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Nach Stationen als Journalist und Redakteur wurde Robert Harris mit seinem Roman Vaterland schlagartig berühmt. Nach weiteren im 20. Jahrhundert angesiedelten Büchern - Enigma und Aurora - hat er sich in seinem vierten Roman der Antike zugewandt: Pompeji ist eine furiose Mischung aus Fakten (Robert Harris ist gelernter Historiker) und Fiktion, die sämtliche internationalen Bestsellerlisten gestürmt hat. Selten zuvor wurde die Geschichte des alten Roms so mitreißend zum Leben erweckt!

In seinem neuen Roman "Imperium" bleibt Robert Harris der Antike treu. Im Mittelpunkt steht ein junger, brillanter Anwalt und Redner, der sich in der skrupellosen Machtelite der späten römischen Republik seinen Weg bahnt: Marcus Tullius Cicero.

Exklusiv für buecher.de hat Robert Harris unseren Fragebogen
"22 Fragen an ..." beantwortet.

Das Werk...

Das Schönste am Schreiben ist, dass...

... man völlig frei und alleine, ohne irgendwelche Mitarbeiter, etwas erschaffen kann.

Gute Einfälle habe ich...

... früh am Morgen.

Wenn ich mal nicht weiterkomme...

... mache ich einen langen Spaziergang.

Ein Text, den ich auswendig kenne...

... das Vaterunser.

Ich möchte gerne schreiben...

... bis ich sterbe.

Ich lese niemals Bücher von...

... so genannten magischen Realisten.

Der Mensch ...

Bei "Kindheit" denke ich an...

... Radfahren in ländlichen Gegenden Englands.

Meine Eltern ...

... waren so, wie ich sie mir nur wünschen konnte.

Geld ...

... verschafft einem die Freiheit, sein Leben so zu leben, wie man möchte.

Im Urlaub...

... gönne ich mir bereits mittags einen Drink.

Meine größte Stärke ...

... Optimismus.

Ich habe Angst davor...

... dass meinen Kindern etwas Schlimmes zustößt.

In meinem Lieblingstraum...

... kann ich fliegen.

Gott...

... ist eines der Wörter, die beschreiben, was jenseits des menschlichen Verstehens liegt.

Ich würde nicht antworten, wenn Sie wissen wollten...

... auf welche Frage ich nicht antworten würde.

Die Welt...

Wäre ich Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika...

... wäre ein riesengroßer Fehler passiert.

Meine größte politische Sorge...

... sind Leute, die sich sicher sind, dass sie Recht haben.

Könnte ich durch die Zeit reisen...

... würde ich zurückreisen in die letzten Tage der Römischen Republik, um zu sehen, wie Cicero, Caesar und Cato im Senat debattierten.

In 50 Jahren wird die Menschheit...

... sich nicht annähernd in dem Maße verändert haben, wie wir glauben.

In zehn Jahren werde ich...

... immer noch keine besseren Antworten geben können.

... und noch zwei Leserfragen:

Das Schicksal Ciceros, der zentralen Gestalt von "Imperium", hing ab von der Wirkung seiner Reden, Ciceros Waffe war das Wort. Wie beeinflusst Sie das Wissen um die Macht der Worte beim Schreiben?

Bevor ich begann, Romane zu schreiben, war ich politischer Journalist. Und seit 35 Jahren, also bereits seitdem ich ein kleiner Junge war, faszinieren mich große Redner. Als ich in meinen Dreißigern war, lernte ich einige Politiker recht gut kennen, Tony Blair zum Beispiel. In den Roman sind außerdem die Gedanken zur Politik von Leuten wie Lyndon B. Johnson, Lenin, Francois Mitterand und Richard Nixon eingegangen. Ich habe "Imperium" als eine Art universellen politischen Roman angelegt. Ich wollte ein Buch schreiben, das allen Lesern, wo immer sie leben, die Faszination und das Drama der Politik erschließt. Denn es waren in erster Linie die Römer, die die moderne Politik erfunden haben.

Der Leser kennt viele Zeitgenossen Ciceros aus dem Geschichtsunterricht. Welche der im Roman agierenden Figuren haben Sie frei erfunden?

Keine! Ich denke, dass jede Figur des Buches wirklich existiert hat - auch wenn ich mitunter viele Details hinzudichten musste, so dass man in manchen Fällen auch von einer teilweise erfundenen Figur sprechen könnte. Tiro z.B., der Erzähler des Romans, hat tatsächlich als Ciceros Privatsekretär gearbeitet und die Stenografie erfunden, ist wirklich sehr alt geworden und hat eine Biografie seines alten Herrn verfasst. Diese bekannten Tatsachen habe ich zur Grundlage meines Romans gemacht. Was mich bei diesem Thema so angezogen hat, war, dass nur sehr selten so viele brillante Politiker in der gleichen Zeit gelebt haben dürften. Cicero, Caesar, Crassus, Pompeius, Cato, Clodius, Hortensius: Sie alle kämpften gleichzeitig um Ämter, jeder kannte den anderen, und alle lebten nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt. Davon musste ich überhaupt nichts erfinden!

In Zusammenarbeit mit Literaturtest.

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