Komm, gehen wir - Stadler, Arnold

Arnold Stadler 

Komm, gehen wir

Roman

Gebundenes Buch
 
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Komm, gehen wir

Jim kommt aus Florida, jetzt ist er in Italien auf der Suche nach seinen Vorfahren. Rosemarie und Roland möchten heiraten, und Capri ist ihre vorgezogene Hochzeitsreise. Es ist ihr letzter Tag. Da kommt Jim an den Strand und fragt nach einem Schluck Wasser. Das ist ein Anfang, denn jede Liebe beginnt mit einem Blick. Was dann passiert, passiert in einer Nacht. Sie vergessen die Zeit, und später haben sie ein Leben lang etwas, das sie nicht vergessen können. »Komm, gehen wir« ist die Geschichte von drei Leben, drei Lieben, Glück und Unglück. Es bleibt die Sehnsucht. Das war fast alles. So als wäre die Liebe etwas gewesen.


Produktinformation

  • Verlag: S. Fischer
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 395 S.
  • Seitenzahl: 360
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 136mm x 35mm
  • Gewicht: 506g
  • ISBN-13: 9783100751270
  • ISBN-10: 3100751272
  • Best.Nr.: 21476016

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Als "wild und sexy, tief, traurig und zugleich berauschend komisch" feiert Rezensentin Ina Hartwig Arnold Stadlers neues Buch, das sie auch als Hommage an die "lebensspendende Kraft" des Begehrens" begeistert hat. Es geht ihren Informationen zufolge um einen Mann, der in einer turbulenten Ehe lebt, und gleichzeitig einen Mann nicht vergessen kann, dem er eine erotische Offenbahrung verdankt. Die Rezensentin macht auch darauf aufmerksam, dass es sich bei Vornamen des Protagonisten Roland um ein Anagramm von Arnold handelt. Hartwig beschreibt die erzählte Geschichte einer Menage a Trois als Männergeschichte und ist begeistert von Staders Erzählstil, den sie als "Crossover von zeitlichen Ebenen, von Hochsprache, Jargon und Fachausdrücken, ist eine am Kalauern knapp vorbeischrammende Kulturkritik" beschreibt. Beglückt registriet sie immer wieder auch "gezielte Stilbrüche von obszöner Heiterkeit" - und den "Pasolini-Blick", den der abgebrochene Priesterstudent Stadler immer wieder auf Katholizismus wirft.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.07.2007

Nächstes Jahr bei den Faraglioni
Wer antizyklisch reist, darf auch über Kreuz lieben: Arnold Stadlers unfrisierter Capri-Roman „Komm, gehen wir”
Wenn jemand aus der Generation des Schriftstellers Arnold Stadler – er ist Jahrgang 1954 – von Altersmelancholie heimgesucht wird, kann er sich damit trösten, dass der Fluch der frühen Geburt ihm ein paar unwiederbringliche Privilegien verschafft hat. Zum Beispiel die Chance, ein Schöpfungswunder wie die Insel Capri gerade eben noch vor der Ära der Billigflieger und Schnellfähren, der Internetbuchungen und der fernsehgesteuerten Reise-Popkultur zu erleben. „Kein Mensch, der 1978 auf sich hielt, fuhr nach Capri, außer einigen, die es sich leisten konnten”, heißt es im ersten Kapitel des Romans „Komm, gehen wir”. Das Kuriose war, dass damals auch diejenigen, die sich wenig leisten konnten, dort leicht ein Unterkommen fanden – nur verfielen sie selten auf die Idee, das vom Rudi-Schuricke-Klischee der Fünfziger vernebelte Eiland zu besuchen. Capri war in jener Zeit, und übrigens noch Jahre später, nicht angesagt.
Was das für Charakter und Atmosphäre des Ortes bedeutete, lässt sich heute nur …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.06.2007

Die leichten Augenblicke der Liebe

"Komm, gehen wir" ist der achte Roman des Büchner-Preisträgers Arnold Stadler. Immer, wenn er auf Capri spielt, ist er berückend. Aber er spielt nicht nur dort.

