"Kaum beweisbare Ähnlichkeiten" - Johnson, Uwe; Kempowski, Walter

Uwe Johnson Walter Kempowski 

"Kaum beweisbare Ähnlichkeiten"

Der Briefwechsel

Hrsg. v. Eberhard Fahlke u. Gesine Treptow
Gebundenes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
Ein Angebot für € 14,30
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


"Kaum beweisbare Ähnlichkeiten"

Eine nur auf den ersten Blick überraschende Nähe zwischen zwei der wichtigsten zeitgenössischen Autoren: der Rostocker Reederssohn Walter Kempowski und der in Mecklenburg aufgewachsene und später in Rostock studierende Uwe Johnson. Früh hatten sie ihre Väter verloren; früh gerieten sie in Konflikt mit der DDR-Obrigkeit: Kempowski wurde für acht Jahre in Bautzen eingeschlossen und 1956 in die Bundesrepublik entlassen, Johnson verließ die DDR 1959; beide entwickelten ein leidenschaftliches Interesse an deutscher Geschichte, beide arbeiteten an riesigen literarischen Projekten, hier »Echolot«, dort »Jahrestage«.

Und beide waren Außenseiter: Johnson, ein akribischer, sprachmächtiger Formulierer und Beobachter entfernte sich schnell vom mainstream des literarischen Betriebs, Kempowski gehörte eigentlich nie dazu. Vielleicht konnten sie, trotz des völlig unterschiedlichen literarischen Ansatzes und Stils, deswegen zueinander Vertrauen fassen und ungewöhnlich intensive Briefe wechseln;zwei Autoren geben Auskunft über ihr Handwerk, ihre Arbeitsweise, ihre Verletzungen und über die Einsamkeit ihres Berufs, oft gespickt mit amüsanten oder widrigen Episoden aus der Abteilung »wirkliches Leben«.


Produktinformation

  • Verlag: Transit Buchverlag
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 143 S. m. Fotos u. Faks.
  • Seitenzahl: 143
  • Deutsch
  • Abmessung: 241mm x 139mm x 17mm
  • Gewicht: 302g
  • ISBN-13: 9783887472146
  • ISBN-10: 3887472144
  • Best.Nr.: 20852325

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

"Zum Steinerweichen" findet der Rezensent Jörg Drews den Briefwechsel zwischen Uwe Johnson und Walter Kempowski, der ihn mit seinem von höflicher Hemmung geprägten Ton irgendwie rührt. Nachdem die Briefe anfänglich so dahinplätschern, wie der Rezensent berichtet, bringt 1980 ein Tropfen das Fass zum Überlaufen: Beide gestehen sich aufs Dezenteste Einsamkeit und gegenseitige Zuneigung. Richtig Spaß machen dem Rezensenten dann Johnsons spöttische Briefe über sein englisches Exil-Umfeld. Insgesamt würdigt er diesen Briefwechsel als ein "Memorial der Menschlichkeit in all ihrer Fragilität", das auch editorisch gelungen ist.

© Perlentaucher Medien GmbH
Uwe Johnson, geb. 1934 in Kammin/Vorpommern, studierte Germanistik in Rostock und Leipzig. In Rostock weigerte er sich, die staatliche Verleumdung der 'Jungen Gemeinde' zu unterstützen, weshalb er exmatrikuliert wurde. Im Zuge der staatlichen Schadensbegrenzung nach dem 17. Juni 1953 wurde Johnson wieder zum Studium zugelassen. Johnsons Mutter verließ mit seiner Schwester 1956 die DDR. Er blieb. Erst zum Erscheinen seines Romans 'Mutmassungen über Jakob', 1959, zog Johnson nach Westberlin. Nach den ersten Romanen einigte sich die Kritik zu Johnsons Missfallen auf das Etikett Dichter der beiden Deutschland. 1960 erhielt er den Fontane-Preis der Stadt West-Berlin. 1966-68 lebte er mit seiner Familie in New York, wo er als Schulbuchlektor arbeitete. 1971 wurde der Schriftsteller mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Drei Jahre später zog Johnson nach Sheerness in England, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1984 lebte.

Leseprobe zu ""Kaum beweisbare Ähnlichkeiten""

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in "Kaum beweisbare Ähnlichkeiten" zu blättern!


Ein Marktplatz-Angebot für ""Kaum beweisbare Ähnlichkeiten"" für EUR 14,30

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 14,30 0,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen