11.10.09, Christine Hinkofer

»Ein warmherziges Plädoyer für Freundschaft und Versöhnung« Cosmopolitan, August 2009 »Absolut liebenswürdig!« Joy, 2009/09 »Kann ein Buch eine Seele haben? Es kann, wenn es geschrieben ist, wie Kuchen backen in Kigali - ein Roman voller Menschlichkeit, Witz und Wärme.« Münchner Merkur, 10./11.10.09, Christine Hinkofer

»Ein warmherziges Plädoyer für Freundschaft und Versöhnung« Cosmopolitan, August 2009 »Absolut liebenswürdig!« Joy, 2009/09 »Kann ein Buch eine Seele haben? Es kann, wenn es geschrieben ist, wie Kuchen backen in Kigali - ein Roman voller Menschlichkeit, Witz und Wärme.« Münchner Merkur, 10./11.10.09, Christine Hinkofer
Gaile Parkin, geboren und aufgewachsen in Sambia, studierte in Südafrika und England. Sie hat in vielen Ländern Afrikas gelebt. Heute arbeitet sie als Beraterin zu Fragen der Erziehung, Geschlechterrollen und HIV-Erkrankungen.

Kundenbewertungen zu "Kuchen backen in Kigali" von "Gaile Parkin"

17 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 17 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von harakiri aus Ostalb am 26.07.2011 ***** ausgezeichnet
Zuckersüß
Kuchen backen in Kigali entführt uns nach Afrika. Angel backt Kuchen, aber keine normalen, sondern Besondere. Immer speziell abgestimmt auf den Empfänger. Bei Tee und Gebäck werden die Bestellungen aufgenommen und nebenbei noch die Probleme und Sorgen der Besteller besprochen.
Das Buch hat mir sehr sehr gut gefallen. Ist leichte Lektüre, bisschen wie die Hector-Reihe. Man hat Probleme, spricht darüber und es findet sich eine Lösung. Aber soo einfach hat es sich die Autorin dann doch nicht gemacht. Der Roman ist einfach nur schön geschrieben, auch der Humor kommt nicht zu kurz, z.B. wenn das Sprachenproblem dazu führt, dass jemand Kondome statt Kardamom beim Nachbarn borgen muss.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von hasewue am 03.11.2009 ***** gut
Die zusammen mit ihrem Mann und ihren Enkeln in Kigali (Ruanda) lebende Angel backt Kuchen auf Bestellung um etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familie beizutragen, da das Leben in Kigali nicht gerade einfach ist.
Dabei trifft sie auf unterschiedliche Charaktere und lernt neues über die verschiedenen Kulturen und gesellschaftlichen Schichten in Ruanda.
In verschiedenen in sich geschlossenen Teilgeschichten erzählt Gaile Parkin die Geschichte von Angel und weist öfters auch auf Probleme in Ruanda hin.
In „Kuchen backen in Kigali“ verbindet die Autorin die positiven und negativen Seiten einer Gesellschaft und bringt dem Leser einige Charaktere nahe, die für sich sehr eigen sind.
Dennoch fehlt dem Buch das gewisse Etwas, weswegen es für mich nur ein netter Zeitvertreib, aber nicht mehr gewesen ist., denn irgendwie bleiben sowohl die Protagonisten, wie auch die Handlung sehr fremd und nicht greifbar.

3 von 5 Sternen!

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Bewertung von goldfisch am 27.09.2009 ***** ausgezeichnet
Vom (Über-)Leben in Kigali

Hinter dem trügerisch seichten Titel und dem bunten Titelbild verbirgt sich ein beeindruckendes Erstlingswerk. Gaile Parkinson entführt ihre Leser in eine fremde Welt, lässt sie durch die Augen von Angel teilhaben am Leben in Kigali. Süße, bunte Kuchen und die harte Realität des Lebens in Ruanda.

Angel ist mit ihrem Mann Pius und ihren fünf Enkelkindern aus der Heimat in Tansania nach Ruanda gezogen, weil er an der dortigen Hochschule eine gute Position angeboten bekam. Dort wohnen sie in einem neuen Wohnblock und Angel geht ihrem Geschäft als Kuchenbäckerin nach. Offiziell um das Familieneinkommen aufzubessern und inoffiziell um Ablenkung und Kontakte zu anderen Menschen zu finden. So finden sowohl die Gattin des Botschafters von Tansania als auch Opfer des Bürgerkriegs ein offenes Ohr bei Angel.

