Im Namen der Toten - Rankin, Ian

Ian Rankin 

Im Namen der Toten

Roman. Ausgezeichnet mit dem British Book Award, Crime Thriller of the Year 2007

Dtsch. v. Juliane Gräbener-Müller
Broschiertes Buch
 
3 Kundenbewertungen
***** sehr gut
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Produktbeschreibung zu Im Namen der Toten

Der beste Spannungsroman des Jahres - Ausgezeichnet mit dem British Book Award.
Sommer 2005 - die ganze Welt schaut auf Schottland, wo sich im Luxushotel Gleneagles die Oberhäupter der G8-Staaten treffen. Die Polizei hat bereits im Vorfeld alle Hände voll zu tun, nur Inspector Rebus wurde trotz der angespannten Lage zum Stillsitzen verdonnert. Bis an einem geheimnisumwitterten Ort bei Auchterarder - und damit in der Nähe des Hotels - Spuren gefunden werden, die auf eine Mordserie hindeuten. Seine Opfer sucht der Killer offenbar unter kürzlich entlassenen Sexualstraftätern. Drei hat er bereits getötet, und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis er wieder zuschlägt.

Rebus ist der einzige, der den Fall übernehmen kann, und seine Ermittlungen führen ihn prompt in den Dunstkreis des G8-Treffens, von dem er eigentlich um jeden Preis ferngehalten werden sollte. Es überrascht auch niemanden, dass er innerhalb kürzester Zeit mit dem englischen Leiter der Sicherheitsmaßnahmen aneinandergerät. Auch seine Kollegin Siobhan Clarke liegt mit ihren Vorgesetzten im Clinch, seit sie den Polizisten sucht, der ihre Mutter bei einer der Demonstrationen verprügelt hat. Und sie lässt sich in ihren Nachforschungen ebenso wenig beirren wie Rebus ...

"Ich empfehle einen Krimi vom Feinsten: politisch intelligent, satirisch, komplex. [...] Ein Super-Rankin." Focus

"Rankin wird einfach immer besser. Die Aktualität und sein Blick für Details sind einfach phantastisch." The Observer (Books of the Year)

"Meisterhaft. Ian Rankins bislang bester Roman. Er ist mehr als ein Krimi - oder besser: Rankins Leistung besteht darin zu zeigen, wie das Kriminelle die gesamte Gesellschaft durchzieht." The Scotsman

"Ich empfehle einen Krimi vom Feinsten: politisch intelligent, satirisch, komplex. [...] Ein Super-Rankin." -- Focus

"Rankin wird einfach immer besser. Die Aktualität und sein Blick für Details sind einfach phantastisch." -- The Observer (Books of the Year)

"Meisterhaft. Ian Rankins bislang bester Roman. Er ist mehr als ein Krimi - oder besser: Rankins Leistung besteht darin zu zeigen, wie das Kriminelle die gesamte Gesellschaft durchzieht." -- The Scotsman

Produktinformation


  • Verlag: Goldmann
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 587 S.
  • Seitenzahl: 592
  • Goldmann Taschenbücher Bd.46941
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 126mm x 40mm
  • Gewicht: 490g
  • ISBN-13: 9783442469413
  • ISBN-10: 3442469414
  • Best.Nr.: 25547711
"Mit seiner gehaltvollen Mischung aus Krimihandlung und Zeitgeschehen ist dieser Roman einfach überwältigend. Rankin beherrscht seine Kunst wie es nur ein wahrer Meister kann und hat sich fast aus den Grenzen des Genres hinauskatapultiert." Daily Mail

"Meisterhaft. Ian Rankins bislang bester Roman. Er ist mehr als ein Krimi - oder besser: Rankins Leistung besteht darin zu zeigen, wie das Kriminelle die gesamte Gesellschaft durchzieht."

