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Israel
Ein Staat sucht sich selbst
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Diederichs
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 216 S.
- Seitenzahl: 224
- Deutsch
- Abmessung: 222mm x 145mm x 21mm
- Gewicht: 410g
- ISBN-13: 9783720530460
- ISBN-10: 3720530469
- Best.Nr.: 23397509
Leseprobe zu "Israel"
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Produktbeschreibung zu "Israel"
Kurzbeschreibung
Quo vadis, Israel?
Am 14. Mai 2008 feiert der Staat Israel den 60. Jahrestag seiner
Unabhängigkeit. Seither befindet sich das Land im ständigen
Ausnahmezustand: bedroht von äußeren Feinden, lädiert von
ungelösten inneren Konflikten. Grund genug für eine kritische
Bestandsaufnahme.Das Jubiläum wird überschattet von Ängsten: Wird
Israel bis zum 120. überhaupt noch existieren? Und wenn ja, wird es
zu einer Art Massada, einer aufgerüsteten Festung, deren Bewohner
keine Hoffnung auf ein normales Leben mehr hegen? Oder zu einem
verschlossenen Thora-Staat, der täglich prüft, ob die aktuelle
jüdische Mehrheit stabil genug ist und der zugleich die
Gastarbeiter, die nichtjüdischen Einwanderer und die Araber
unterdrückt? Vielleicht wird Israel aber auch als Staat mit klar
definierten geographischen Grenzen neu geboren. Der Autor
beschreibt ein Land am Scheideweg und skizziert eine Road Map für
Israel.
13.05.2009
Israels Innenleben
Jüdischer Staat, aber keine Theokratie: Igal Avidans
hochinteressante Bestandsaufnahme
Am 14. Mai 1948 verkündete Ben Gurion die Errichtung des Staates
Israel. Am nächsten Tag griffen Truppen aus Ägypten, Jordanien,
Syrien und dem Irak Israel an. Der neue Staat schien am Ende, noch
bevor er richtig begonnen hatte zu existieren. Es kam bekanntlich
anders. Der Kriegsverlauf führte damals bei den Arabern zu der
schmerzlichen Einsicht, wie es ein arabischer Diplomat gegenüber
dem österreichischen Gesandten Clemens Wildner in Ankara
formulierte, dass die "Juden militärisch machen könnten, was
sie wollten". Er meinte allerdings auch, dass Israel von den
Arabern nie anerkannt werden würde; es werde eben einen latenten
Kriegszustand geben, vergleichbar mit den Zeiten während der
Kreuzzüge. Inzwischen sind mehr als 60 Jahre vergangen, und Israel
existiert immer noch - wenn auch mit Problemen, die andere Länder
so nicht haben.
Der in Berlin lebende israelische Journalist Igal Avidan legt mit
seinem Buch eine Bestandsaufnahme vor und gewährt gleichzeitig
einen hochinteressanten Einblick in das Innenleben dieses Staates
im …
06.05.2008
Angst und Misstrauen
Die Vision einer israelischen Nation, die eines Tages Juden wie Araber gleichermaßen umfasst
Igal Avidans Buch zum sechzigsten Jahrestag der Gründung des Staates Israel ist voller Geschichten. Eine davon spielt im Kanada-Park, einem Erholungsgebiet westlich von Jerusalem am Unabhängigkeitstag 2006. Zahlreiche Familien haben sich gemütlich zum Grillen niedergelassen, manche Leute vertreten sich die Beine. Ihnen kommen zwei Gestalten in weißen Umhängen entgegen und bitten, eine Gedenkminute für die palästinensischen Dörfer Yalou und Emmaus einzulegen, die sich vor 1948 dort befanden, wo heute der Park ist. Aber unter den Gewändern verbergen sich nicht palästinensische Flüchtlinge oder ihre Nachkommen, sondern die israelischen Filmemacher Yossi Atia und Itamar Roz.
Die beiden Künstler haben von den Reaktionen der feiernden Familien einen eher positiven Eindruck gewonnen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die „Flüchtlingsfrage ist das letzte Tabu in einem israelisch-palästinensischen Abkommen”, zitiert Avidan die renommierte Politikwissenschaftlerin Tamar Hermann. Bürgerinitiativen wie „Zochrot” …
13.05.2009
Sehr eingenommen ist Rezensent Rolf Steininger für Igal Avidans
Buch über den Staat Israel, der im Mai 2008 seinen 60. Jahrestag
feierte. Dem in Berlin lebenden israelischen Journalisten ist laut
Steininger eine "hochinteressante Bestandsaufnahme"
gelungen. Das Buch, eine Mischung aus 60 Interviews und
Hintergrundberichten, vermittele einen erhellenden Einblick in die
Geschichte des Staates Israel. Steiniger greift eine Reihe der von
Avidan behandelten Themen heraus: erster israelisch-arabischen
Krieg 1948/49, Sechstagekrieg, Bau einer Sperranlage, Ausgrenzung
von arabischen Juden, Vorbehalte gegenüber jüdischen Einwanderern,
die lange Zeit unwürdigen Lebensverhältnisse von
Holocaust-Überlebenden, der starke Einfluss der Ultraorthodoxen
usw. Auf die vom Autor in der Einleitung aufgeworfenen Fragen
("Wird Israel noch weitere 60 Jahre existieren? Und wenn ja,
wird es zu einer Art Massada, einer aufgerüsteten Bergfestung,
deren Bewohner ein Leben im Dauerkampf um ihre Existenz
führen?") kann das Buch nach Auskunft von Steiniger allerdings
auch keine "klaren Antworten" geben.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
"[...] es gehört zu den großen Stärken dieses Buches, daß es bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat." (Junge Welt)
Rezensionen und Kritik
"Igal Avidan [...] hat ein unterhaltsames, flott geschriebenes Buch vorgelegt, das Israel-Anfängern das bunte und lebendige Bild eines komplizierten Landes präsentiert, durchaus kritisch, aber immer auch liebevoll und das selbst für eingefleischte Israel-Kenner noch zahlreiche zum Teil amüsante Überraschungen birgt. In der großen Fülle der Sachliteratur über Israel, die in Deutschland auf dem Markt ist, nimmt Avidans Buch eine Sonderstellung ein."
Autorenporträt zu "Igal Avidan"
Igal Avidan, geboren 1962 in Tel Aviv, studierte Englische Literatur und Informatik in Ramat Gan sowie Politkwissenschaft in Berlin. Er arbeitet seit vielen Jahren als freier Journalist und Deutschland-Korrespondent für verschiedene israelische Zeitungen. Igal Avidan lebt in Berlin und schreibt als freier Autor und Kolumnist zum Thema Nahost u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die NZZ, Cicero und die Frankfurter Rundschau.




























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