Die Geschichte spielt in dem Viertel, in dem Angel mit ihrer Familie in eine Wohnblock lebt. Im ganzen Viertel scheint es keinen zu geben, der nicht persönlich vom Völkermord betroffen ist. Am beeindruckendsten fand ich das Schicksal von Jeanne d’Arc, einer jungen Frau, die seit ihrem elften Lebensjahr als Prostituierte arbeitet um ihre drei jüngeren Geschwister zu ernähren, weil alle anderen Verwandten nicht mehr leben.

Angel ist der gute Engel der Nachbarschaft, versucht zu helfen, wo es möglich ist, Farbe in das Grau des Alltags zu bringen, ohne dabei aufdringlich zu werden. Überall lauern die Schatten der schrecklichen Vergangenheit des Bürgerkriegs und die aktuelle Bedrohung durch AIDS spielt auch immer wieder eine große Rolle. Angels Sohn war auch an „dem Virus“ erkrankt und ihre Tochter starb auch vor kurzem. Deshalb kümmern ihr Mann und sie sich aufrührend um die fünf Enkelkinder.

Obwohl auch noch einige andere Probleme werden angesprochen werden, hat das Buch einen heiteren Grundton. Angel versucht, das Positive zwischen all dem Leid zu sehen, auch wenn das manchmal sehr schwer ist.

Gaile Parkin wuchs in Afrika auf und arbeitete auch in Ruanda, als Beraterin für Frauen, die vom Bürgerkrieg betroffen waren. Ihre Liebe zu Land und Leuten ist in „Kuchen Banken in Kigali“ deutlich spürbar. Ihr Erstlingswerk habe ich fast in einem Zug gelesen und freue mich auf weitere Bücher von ihr.

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Bewertung von sabatayn76 am 09.09.2009 ***** gut
Hintergrund und Inhalt:
In Kigali, der Hauptstadt und größten Stadt Ruandas, begann im Jahre 1994 der Völkermord an den Tutsi. Im gesamten Land fielen etwa eine Million Menschen in nur 100 Tagen dem Genozid zum Opfer, allein in Kigali wurde die Einwohnerzahl um etwa 100000 dezimiert. Jeder in Kigali hat einen nahestehenden Menschen verloren, kennt Opfer des Völkermords oder ist selbst zum Opfer geworden. Vor dieser scheinbar trostlosen Kulisse agieren Menschen, die trotz zahlreicher Verluste und schwierigen Lebensumständen die Hoffnung, die Lebensfreude und den Optimismus nicht verlieren. Im Zentrum des Romans steht die Kuchenbäckerin Angel, die für jeden Anlass den richtigen Kuchen zubereitet und nebenbei seelischen Beistand für ihre Nachbarn bietet.

Mein Eindruck:
Der Roman liest sich flüssig und bietet ein farbenfrohes Portrait Afrikas im Allgemeinen und Ruandas im Speziellen. In die Geschichte von Angel und ihren Nachbarn, zahlreichen erfreulichen Ereignissen wie einer Hochzeit und einer Konfirmation sowie vielfältigsten Kuchenformen und -verzierungen sind geschickt die Tragödien und Probleme des Schwarzen Kontinents eingeflochten. Der Leser erfährt – leider nur sehr oberflächlich – vom Genozid an den Tutsi, von HIV und AIDS, von Straßenkindern und Kindersoldaten, von der Genitalbeschneidung, von der weiblichen Unterwürfigkeit in der Ehe, von der Wertlosigkeit von Frauen und Mädchen. Dies sind wichtige Themen in Afrika, vor denen auch Mitteleuropäer nicht die Augen verschließen sollten. Leider gelingt es Gaile Parkin kaum, diese Inhalte tiefgreifend zu behandeln. Neben all der Lebensfreude und Lebenskraft, der bunten Vielfalt Afrikas und der farbenfrohen Kuchen Angels bleiben die afrikanischen / ruandischen Tragödien eher farblos, oberflächlich und ohne emotionalen Tiefgang.
Das einfache Muster des Romans mit permanenten Wiederholungen des Ablaufs fand ich weder zauberhaft, noch originell oder fesselnd, sondern schlichtweg simpel und vorhersehbar.

Mein Resümee:
Ich interessiere mich sehr für afrikanische Geschichte und Kultur, insbesondere für den Genozid in Ruanda und die HIV- / AIDS-Problematik, jedoch habe ich mich nicht richtig in den Roman einlesen und einfühlen können. Dennoch bietet „Kuchen backen in Kigali“ eine angenehme Leseerfahrung und ist meiner Meinung nach gut geeignet, um sich einen ersten Eindruck von der Lebensfreude einerseits und der Misere Afrikas andererseits zu bilden. Für eine intensivere Beschäftigung mit dem Genozid empfehle ich „Hundert Tage“, für einen umfassenden Einblick in die HIV-Problematik „28 Stories über AIDS in Afrika“.