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Der dickköpfige Kommissar Rebus hat es sich endgültig mit seinem Chef verscherzt. Der schickt ihn zum Nachsitzen, doch Rebus denkt nicht daran, sich zurückzuhalten. Und so fackelt er nicht lange, als in der Nähe des G-8-Treffens im schottischen Gleneagles mehrere Leichen gefunden werden. Nach und nach kristallisiert sich eine Verbindung zum G-8-Treffen heraus, und die Verwicklungen nehmen ihren Lauf. Wer nach Spannung sucht, muss sich in "Die Namen der Toten" erst mal durch Unmengen politischer Spitzfindigkeiten und Andeutungen wühlen, gefolgt von weiteren Andeutungen aus dem Lager der G-8-Gegner sowie Andeutungen aus dem familiären Umfeld von Rebus' Kollegin Siobhan ... Das wirkt an mancher Stelle ungemein ermüdend. Erinnert man sich allerdings an die Qualität der bisherigen Inspector-Rebus-Romane, gibt es Hoffnung, dass dies nur ein kleiner Schwächeanfall Ian Rankins war. (es)

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Rainer Moritz zollt Ian Rankins Verdiensten um das Ansehen Edinburghs Respekt, hat der schottische Autor doch mit seinem eigenbrötlerischen und aufrührerischen Inspektor John Rebus seine Heimatstadt zum geschätzten Ziel für Leser gemacht, die auf seinen literarischen Spuren reisen. Richtig erwärmen kann er sich für den jüngsten Krimi "Im Namen der Toten", der sich um drei ermordete Sexualstraftäter und einen zu Tode gekommenen Staatssekretär im Schatten des G-8-Gipfels dreht, allerdings nicht. Das liegt, wie der Rezensent ausführt, nicht nur an der allzu schleppend anlaufenden Handlung, bei der sich trotz des durchaus komplexen Plots nicht so recht Spannung einstellen will. Gleichzeitig zeigt sich Moritz enttäuscht darüber, dass die politische Dimension, die der Roman aufmacht, in der resignativen Alterssicht des Ermittlers verdampft und auch sprachlich empfindet er den Roman reichlich uninspiriert.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Mit seiner gehaltvollen Mischung aus Krimihandlung und Zeitgeschehen ist dieser Roman einfach überwältigend. Rankin beherrscht seine Kunst wie es nur ein wahrer Meister kann und hat sich fast aus den Grenzen des Genres hinauskatapultiert." Daily Mail

"Nicht nur ein fesselnder Kriminalroman, sondern auch eine exzellente Reportage. Ian Rankin ist wieder eine grandioses Meisterwerk gelungen - trotz seines eigenwilligen Musikgeschmacks." Evening Standard

"Rankin ist hier in Topform und zeigt eine angemessene Verachtung für Bob Geldof und das verblasene Live8-Unterfangen. Exzellent." Dublin Evening Herald

"Das ist Rankin vom Feinsten." Metro London

"Rankin in Höchstform: In seiner beispiellosen Karriere ist dies sein bislang bester Rebus-Roman." Saga

"Ein klassischer Rankin, und wer den unbeirrbaren Rebus liebt, wird diesen Roman genießen. Das ist höchst spannender, komplexer Krimistoff." Frances Fyfield in 'The Independent'

"Zu gleichen Teilen Politthriller und klassischer Spannungsroman. Rankins lebendige Beschreibung der so genannten 'Schlacht auf der Princess Street' können es mit jedem damaligen Zeitungsbericht …

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"Ich empfehle einen Krimi vom Feinsten: politisch intelligent, satirisch, komplex. [...] Ein Super-Rankin."
Ian Rankin, geboren 1960, ist Großbritanniens führender Krimiautor, seine Romane sind aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Ian Rankin wurde unter anderem mit dem Gold Dagger für "Das Souvenir des Mörders", dem Edgar Allan Poe Award für "Tore der Finsternis" und dem Deutschen Krimipreis für "Die Kinder des Todes" ausgezeichnet. "So soll er sterben" und "Im Namen der Toten" erhielten jeweils als bester Spannungsroman des Jahres den renommierten British Book Award. Mit "Ein Rest von Schuld" hatte Ian Rankin seinen Ermittler John Rebus nach 17 Fällen in den wohlverdienten Ruhestand geschickt - und lässt jetzt Inspector Malcolm Fox die Bühne betreten, der in "Ein reines Gewissen" seinen ersten Fall zu lösen hat. Ian Rankin lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Edinburgh.

