In Bedrängnis - Hughes, Richard

Richard Hughes 

In Bedrängnis

Roman

Neuübersetzung: Walter, Michael
Buch mit Leinen-Einband
 
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In Bedrängnis

Der Dampfer »Archimedes« ist ein Frachtschiff in allerbestem Zustand, als er den Hafen von Norfolk, Virginia, verlässt, um an einem wunderschönen sonnigen Herbsttag durch den Panamakanal nach China zu fahren. Seine Ladung besteht aus Tabak und Altpapier. Doch kaum erreicht es die karibischen Inseln, gerät das Schiff durch einen unerhörten Sturm in schwerste Bedrängnis. Während vier Tagen kämpfen Captain Edwardes und seine Mannschaft, vom Ersten Offizier über den Leitenden Ingenieur bis zum chinesischen Maat um die »Archimedes« - und um ihr Leben.


Produktinformation

  • Verlag: Dörlemann
  • 2012
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: o.J. 246 S. 195 mm
  • Seitenzahl: 256
  • Deutsch
  • Abmessung: 197mm x 125mm x 27mm
  • Gewicht: 340g
  • ISBN-13: 9783908777823
  • ISBN-10: 3908777828
  • Best.Nr.: 35431125
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.08.2012

Es geht ums nackte Leben

Hoffnung in der Krise, und das nicht nur für den Buchhandel: Die Literatur steuert auf einen starken Herbst zu. Ein halbes Dutzend großartiger Romane kommt schon in den nächsten Wochen.

Ein Sturm zieht auf. Ein kleiner nur im Kontext der ökonomischen Großwetterlage, aber ein gefährlicher für den deutschen Buchhandel. Das erste Halbjahr brachte ihm ein Umsatzminus von 2,6 Prozent, und im Sortimentsbuchhandel, also in den klassischen Buchgeschäften, war angesichts der Verlagerung vieler Käufe in den Online-Handel der Rückgang sogar mehr als doppelt so groß: 5,4 Prozent. Vor allem die großen Buchhausketten, die im vergangenen Jahrzehnt die kleinen Fachgeschäfte verdrängt hatten, schließen jetzt selbst Filialen. Die Ratlosigkeit in der Branche ist groß, man hofft aufs zweite Halbjahr. Eines immerhin kann man darüber schon sagen: Es bietet einige sehr gute Bücher.

Ein Sturm zieht auf, doch niemand hat ihn kommen sehen. Die modernen Prognoseinstrumente haben versagt, im Chaos bleibt nur noch ein improvisiertes Rettungsmanöver nach dem anderen. Das ist nicht das aktuelle EU-Krisenszenario, sondern die sehr …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.12.2012

Kalte Karibik
SOS-Signale einer untergehenden Weltordnung: Richard Hughes’ Seefahrerroman „In Bedrängnis“ ist eine Parabel auf den
Sturm der Geschichte – dank einer glänzenden Neuübersetzung kann man einen großen Autor nun wiederentdecken
VON CHRISTOPHER SCHMIDT
Thomas, so heißt das Schiffsmaskottchen an Bord der Archimedes, „einem einschraubigen Turbinendampfer von etwas über 9000 Tonnen“, der mit einer Ladung Tabak und Altpapier im November 1929 in Norfolk, Virginia ablegt und Kurs nimmt auf China. Dieser Thomas ist ein kleiner Lemur, ein Katta aus Madagaskar, der gemäß dem Kodex auf einem englischen Schiff ebenso hoch geachtet wird wie sein Besitzer, der Erste Offizier. Einen Nachteil hat das Äffchen jedoch – es mag keine geschlossenen Augen, und deshalb springt es nachts von Koje zu Koje und klappt mit seinen langen Fingern behutsam die Lider der Schlafenden auf.
  Was Thomas mit der Besatzung tut, macht der Schriftsteller Richard Hughesauf seine Weise mit dem Leser: Er öffnet ihm die Augen, doch weil er ein äußerst hintergründiger Autor ist, gelingt ihm das so, dass man sich von diesem Meister …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Nicht nur der Autor ist in der nautischen Sprache bewandert, auch der Übersetzer, stellt Jürgen Brocan verblüfft fest. Die Neuübersetzung dieses klassischen Seefahrerromans von Richard Hughes besticht laut Borcan durch ihre nüchterne Präzision. Die genaue Schilderung der Abläufe, aber auch die raffinierte Darstellung des Innenlebens der den Elementen aufs Äußerste ausgesetzten Personen im Buch lassen den Rezensenten den alten Topos vom Kampf Mensch gegen Natur in selten gelesener spannender und wuchtiger Version erleben, spannender als etwa Conrads "Taifun", wie Brocan erklärt. Dass dem Text ein wahres Ereignis, die mehrtägige Seenot des Dampfers "Phemius" im Jahr 1932 zugrundeliegt, steigert den "Schockeffekt des Realen" in diesem Buch für Brocan noch weiter.

© Perlentaucher Medien GmbH
Richard Hughes wurde 1900 in Surrey, England, geboren. Seine frühe Kindheit wurde durch den Tod zweier Geschwister und des Vaters geprägt, die Mutter arbeitete nach dem Tod des Vaters als Journalistin. Nach dem ersten Weltkrieg ging Hughes nach Oxford, wo er zum Star der universitären Literaturszene avancierte. Bereits 1922 publizierte er einen Gedichtband. Eines seiner Theaterstücke wurde im gleichen Jahr im Londoner West End aufgeführt.
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