Karl Valentin und die Politik - Schweiggert, Alfons

Alfons Schweiggert 

Karl Valentin und die Politik

Mit e. Vorw. v. Gerhard Polt

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Karl Valentin und die Politik

Ein subversiver Komiker in einer tödliche Zeit Karl Valentins Leben ¿ das ist eine typisch deutsche Biografie, die in diesem Buch minutiös nachgezeichnet und politisch beleuchtet wird. Dabei wird rasch deutlich: Valentin war alles andere als ein bekennender Anhänger des Nazi-Regimes, auch kein Widerstandskämpfer, eher ein angstbesessener Komiker, dem das Entsetzen den Mund verschloss. Aber die scheinbar harmlosen Späße eines ¿Blödsinnmachers¿ haben trotzdem eine subversive Kraft entwickelt. Der bayerische ¿Partikularist¿, wie ihn Carl Zuckmayer nannte, versuchte in einem totalitären System als Pazifist und Nonkonformist zu überleben. Alfons Schweiggert zog für dieses Buch alle erreichbaren Quellen zu Rate. Seine Darstellung ist informativ und gleichzeitig unterhaltsam. So gründlich wurde Karl Valentin noch nie unter die Lupe genommen ¿ herausgekommen ist die Rechtfertigung eines Künstlers in einer schwierigen, ja tödlichen Zeit. Mit einem Vorwort von Gerhard Polt Ein subversiver Komiker in einer tödliche Zeit Karl Valentins Leben ¿ das ist eine typisch deutsche Biografie, die in diesem Buch minutiös nachgezeichnet und politisch beleuchtet wird. Dabei wird rasch deutlich: Valentin war alles andere als ein bekennender Anhänger des Nazi-Regimes, auch kein Widerstandskämpfer, eher ein angstbesessener Komiker, dem das Entsetzen den Mund verschloss. Aber die scheinbar harmlosen Späße eines ¿Blödsinnmachers¿ haben trotzdem eine subversive Kraft entwickelt. Der bayerische ¿Partikularist¿, wie ihn Carl Zuckmayer nannte, versuchte in einem totalitären System als Pazifist und Nonkonformist zu überleben. Alfons Schweiggert zog für dieses Buch alle erreichbaren Quellen zu Rate. Seine Darstellung ist informativ und gleichzeitig unterhaltsam. So gründlich wurde Karl Valentin noch nie unter die Lupe genommen ¿ herausgekommen ist die Rechtfertigung eines Künstlers in einer schwierigen, ja tödlichen Zeit. Mit einem Vorwort von Gerhard Polt


Produktinformation

  • Abmessung: 212mm x 137mm x 18mm
  • Gewicht: 355g
  • ISBN-13: 9783939905844
  • ISBN-10: 3939905844
  • Best.Nr.: 32757471
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.04.2011

Subversive Sticheleien
Alfons Schweiggert widmet sich in seinem Buch den politischen Seiten des Sonderlings
Von Hans Kratzer
München – Während der Nazizeit soll Karl Valentin einmal grübelnd auf ein Hitlerbild gestarrt haben, das an einer Bühnenwand lehnte. Nach einiger Zeit gab Valentin dann die Quintessenz seiner Überlegungen zum Besten: „Den kann man doch nicht an die Wand stell’n“, sagte er, „den häng ma besser auf.“ Wer glaubt, der Münchner Künstler sei ein durch und durch unpolitischer Mensch gewesen, der wird allein durch diese Geschichte eines Besseren belehrt.
Es ist schon erstaunlich, dass in der unüberschaubaren Valentin-Literatur bislang nur wenig über dessen politisches Denken und Handeln zu finden war. Sicherlich, Valentin war nicht der verfolgte Widerstandskämpfer, der von den Nationalsozialisten gleich ins Konzentrationslager gesteckt wurde, aber ein Opportunist, ein Leisetreter vor der Diktatur oder gar ein Propagandist für das Naziregime war er beileibe nicht. Dies belegt der Münchner Autor Alfons Schweiggert, ein ausgewiesener Valentin-Kenner, in seinem neuesten Buch mit überzeugenden Argumenten. Schweiggert zeigt …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.02.2012

Hirn kann nur verlieren, wer eins hat

Grantig war er, aber ein Clown war er nicht: Zwei Bücher über Karl Valentins politisches Schicksal zwischen anarchischem Humor und Flüsterwitz.

Der Komiker Karl Valentin teilte mit Adolf Hitler nicht nur die Liebe zu München; der Diktator war 1937 sogar bereit, Valentin für dessen Sammlung von Fotografien und Ansichtskarten dieser Stadt eine lebenslange Leibrente von monatlich tausend Mark auszusetzen, weil er - zu Recht - befürchten musste, der Komiker würde den geforderten und auf einmal ausbezahlten Gesamtbetrag von 100 000 Mark für einen neuen Film aufwenden. Gleichzeitig sah sich Valentin durch eine Reihe von "Flüsterwitzen" über Hitler, die unter seinem Namen kursierten - "Der Hitler hat Glück ghabt, dass er nicht Adolf Kräuter ghoaßn hat, sonst hätt ma immer ,Heil Kräuter' schrein müassn" -, der Gefahr nationalsozialistischer Verfolgung ausgesetzt und ließ seine Beteiligung öffentlich mehrfach dementieren, wiewohl sein entschiedener Einspruch gegen das Regime zwischen den Zeilen seiner Bühnenauftritte ebenso oft bezeugt ist und von Hitler besuchte Vorstellungen seines zeitweiligen …

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Alfons Schweiggert, geboren 1947, veröffentlichte zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, außerdem Sachbücher und Lyrik. 1976 und 1984 standen Bücher von ihm auf der Bestenliste zum Deutschen Jugendpreis. 1990 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Kultur- und Literaturpreis München-West, 1995 mit dem Poetentaler ausgezeichnet. Der Autor gehört zur Literatenvereinigung "Turmschreiber" und ist Präsidiums-Mitglied dieser Gruppe.

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