Leseprobe zu "Im Namen der Toten" von Ian Rankin

Freitag, 1. Juli 2005

Anstelle eines Schlussgesangs ertönte Musik. The Who, "Love Reign O'er Me". Rebus erkannte es in dem Moment, als Donnerschläge und prasselnder Regen die Kapelle erfüllten. Er saß in der ersten Bank; Chrissie hatte darauf bestanden. Er hätte lieber weiter hinten gesessen, sein üblicher Platz bei Begräbnissen. Chrissie saß neben ihrem Sohn und ihrer Tochter. Einen Arm um sie gelegt, tröstete Lesley ihre Mutter, als der die Tränen kamen. Kenny starrte geradeaus und sparte sich seine Gefühle für später auf. Morgens im Haus hatte Rebus ihn nach seinem Alter gefragt: Er wurde im nächsten Monat dreißig. Lesley war zwei Jahre jünger. Bruder und Schwester sahen ihrer Mutter ähnlich, was Rebus daran erinnerte, dass die Leute dasselbe von Michael und ihm gesagt hatten: Ihr seid eurer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Michael ... Mickey, um genau zu sein. Rebus' jüngerer Bruder, im Alter von vierundfünfzig tot in einer Kiste mit polierten Griffen, Schottlands Sterblichkeitsrate wie die eines Landes der Dritten Welt. Lebensstil, Ernährung, Gene - jede Menge Theorien. Der ausführliche Obduktionsbericht war noch nicht fertig. Massiver Schlaganfall, hatte Chrissie Rebus am Telefon gesagt und ihm versichert, Mickeys Tod sei "ganz plötzlich" gekommen - als würde es dadurch besser.

Plötzlich bedeutete, dass Rebus sich nicht mehr hatte verabschieden können. Es bedeutete, dass seine letzten Worte an Michael ein Witz über dessen geliebte Raith Rovers gewesen waren, am Telefon, drei Monate zuvor. Ein blau-weißer Raith-Fanschal war neben den Kränzen auf dem Sarg drapiert worden. Kenny trug eine Krawatte, die seinem Vater gehört hatte, mit dem Wappen der Raith Rovers darauf - irgendein Tier, das eine Gürtelschnalle hielt. Rebus hatte nach dessen Bedeutung gefragt, aber Kenny hatte nur die Achseln gezuckt. Als Rebus' Blick an der Kirchenbank entlangwanderte, sah er, wie der Platzanweiser eine Geste machte. Alles erhob sich. Chrissie ging, von ihren Kindern flankiert, den Mittelgang hinunter. Der Platzanweiser sah zu Rebus hinüber, aber der blieb, wo er war. Setzte sich wieder, damit die anderen wussten, dass sie nicht auf ihn zu warten brauchten. Das Stück war erst gut zur Hälfte vorbei. Es war das letzte auf Quadrophenia. Michael war großer Who-Fan gewesen, während Rebus die Stones lieber mochte. Er musste allerdings zugeben, dass Alben wie Tommy und Quadrophenia etwas gelang, was die Stones nicht schafften. Daltrey schrie gerade, er könne einen Drink gebrauchen. Dem konnte Rebus sich nur anschließen, aber da war noch die Rückfahrt nach Edinburgh.

Man hatte den Veranstaltungsraum eines örtlichen Hotels gemietet. Alle seien willkommen, hatte der Pfarrer von der Kanzel herunter gesagt. Man würde Whisky und Tee ausschenken und Sandwiches servieren. Es würde Anekdoten und Erinnerungen geben, Lächeln, Augenbetupfen, gedämpfte Geräusche. Die Bedienung würde sich aus Rücksicht auf die Trauergemeinde leise bewegen. Rebus versuchte, sich im Kopf Sätze zurechtzulegen, Worte, die als Entschuldigung dienen sollten.