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Bewertung von tigercat666 am 30.08.2009 ***** ausgezeichnet
Zu diesem Roman fehlen mir fast die Worte, ich bin absolut begeistert und musste mich bremsen das Buch nicht an einem Stück zu lesen sondern es langsam und in Ruhe zu genießen.

Angel verdient mit dem Verkauf selbst gebackener Kuchen, etwas zum Lebensunterhalt ihrer großen Familie dazu, gemeinsam mit ihrem Mann, zieht sie ihre 5 Enkelkinder auf, deren Eltern, wie so viele andere dieser Generation schon gestorben sind. Sie verkauft aber nicht nur Kuchen an Einheimische und Ausländer, sie gibt auch theoretische und praktische Lebenshilfe, so sammelt sie Geld für ein Liebespaar die beide keine Familie mehr haben, um ihnen den Start ins Eheleben zu erleichtern.

Gaile Parkin hat es geschafft ernste und teilweise sehr traurige Geschehnisse in eine Rahmenhandlung einzubauen die locker und leicht erzählt wird. Ich habe einiges über Ruanda und den Bürgerkrieg erfahren das mir fremd war und mich, weil so weit weg, auch nicht sonderlich interessierte. Sie erzählt vom Tod und Leid in seinen unterschiedlichen Formen und schafft es doch das ich als Leserin am Ende mit einem Lächeln zuklappte, denn sie erzählt auch vom Sieg des Lebens und der Freude daran. Ich wünsche mir mehr Bücher von Gaile Parkin, mehr Geschichten die Hoffnung machen darauf das das Leben so schwer es auch sein mag immer etwas gutes in sich birgt.

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Bewertung von Bella von www.bellaswonderworld.de aus Karlsruhe am 30.08.2009 ***** ausgezeichnet
Kurze Beschreibung:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Angel lebt zusammen mit ihrem Mann Pius und ihren 5 Enkelkindern in der Kigali, der Haupstadt Ruandas in Afrika. Da das Geld knapp ist um so eine große Familie zu ernähren führt Angel die von allen in Ruanda liebevoll Mama Grace genannt wird ein beliebtes Kuchenunternehmen. Durch Mundpropaganda spricht sich ihr Talent um ihre schön gestalteten bunten Kuchen schnell rum. Sie nimmt von allerlei Personen egal ob von Einheimischen oder ausländischen (weißen) Wazungu’s Aufträge an. Bei ihren Gesprächen mit den Kunden wird ihr meistens die Lebensgeschichte erzählt und Angel die ein großes und gute’s Herz hat steht jedem mit ihrem Rat zur Seite.

Meine Meinung:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
In Kuchen backen in Kigali geht es nicht nur um das Kuchenunternehmen von Angel sondern an erster Stelle um ihre Familie und die Schicksale ihrer Kunden. Bei jeder Kuchenbestellung ob von einer Einheimischen, einer Botschaftersgattin oder eines Wazungu’s Angel werden ihr oftmals die Lebensgeschichten ihrer Kunden zuteil. So erfährt sie von vielen Leid das sich vor allem um AIDS, politische Probleme und den Krieg in Afrika dreht. Angel bekommt so für allerlei Anlässe Aufträge für Kuchen, die sie so bunt gestaltet wie die Bewohner Ruanda’s. In Ruanda leben Menschen aus allen Herren Länder und man spricht dort nicht nur Swahili sondern vor allem Französisch und Englisch.

Im Laufe des Buches hilft sie nicht nur ihren Nachbarn und Freunden sondern auch vieler ihrer Kunden bei ihren Problemen. Gaile Parkin hat mit Angel einen besonders liebenswürdigen und hilfsbereiten Charakter erschaffen, die nicht nur Gedanken über ihre Familie plagen sondern die sich auch Sorgen um das Wohl anderer macht. Am schönsten fand ich wie sie sich für Leocanie (eine familienlose Ladenbesitzerin) einsetzt und zu ihrer Hochzeit mit einem Wachmann die Rolle der Brautmutter übernimmt! Da Angel in allen einen guten Freund sieht und jeder bei ihr herzlich willkommen ist wird sie von den Bewohnern Ruanda’s liebevoll Mama Grace genannt.

