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| Bewertung von hasewue am 31.05.2009 | |
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Ian Rankin lässt seinen neuen Krimi mit dem Anti-Helden John Rebus im Umfeld des G8 – Gipfels in Schottland 2005 spielen. Während im Luxushotel auf Schottland Gleneagles das Gipfeltreffen der G8 – Staaten stattfindet, hat die Polizei haben im Vorfeld alle Hände voll zu. Nur Inspector Rebus muss zunächst im Stillen ausharren und darf sich nicht einmischen bis in der Nähe des Hotels – an einem geheimen Ort bei Auchterarder – Spuren gefunden werden, welche auf einen Serienkiller hindeuten. Zu seinem Opferkreis, der bereits aus drei getöteten besteht, zählen offenbar kürzlich entlassene Sexualstraftäter. Da Rebus der einzige zur Verfügung stehende Ermittler ist, wird er mit der Lösung des Falles beauftragt und dringt immer mehr in die inneren dunklen Kreise des G8 – Treffens vor. Und da er hier alles andere als erwünscht ist, gerät er auch gleich mit dem englischen Leiter der Sicherheitsmaßnahmen aneinander. Zeitgleich muss sich Rankin, der ein Jahr vor seiner Pensionierung und somit auf dem Abstellgleis steht, mit seiner Fehde mit Morris Gerald »Big Ger« Cafferty, einem gefürchteten Gangsterboss, rumschlagen, wobei ihm als Ansatz dabei der Mord an dem Vergewaltiger und Schläger Cyril Colliar, der in Caffertys Diensten stand, dient. Zunächst gibt es keinerlei Spuren, bis ein Stück der Jacke des Opfers gefunden wird. Weitere Stücke der Kleidung beweisen, dass Colliar ein Opfer des hier gesuchten Serienkillers ist, der es auf Sexualstraftäter abgesehen hat. Obwohl sich die weiteren Ermittlungen wegen des Gipfels komplexer und brisanter gestalten, als erwartet, muss sich Inspector Rebus die Zeit nehmen, in einem weiteren Fall zu ermitteln: Ein Abgeordneter aus London stürzt über die Zinnen des Edinburgher Schlosses. Diese Angelegenheit ruft den äußerst unsympathischen und arroganten hochrangigen Geheimdienstler Steelforth auf den Plan, der Rebus zusätzlich Ärger und Kummer bereitet! Völlig überfordert an zu vielen Fronten gleichzeitig unter Druck geraten, muss Rebus miterleben, wie ihm Cafferty, diverse moralisch korrumpierte Machtmenschen sowie ihre Schergen ihm das Leben zur Hölle machen. Das war mein erster Krimi von Ian Rankin und ich bin positiv überrascht. Trotz des Einstiegs bei Rankins 16. Krimi um Inspector John Rebus hatte ich keinerlei Probleme mich in der Geschichte zu Recht zu finden. Die verschiedenen Sichtweisen auf Schottland fand ich sehr gelungen! Rankin nutzt hier auch gleich die Gelegenheit, im Rahmen eines Kriminalromans aktuelle Blicke auf Edinburgh zu werfen. Er verknüpft seinen Rebus – Fall mit realen Ereignissen. Hier ist es das G8-Treffen vom Juli 2005. Ian Rankin hat 2005 in Edinburgh die Ereignisse um das G8 – Treffen beobachtet und diesen „Stoff“ als Hintergrund für einen Rebus – Roman für gut befunden. Sarkastisch teilt er nach beiden Seiten aus; es trifft sowohl die Politiker als auch die Protestler gleichermaßen. Die verschiedenen Charaktere sind liebevoll und detailliert beschrieben und werden so erst richtig lebendig. Das verleiht der Geschichte noch zusätzlichen Esprit! Auch zeichnet sich innerhalb der Handlung ab, dass seine „Assistentin“ Siobhan Clarke zu seiner Nachfolgerin werden könnte, da er ja bald pensioniert wird und in „Im Namen der Toten“ seinen Vorgesetzten noch zusätzlich auf äußerst komische und unterhaltsame Weise auf die Nerven geht. Insgesamt ist Ian Rankins 16. Krimi ein spannender und zu empfehlender Kriminalroman mit jeder Menge überraschender Wendungen, der den Leser die schottische Mentalität nahe bringt und ihn in die Welt des John Rebus entführt. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
4 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Christel aus Berlin am 20.01.2008 | |
| Unter spannend verstehe ich etwas anderes! Es plätschert recht langatmig dahin! |
1 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Polar aus Aachen am 09.01.2008 | |
| Es ist schon eine Kunst, so viele Romane um einen Serienkommissar zu bauen und dabei immer wieder neue Themenfelder zu besetzen, in denen er sich zu bewähren hat. Die Nähe zur Wiederholung geht Ian Rankin in seinem neuen Thriller geschickt aus dem Weg, indem er die Wirklichkeit eines G8-Treffens in der Nähe von Edingburgh in den Mittelpunkt rückt. Sie ist dabei weder Bühnenbild für eine Whodunit-Geschichte, noch Gegenstand Political Correctness: sie richtet Chaos an. Selbst George Bush tritt kurz auf. Auch bei Rankin sind die Guten gut und die Bösen böse, auch Im Namen der Toten legt sich Wirtschaftskriminalität den Deckmantel des Allgemeinwohls zu: Arbeitsplätze schaffen, sichern, Störenfriede ausschalten, Demonstranten fernhalten. Beim einem G8-Gipfel ist das schwer. Es kommen einfach zu viele demonstrieren. So versinkt Edingburgh schon nach kürzester Zeit im Chaos, tauchen die bewährten Schuldzuweisungen auf, müssen sich John Rebus und Siobhan Clark einem Serienkiller widmen, der es auf Sexualstraftäter abgesehen hat, außerdem wird ihnen untersagt, die Umstände des Todes eines Mitglied des G8-Trosses nach einem Sturz von der Burgmauer zu klären. Genau die richtige Herausforderung für einen John Rebus. Eine feine Ironie liegt der Geschichte zu Grunde: Es gibt nicht wenige in diesem Rechtsstaat, die wegsehen würden, wenn ausgerechnet ein Triebtäter ermordet wird, es gibt genug in einer Regierung, die wegsehen, wenn es dem großen Ganzen dient und einen von ihnen trifft. In diesem Umfeld zeigen Rebus und Siobhan all ihre Stärken, sie ecken an, sie gehorchen nicht, sie machen sich mit Menschen gemein, denen sie sonst fernbleiben und sie erfahren in Gestalt von Siobahns Eltern, wie leicht Gewalt einen verstummen läßt. Rankin besticht dabei durch seine Dialoge, denen Selbstironie, wie bitterer Witz auszeichnen und schärft den Blick für all die Straßen in Edinburgh, die nicht Princess Street heißen. Viel zu selten trauen sich Autoren so nah an die Wirklichkeit heran. Nachdem man Rankins Roman gelesen hat, kann man nur sagen: Geht doch. |
2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
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