Jakob und sein Herr - Diderot, Denis

Denis Diderot 

Jakob und sein Herr

Übersetzung: Floerke, Hanns
Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
15 ebmiles sammeln
EUR 14,90
Bald lieferbar
Liefertermin unbestimmt
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Jakob und sein Herr

Dieses Werk ist Teil der Buchreihe TREDITION CLASSICS. tredition veröffentlicht mit den TREDITION CLASSICS Werke aus zwei Jahrtausenden, die zu einem Großteil vergriffen oder nur noch antiquarisch erhältlich sind, wieder als gedruckte Bücher. Mit den TREDITION CLASSICS verfolgt tredition das Ziel, 100.000 Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen wieder als gedruckte Bücher in den Buchhandel zu bringen - und das weltweit! Die Inhalte für die Buchreihe erhält tredition von größtenteils gemeinnützigen Literaturprojekten, deren Arbeit finanziell aus Buchverkäufen unterstützt wird.


Produktinformation

  • Verlag: Tredition
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 260 S. 20.
  • Seitenzahl: 260
  • TREDITION CLASSICS .
  • Deutsch
  • Abmessung: 203mm x 134mm x 19mm
  • Gewicht: 317g
  • ISBN-13: 9783842406797
  • ISBN-10: 3842406797
  • Best.Nr.: 33787373
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.09.1999

Unterhaltungen mit Herr und Knecht
Denis Diderots "Jacques le fataliste et son maître" betritt Seelenpfade · Von Ernst Osterkamp

Sommerzeit, Reisezeit: Lesezeit! Zum Beispiel neulich auf dem Flughafen Mailand Malpensa: Unruhig wandert der Blick des Reisenden im Terminal auf den Monitor, der unerbittlich alle zwanzig Minuten eine weitere Verschiebung des Abflugtermins anzeigt, bis sich auch die letzte Hoffnung verflüchtigt, das für den Abend verabredete Rendezvous noch zu erreichen. Fatal! Der Gefahr, in seinem Zorn nun sozial auffällig zu werden, entgeht der Reisende nur durch die Einsicht, dass dies alles dort oben, irgendwo im Luftraum, längst geschrieben stehen müsse, und durch den Griff nach einem guten Buch. Und er beginnt zu lesen: "Wie waren sie zu einander gekommen? - ,Von ungefähr, wie das gewöhnlich der Fall ist.' - Wie hießen sie? - ,Was kann euch daran liegen?' - Wo kamen sie her? - ,Aus dem nächst gelegenen Orte.' - Wo wollten sie hin? - ,Weiß man je, wohin man will?'"

Das ist der Trost, dessen der Reisende angesichts des Scheiterns der providentiellen Kompetenz selbst der Flugpläne bedarf. Ein Friede, der höher ist …

Weiter lesen

Schicksal oder Willensfreiheit? Folgt unser Leben einem vorherbestimmten Schicksal oder haben wir die Fäden selbst in der Hand? Der launische Diener Jakob und sein namenloser Herr zotteln in Diderots berühmtem Roman zu Pferd übers Land und kommen immer wieder auf diese alles entscheidende Frage zurück. Dazu passend, inszeniert der Autor ein literarisches Verwirrspiel der Extraklasse: Es finden sich Liebesgeschichten, die den eigentlichen Reisebericht unterbrechen, Anekdoten, die wiederum diese Liebesgeschichten zweiteilen, Zwischenfälle, von denen die Anekdoten unterbrochen werden, und Kommentare des Erzählers, der schließlich alles infrage stellt. Jakob und sein Herr ist an stilistischer Raffinesse kaum zu überbieten und wohl nur mit Laurence Sternes Tristram Shandy zu vergleichen – den Diderot im Roman denn auch ausführlich zitiert. Goethe sprach von einer „köstlichen und großen Mahlzeit in Einschiebeschüsseln“, Hans Magnus Enzensberger nannte den Roman „eines der intelligentesten Bücher der Weltliteratur“. In der Tat: Das Werk liest sich heute so frisch wie vor 200 Jahren.
Powered by
Die Buchzusammenfassungen von getAbstract sind der schnellste Weg, um Ihr Wissen zu erweitern. Jeden Monat werden 50 Neuerscheinungen aus den Bereichen Wirtschaft, Management, IT und Politik zusammengefasst. Wählen Sie aus über 5.000 Titeln aus. In allen Formaten, PDF, iPhone, Blackberry oder Palm.
Geboren am 05.10.1713 in Langres, gestorben am 30.07.1784 in Paris.Denis Diderot war der Sohne eines Messerschmieds. Er besuchte die Jesuitenschulen in Langres und Paris. Er wurde gegen den Willen seiner Eltern Schriftsteller, die für ihn eine theologische Laufbahn vorgesehen hatten. Er hatte Kontakte zu Holbach, Condillac, Rousseau und d'Alembert.
Mehr von