Gaile Parkin beschreibt eindurcksvoll das Leben von Angel die selbst mit dem frühzeitigen Tod ihrer Tochter und ihres Sohnes ein schweres Los gezogen hat. Aber nicht nur die privaten Schicksale der Charaktere werden angesprochen sondern der Leser bekommt auch noch einen Einblick in die schwere Zeit nach dem Völkermord und Krieg in Afrika. Ein weiteres wichtiges Thema das die Autorin anspricht ist AIDS und die unterdrückte Stellung der Frau, so hat fast jeder in Ruanda eines seiner Familienmitglieder an diese Krankheit verloren und die meisten Frauen wurden als Kind beschnitten. Ich finde es sehr schön das Gaile Parkin bei all dem Leid das sie in ihrem Buch hervorhebt den gesamten Roman doch in einem positiven Licht durch die Heirat Leocani’s erscheinen lässt.

Mein Fazit:
°°°°°°°°°°°°°
Ein wirklich eindrucksvolles Buch über das Leben einer starken Frau die sich mit dem backen bunter Kuchen in das Herz der Einwohner Ruanda’s sichert. Am Anfang war ich etwas skeptisch gegenüber der teilweise groß ausgeschmückten Schreibweise, aber im Verlauf des Buches bekomme ich immer mehr den Eindruck das es die Protagonistin Angel am besten beschreibt. Ich vergebe daher volle Sternchenzahl!

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Bewertung von Readit am 14.08.2009 ***** ausgezeichnet
Quietschebunt kommt das Cover daher, pink und gold dominieren. Genauso quietschebunt sind die Kuchen, die Angel in Kundenauftrag backt. Damit verdient sie etwas zum Lebensunterhalt dazu, müssen sie und ihr Mann sich doch um die fünf Enkelkinder kümmern, da deren Eltern bereits tot sind: die Schwiegertochter starb an AIDS, der Sohn war ebenfalls infiziert, wurde aber erschossen, die Tochter war infiziert und brachte sich selber um, nachdem sie von ihrer Krankheit erfahren hatte. Angel ist in der Nachbarschaft geachtet, alle kommen mit ihren Sorgen und Nöten zu ihr, und allen steht sie mit Rat und Tat zur Seite. Sie (und damit auch der Leser) erfährt von ihren Mitmenschen alles über ihr Leben: vom Genozid in Ruanda, von Bestechung, von AIDS und der Verdrängung aus den Köpfen der Menschen, von Straßenkindern, unehelichen Kindern, Prostituierten, die mit ihrer Arbeit das Überleben der Familie sichern, von weiblicher Genitalverstümmelung und vielem mehr. Jeder Kuchen steht für eine neue Geschichte, so dass das Buch eigentlich aus vielen kleinen Episoden besteht.

Angel ist der Engel im wörtlichen Sinn: sie stiftet Ehen, hilft allen, so gut sie es kann, und wenn sie nur zuhört oder aus Resten eine warme Mahlzeit für die Straßenkinder zaubert. Trotz der Armut, die überall herrscht, findet man in diesem Buch eine Lebensfreude, die ansteckt.Das Buch lenkt den Blick auf Afrika, ohne belehrend zu sein, zeigt z.B. die Gräueltaten des Genozids auf, die sonst so nicht mehr in den Köpfen präsent wären.

Für mich war es sehr gut lesbar, ein paar Setzfehler könnten bei der nächsten Auflage bereinigt werden. Allerdings hätte ich gerne eine Karte gehabt, denn im Urlaub hatte ich natürlich keinen Atlas dabei, um die Orte, in denen das Buch spielt, nachschlagen zu können.

