K - McCarthy, Tom

Tom McCarthy 

K

Roman

Übersetzung: Bernhard Robben
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K

Kommunikation, Kokain, Karbon K, ein wahrhaft aufregender und visionärer Roman
England, vor der Wende zum 20. Jahrhundert: Serge Karrefax kommt mit einer Glückshaube zur Welt, was dem Jungen eine außergewöhnliche Zukunft verheißt. Und tatsächlich, sein Leben spiegelt all die Wunder des soeben angebrochenen neuen Zeitalters. "K" steht für Kommunikation: Begeistert von der neuen Funktechnologie, verbringt Serge die Nächte mit der Suche nach Signalen im Äther. "K" steht für Krieg: Im Ersten Weltkrieg wird er als Funker eingezogen, und er liebt es, in seiner Flugmaschine, Kokain im Blut, Hölderlin auf den Lippen, über die Verwüstungen hinwegzufliegen. "K" steht aber auch für Krypta: Nach Séancen, Sex und Paranoia im Swinging London der Zwanziger verschlägt es Karrefax in das Ägypten Howard Carters. Bis sein Leben an jenem Tag, an dem er in eine der altägyptischen Grabkammern hinabsteigt, eine Wendung nimmt
Tom McCarthy schildert mit faszinierender Präzision die große Ära, in der dieTechnologie das Licht der Welt erblickt, ihre Obsessionen, Ängste und Wahrheiten. Dies ist ein kühner Roman, von einem absoluten Kunstwillen getragen, der unsere globalisierte, hochtechnisierte Gegenwart widerhallen lässt.


Produktinformation

  • Verlag: Dva
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 473 S. 220 mm
  • Seitenzahl: 473
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 140mm x 41mm
  • Gewicht: 640g
  • ISBN-13: 9783421044891
  • ISBN-10: 3421044899
  • Best.Nr.: 34502251

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Brillant, flirrend, glitzernd, aber eben auch ausfasernd, haltungslos und schwülstig findet Christoph Schröder diesen Roman von Tom McCarthy. Nicht nur der Übersetzer hat es nicht leicht mit diesem Buch, das laut Schröder sprachlich so gern brilliert, auch der Leser wird anscheinend immer wieder auf Irrwege geführt. So vermutet Schröder zunächst einen viktorianischen Bildungsroman mit jeder Menge Psychologie. Doch Pustekuchen, Rückkopplungen in die Literaturgeschichte sind's. Und statt Reflexionen entdeckt Schröder nur Reize, eine Nervosität, die zwar den technischen Revolutionen der Jahrhundertwende angemessen ist, aber für Schröder leicht bis ins Heute reicht, zu Technikbegeisterung und Kommunikation als Herrschaftsinstrument, Technik, Kapitalismus und Gewalt. Die Figuren, das merkt Schröder, können da kaum ihren Subjektstatus behaupten, und Entwicklung im koventionellen Sinn kann es nicht geben. Schröder kann damit leben, aber eines vermisst er bitterlich: Ironie und ein Verhältnis des Textes zu sich selbst.

© Perlentaucher Medien GmbH

»Tom McCarthy setzt seine Geschichte geschickt als großes, stilistisch durchkomponiertes kinoartiges Epos in Szene.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.05.2012

Kunstvoll knistert die Konstruktion
Kalter Kitsch: Tom McCarthys „K“ hüllt den Umbruch der Moderne in das Gewand des historischen Romans
Bereits der Beginn ist Täuschungsmanöver und Irrfahrt. Denn da rollt im Anfangskapitel von „K“ eine Kutsche auf das Gut Versoie zu; auf dem Vordersitz des Einspänners sitzt Dr. Learmont, „frisch zugelassener Arzt für die Bezirke West Masedown und New Eliry“, auf dem Weg zu einer Geburt. Man schreibt das Jahr 1898, und die in den ersten Sätzen von Tom McCarthys Roman ganz bewusst platzierten Stichworte (Kutsche – Landgut – Geburt) rufen einen Assoziationszusammenhang auf, der unwillkürlich verknüpft ist mit den Begriffen Viktorianisches Zeitalter, Bildungsroman, Psychologie. Und schon ist man auf der falschen Fährte.
Das ist das Bauprinzip des gesamten Textes, der mit Verbindungen innerhalb seiner selbst, Anschlüssen an die Literatur- und Technikgeschichte, Verweisen und Rückkoppelungen nur so gespickt ist. Der Engländer Tom McCarthy, 1969 geboren und einer der Stars der jungen britischen Literaturszene, hat es vor allem seinem deutschen Übersetzer Bernhard Robben nicht leicht gemacht. „C“, …

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»Dies ist ein kühner Roman, von einem absoluten Kunstwillen getragen, der unsere globalisierte, hochtechnisierte Gegenwart widerhallen lässt.«
Tom McCarthy, geboren 1969, lebt als Künstler, Schriftsteller und Literaturkritiker in London. Er ist Generalsekretär der International Necronautical Society und hat zahlreiche Erzählungen und Essays veröffentlicht.

Leseprobe zu "K" von Tom McCarthy

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