Humboldts texttheoretischer Ansatz, dessen Einfluß auf die moderne
(Text-)Linguistik größer ist als bisher wahrgenommen, wird im
ersten Teil dieses Bandes erstmals zusammenhängend nachgewiesen.
Einige der Gedanken Humboldts zu Sprache und Sprechen weisen über
unseren heutigen Stand noch hinaus, z. B. seine Betonung emotiver
Aspekte der Kommunikation. Der zweite Teil, ein Beitrag zur
Psalmenexegese, veranschaulicht und vertieft die gewonnenen Thesen
zur Textlinguistik anhand einer Interpretation von Psalm 4. Dabei
überschneiden sich Literatur- und Sprachwissenschaft. Die
interdisziplinäre Arbeit bietet einen gut verständlichen Einblick
in Inhalte und Methoden beider Teilgebiete: der Textlinguistik wie
der alttestamentlichen Exegese. Fast beiläufig und wie von selbst
berühren die Untersuchungen den ethischen Aspekt von Sprache, etwa
in der Frage: Inwieweit beeinflussen unsere Texte im Kopf unser
Handeln?
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Übergänge. Studien zur Evangelischen und Katholischen Theologie /Religionspädagogik