Keine Kunst - Esterházy, Péter

Péter Esterházy 

Keine Kunst

Roman

Aus d. Ungar. v. Terezia Mora
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Keine Kunst

Das Fußballbuch des Jahres 2009!

Nach Harmonia Cælestis, dem großen Buch über seinen Vater, widmet Péter Esterházy Keine Kunst seiner verstorbenen Mutter. Nahezu jeden Tag sieht er sie, während er an diesem Roman arbeitet: Sie spricht mit ihm und erzählt Geschichten - über die fünfziger Jahre, über die ungarische "Wundermannschaft" von Bern 1954, ihre Freundschaft mit den Fußballgöttern Hedegkúti und Puskás, der ihr den Hof machte und dem es 1951 gelang, die Familie vor der Deportation zu bewahren. Fußball war ihr ganzes Leben. Dribbelnd, passend und fallrückziehend gelingt Esterházy eine wunderbare Hommage an seine Mutter.


Produktinformation

  • Abmessung: 187mm x 118mm x 23mm
  • Gewicht: 210g
  • ISBN-13: 9783833306716
  • ISBN-10: 3833306718
  • Best.Nr.: 27880807
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.12.2009

Geschichten von der dunklen Seite
Der Sportbuch-Markt bietet im Jahr 2009 die ganze Palette von banal über bewegend bis bemerkenswert
Das Gros der Sportbücher ist Mist, was aber nicht ungewöhnlich ist, denn das Gros aller Bücher ist Mist. Da machen die Sportbücher keine Ausnahme, obwohl sie nur einen Bruchteil der jährlich in Deutschland zwischen 80 000 und 100 000 erscheinenden Titel ausmachen. Natürlich gibt es auch hervorragende Sportbücher, in diesem Jahr sind wieder einige erschienen. Der Markt ist dabei erstaunlich bunt, bunter noch, so scheint es, als die weite Welt des Sports.
Was genau als Sportbuch durchgeht – darüber gibt es verschiedene Meinungen. Die Deutsche Akademie für Fußballkultur (doch, die gibt es wirklich) hat zum „Fußballbuch des Jahres 2009” Péter Esterházys Roman „Keine Kunst” gekürt. Es geht in dem Buch tatsächlich auch um Fußball, aber gilt ein Roman damit als Sportbuch? So betrachtet wäre auch Richard Fords phantastischer Roman „Der Sportreporter” – auf Deutsch erstmals vor 20 Jahren erschienen – ein Sportbuch. Aber der Roman ist viel zu groß, als dass er sich mit diesem Begriff klassifizieren ließe. …

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"Ein amüsant-trauriges Buch für Liebhaber kniffliger familiär-politischer Angelegenheiten, eine neue Esterháziana." -- Literaturen<br/><br/>"Phantasievoll und kühn, ein Kunstgenuss erster Güte." -- NZZ

"Ein amüsant-trauriges Buch für Liebhaber kniffliger familiär-politischer Angelegenheiten, eine neue Esterháziana." (Literaturen)

"Ein am³sant-trauriges Buch f³r Liebhaber kniffliger familiõr-politischer Angelegenheiten, eine neue Esterhßziana." Literaturen "Phantasievoll und k³hn, ein Kunstgenuss erster G³te." NZZ

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Klar, man muss es mögen, sagt ein etwas essouflierter Andreas Isenschmid am Ende seiner euphorischen Kritk. Aber wenn man's mag, das Tiefe und Leichte, Vertrackte und schamlos Genaue an Esterhazys Literatur, oder es wenigstens versucht, dann wird man von diesem Stück Literatur über die Mutter des Autors überreich belohnt. Einen Erzählfaden gibt es kaum. Isenschmid zitiert Imre Kertesz, der gesagt hat, dass bei Esterhazy die Sprache die Rolle der Handlung übernimmt. Und es gibt laut Isenschmid einen Reichtum an Denk-, Lebens- und Erzählfiguren, die einen assoziationsreichen Blick auf alle möglichen Phänomene zulässt: die Angst im Sozialismus, die körperliche Schönheit der Mutter und ihren Verfall, Fußball.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.05.2009

Wer ein Tor schießt, schlägt das Kreuz

"Keine Kunst" heißt das neue Buch von Péter Esterházy, das behauptet, ein Roman zu sein. Der ungarische Autor erzählt darin von seiner Mutter, vom Fußball und von den Paradoxien des späten Kommunismus - mit elektrisierender Wirkung.

Von Hans-Ulrich Gumbrecht

Einen "Roman", wie ihn der Umschlag ankündigt, kann man das jüngste in Deutschland erschienene Buch des allseits beliebten Péter Esterházy gewiss nicht nennen, ebenso wenig ist es eigentlich eine "Geschichte", obwohl ein Zitat den Autor genau dies auf der Rückseite des Umschlags sagen lässt, und auch der zu einem Emblemchen verkleinerte Fußballschuh, den die deutsche Version offenbar vom ungarischen Original übernommen hat, passt nicht so recht, weil es sich um einen Fußballschuh in Form und Design unserer Gegenwart (oder jüngsten Sport-Vergangenheit) handelt, wo doch die epische Zeit des ungarischen Fußballs, genauer: die fünfziger Jahre, im Mittelpunkt stehen sollen.

Von Geschichten jedenfalls darf man eine Form erwarten, das heißt nach der "Poetik" des Aristoteles: einen Anfang und ein Ende, sowie ein Prinzip der …

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»Ein amüsant-trauriges Buch für Liebhaber kniffliger familiär-politischer Angelegenheiten, eine neue Esterháziana.«
Péter Esterházy wurde 1950 in Budapest geboren, wo er auch heute lebt. Für seinen Roman Harmonia Cælestis (BvT 2003) erhielt er unter anderem den Ungarischen Literaturpreis und den Grinzane- Cavour-Preis. 2004 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

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