Kriegsgerechtigkeit oder Kriegsverbrechen? - Grimmel, Andreas

Andreas Grimmel 

Kriegsgerechtigkeit oder Kriegsverbrechen?

Zu den moralischen Grenzen von Mitteln und Methoden der Kriegsführung

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Kriegsgerechtigkeit oder Kriegsverbrechen?

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), einseitig bedruckt, Note: 1,0, Universität Hamburg, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Waffenlärm schweigen die Gesetze (inter arma silent leges) und Not kennt kein Gebot , so lauten zwei alte Grundsätze, die verdeutlichen sollen, dass im Falle eines Krieges jedes Mittel recht sei, um den Gegner zu bekämpfen. Spätestens seit der Kodifizierung im Abkommen betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkrieges von 1907 und der Genfer Konvention von 1949 scheint jedoch in der Staatenwelt weitgehende Einigkeit darüber zu herrschen, dass auch der Krieg ein Rechtszustand ist, den es zu achten gilt.Erscheint der Begriff des Rechts in Bezug auf Kriegshandlungen in einem formal juristischen Sinne zutreffend, so mag so etwas wie Gerechtigkeit in Anbetracht der im Krieg in großem Stil begangenen Gewalttätigkeiten nur schwer auszumachen sein. Aus
einer moralischen Perspektive stellen sich gerade in Bezug auf das Handeln im Krieg Fragen, die sich nicht einfach unter ein juristisches Regelwerk subsumieren lassen. Hier ist oft die Intuition des moralisch Urteilenden gefragt, die es argumentativ zu begründen gilt.In dieser Arbeit geht es um die Mittel und Methoden der Kriegsführung und deren moralischer Zulässigkeit. Dabei können Aspekte, welche die Legalität der Kriegspraxis betreffen, nicht völlig außer acht gelassen werden, bildet doch die rechtliche Kodifizierung des Kriegsrechts immerhin einen wichtigen und ernstzunehmenden Speicher historisch tradierter und in Gesetzen konservierter Werte und Normen.Welche Mittel darf man gegen einen Feind einsetzen, der sich nicht einfach von der schützenswerten Zivilbevölkerung unterscheiden lässt? Wie geht man gegen den unsichtbaren Gegner vor, der mit den Mitteln des Guerillakrieges kämpft und der nicht an den Grenzen des Territorialstaates halt macht?Besonders die philosophische Literatur befasst sich vor allem mit Fragen, die das ius ad bellum, das Recht zum Krieg, betreffen. Dabei steht offen, wann ein Krieg, zu beginnen bzw. in einen solchen einzutreten gerecht sein kann. Das ius in bello, das Recht im Krieg kommt dabei oft zu kurz, kann doch ein Krieg nur schwerlich als gerecht angesehen werden, basiert er auf schwerem Unrecht in seiner Durchführung. Daher erscheint es besonders interessant, Aspekte der Verhältnismäßigkeit der Mittel und Methoden im Krieg aus moralphilosophischer Perspektive zu analysieren.


Produktinformation

  • Verlag: Grin Verlag
  • 2011
  • 1.
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 52 S. 210 mm
  • Seitenzahl: 52
  • Akademische Schriftenreihe, Bd. V113989
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 149mm x 14mm
  • Gewicht: 88g
  • ISBN-13: 9783640143474
  • ISBN-10: 3640143477
  • Best.Nr.: 24915924
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