Von Jochen Hieber

Am Anfang liegt ein großer Glanz über der Geschichte. Sie spielt im Sommer des Jahres 1978 auf der Insel Capri - und weil man nicht genau genug sein kann, wenn es um einen überwältigenden Zustand, also um die Liebe, geht, benennt Arnold Stadler exakt den Tag, den Ort und die Figuren, die von nun an und für immer mit dem ungeheuren Gefühlsgeschehen verbunden sind.

Es ist Donnerstag, der 24. August, zugleich der letzte Ferientag von Roland und Rosemarie, zwei Studenten aus Freiburg. Sie sind noch keine vierundzwanzig Jahre alt und werden in knapp drei Monaten heiraten. Von den Prachtserpentinen der Via Krupp aus sind sie die steile Treppe zum Meer hinabgestiegen, haben ihre Handtücher vor den Faraglioni-Felsen ausgebreitet und genießen nun den Tag. Man müsse sich, so instruiert uns der Erzähler, zu all dem noch "die Musik dazudenken", die "Sommerlieder aus San Remo", die aus den "Transistorradios" der Strandbesucher …

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Als "wild und sexy, tief, traurig und zugleich berauschend komisch" feiert Rezensentin Ina Hartwig Arnold Stadlers neues Buch, das sie auch als Hommage an die "lebensspendende Kraft" des Begehrens" begeistert hat. Es geht ihren Informationen zufolge um einen Mann, der in einer turbulenten Ehe lebt, und gleichzeitig einen Mann nicht vergessen kann, dem er eine erotische Offenbahrung verdankt. Die Rezensentin macht auch darauf aufmerksam, dass es sich bei Vornamen des Protagonisten Roland um ein Anagramm von Arnold handelt. Hartwig beschreibt die erzählte Geschichte einer Menage a Trois als Männergeschichte und ist begeistert von Staders Erzählstil, den sie als "Crossover von zeitlichen Ebenen, von Hochsprache, Jargon und Fachausdrücken, ist eine am Kalauern knapp vorbeischrammende Kulturkritik" beschreibt. Beglückt registriet sie immer wieder auch "gezielte Stilbrüche von obszöner Heiterkeit" - und den "Pasolini-Blick", den der abgebrochene Priesterstudent Stadler immer wieder auf Katholizismus wirft.

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Arnold Stadler wurde 1954 in Meßkirch geboren und wuchs auf einem Bauernhof im Nachbardorf Rast auf. Er studierte katholische Theologie in München und Rom, anschließend Germanistik in Freiburg und Köln. Seit 1995 lebt er überwiegend in Rast. 1989 erhielt er den Förderungspreis der Jürgen-Ponto-Stiftung. Es folgten zahlreiche weitere Preise und Stipendien. 1999 wurden ihm der Alemannische Literaturpreis und der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Arnold Stadler veröffentlichte bereits einen Gedichtband und mehrere Romane. 2009 erhielt er den Kleist-Preis, im Jahr 2010 den Johann-Peter-Hebel-Preis.

Kundenbewertungen zu "Komm, gehen wir" von "Arnold Stadler"

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Bewertung von Enno Kleinhans aus Hochzoll am 15.06.2007 ***** ausgezeichnet
Ich habe alle Stadlers gelesen und finde auch diesen wieder wunderbar. Es ist wieder der typische, unverwechselbare "Stadler-Ton, diese Beobachtungen, die nur Arnold Stadler machen kann, diese feinen, liebevollen Bosheiten, die nur er so schön en passant serviert. Aber Achtung: ein bisschen durchhalten, auch wenn der Text am Anfang wirr und konventionell wirkt! Er kommt spät, aber gewaltig, der Stadler-Sound!

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