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Bewertung von a.schmalzbauer aus Sünching am 26.07.2009 ***** gut
Angel backt Kuchen in Kigali für jeden Anlass. Aber nicht irgendwelche Kuchen. Kuchen so bunt wie das Leben und passend für die Menschen, für die der Kuchen bestimmt ist. Angel wohnt in Kigali (Ruanda) mit ihrem Mann Pius und ihren 5 Enkelkindern. Nach dem Tod ihres Sohnes und ihrer Tochter haben sie die Erziehung der Enkelkinder übernommen.
Um die Kuchen für jeden Anlass zu gestalten, entlockt Angel den Bestellern bei einer Tasse Tee allerlei Geschichten und Geheimnisse. Bei ihr ist alles gut aufgehoben, denn sie ist eine „professionelle Person“.
Von der Leseprobe war ich nicht sehr beeindruckt. Allerdings muss ich meine Meinung etwas ändern, denn das Buch hat mich positiv überrascht. Es ist kein Buch, welches sich tiefergehend mit den Problemen (Völkermord, HIV) in Afrika befasst. Es wird natürlich darüber gesprochen, aber es bleibt eher an der Oberfläche.
Die Art und Weise wie Angel mit ihren Mitmenschen umgeht, hat mir gut gefallen. Wie sie ihre Brille putzt, wenn sie glaubt, dass ihrem Gegenüber der Durchblick fehlt. Ihre Sanftmütigkeit und Ruhe, ihre Zuversicht, dass alles sich zum Guten wenden wird, macht mir Angel sehr sympathisch. Es zeigt uns, dass wir die Lebensfreude nicht verlieren sollen, egal was uns im Leben begegnet. Ein buntes, warmherziges Buch, welches einen mitnimmt an einen Ort, der fremd ist, einen aber sofort in seinen Bann zieht. Eine Tasse Tee kochen und geniessen.

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Bewertung von Nicole W. aus Brakel am 24.07.2009 ***** ausgezeichnet
"Selbst wenn es ein kurzes Glück ist, sind wir froh, es zu haben"

"Kuchen backen in Kigali" erzähl vorrangig die Geschichte von Angel und ihrer Familie. Angel und ihr Mann ziehen ihre Enkelkinder nach dem Tode ihrer Kinder alleine groß. Dazu sind sie extra nach Kigali, der Hauptstadt Ruandas gezogen, denn dort wurde Angels Mann ein besser bezahlter Job an einer Universität angeboten.
Nebenbei backt Angel noch Kuchen für alle Gelegenheiten - die Besten! Und weil Angel so gut ist, bekommt sie oft Besuch von neuen Kunden mit denen sie dann schnell ins Gespräch kommt. Privat, nicht nur geschäftlich

Das Buch besteht aus 14 Kapiteln und in jedem Kapitel gibt es einen anderen Anlass für einen weiteren Kuchen. Angels Kunden bringen oft traurige Geschichten mit, aber auch lustige und fröhliche Geschichten. Klatsch und Tratsch, wie wir hier sagen würden.
Es geht um Verluste, zahlreiche Verluste, die viele Menschen in Afrika, besonders während des Völkermords in Ruanda, erlitten haben, aber dennoch für ein besseres Leben weiter kämpfen. Ein großes Thema ist auch AIDS, das in Afrika immer noch mehr ein Tabu-Thema ist und über das auch zu wenig aufgeklärt wird.
Besonders erfreuen sich natürlich alle über die frohen Momente im Leben, die man genießen muss, auch wenn es unter schwersten Bedinungen erfolgt.

Ein wirklich sehr schönes Buch, welches mir persönlich den Alltag in Afrika unaufdringlich ein wenig näher gebracht hat, welches mit nachdenklich stimmen konnte und welches mich auch froh gemacht hat.

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Bewertung von Buch im Kopf am 20.07.2009 ***** sehr gut
Kuchen für die Seele

Angel, eine nicht ganz junge Frau deren Schicksal nicht nur einmal schlimme Wendungen genommen hat, lebt mit ihrem Mann Pius und ihren 5 Enkelkindern in Ruanda. Nach dem tragischen Tod von Angels Kindern kümmern sich diese um die Enkel. Den Unterhalt verdient sich Angel mit Kuchen backen. Doch sind es keine gewöhnlichen Kuchen die sie bäckt. In jedem Kuchen steckt eine Geschichte. Jedes ein Unikat. Nicht nur die Kuchen strahlen die Liebe und Güte aus mit der sie gebacken wurden. Der Bestellvorgang ist ebenso magisch. Die Kunden kommen zu Angel um Kuchen zu bestellen und gehen mit einer neuen Erkenntnis für ihr Leben. Angel ist wie eine Schamanin, die den Kunden mit dem Kuchen die Seele streichelt.

Wer in diesem Buch Spannung sucht...kann lange suchen, diese wird er nicht finden. Aber darum geht es in diesem Buch auch gar nicht. Es geht darum, dass egal wie schlimm das Leben einen gebeutelt hat, es geht weiter. Man kann trotz allem was passiert immer noch das Leben, die Menschen und alles um einen herum genießen. Dies soll auch glaube ich das Cover verdeutlichen... bunt wie das Leben.

Mir hat das Buch wider Willen gut gefallen. Es ist ein stilles und schönes Buch. Etwas für gemütliche Stunden bei einem leckeren Stück Kuchen mit Tee.

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