Ich muss zurück, Chrissie. Die Arbeit.

Er könnte lügen und die Schuld auf den G8Gifel schieben. Morgens im Haus hatte Lesley gemeint, er sei sicher eifrig mit den Vorbereitungen beschäftigt. Da hätte er ihr sagen können, ich bin anscheinend der einzige Polizist, den sie nicht brauchen. Aus allen Teilen des Landes wurden Polizeibeamte zusammengezogen. Allein aus London kamen fünfzehnhundert. Nur für Detective Inspector John Rebus schien man keine Verwendung zu haben. Jemand muss die Stellung halten - das waren die Worte, die DCI James Macrae benutzt hatte, während sein Assistent hinter ihm süffisant lächelte. DI Derek Starr hielt sich eindeutig für Macraes Thronerben. Eines Tages würde er das Polizeirevier am Gayfield Square leiten. John Rebus, kaum mehr als ein Jahr vor seiner Pensionierung, stellte keine ernsthafte Bedrohung dar. Starr selbst hatte genau das schon einmal formuliert: Niemand würde es Ihnen übelnehmen, wenn Sie es langsam angehen ließen, John. Das würde jeder in Ihrem Alter machen. Vielleicht, aber die Stones waren älter als Rebus; Daltrey und Townshend auch. Und immer noch produktiv, immer noch auf Tour.

Das Stück ging jetzt zu Ende, und Rebus erhob sich wieder. Er war allein in der Kapelle. Warf einen letzten Blick auf den purpurroten Samtschirm. Vielleicht stand der Sarg noch dahinter; vielleicht war er bereits in einen anderen Teil des Krematoriums geschoben worden. Er dachte an seine Jugend zurück, zwei Brüder, die in ihrem gemeinsamen Schlafzimmer Singles aus dem Laden unten in der Kirkcald-High Street hören. "My Generation" und "Substitute", und Mickey fragt, warum Daltrey bei dem ersten Titel stottert, worauf Rebus antwortet, er habe irgendwo gelesen, dass es von den Drogen komme. Die einzige Droge, die die Brüder sich damals genehmigten, war Alkohol, den sie schluckweise aus den Flaschen in der Speisekammer stibitzten, eine Dose mit widerlichem Stout, die sie öffneten und nach dem Lichtausmachen zusammen tranken. Er erinnerte sich, wie sie an der Kirkcaldy-Promenade stehen, aufs Meer hinausschauen und Mickey "I Can See For Miles" singt. Aber konnte das überhaupt sein? Die Platte kam 1966 oder 1967 raus, als Rebus Soldat war. Musste wohl bei einem Urlaub zu Hause gewesen sein. Ja, Mickey mit seinen schulterlangen Haaren, der versuchte, wie Daltrey auszusehen, und Rebus mit seinem Armeekurzhaarschnitt, der Geschichten erfand, um das Soldatenleben aufregend erscheinen zu lassen, Nordirland noch vor sich .

Damals waren sie einander nah gewesen. Rebus hatte immer Briefe und Postkarten geschickt, und sein Vater war stolz auf ihn gewesen, stolz auf seine beiden Jungs.

Eurer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten.

Er trat hinaus, die Zigarettenschachtel schon geöffnet in der Hand. Um ihn herum standen andere Raucher. Sie nickten ihm zu, scharrten mit den Füßen. Trauergäste studierten die verschiedenen Kränze und Karten, die man neben der Tür aufgereiht hatte. Darauf waren bestimmt die üblichen Wörter wie "Anteilnahme", "Verlust" und "Trauer" zu lesen, die Familie "immer in unseren Gedanken". Keine namentliche Erwähnung von Michael. Der Tod hatte sein eigenes Protokoll. Die jüngeren Trauergäste sahen auf ihren Handys nach, ob sie SMS bekommen hatten. Rebus holte seins aus der Tasche und schaltete es an. Fünf entgangene Anrufe, alle von derselben Nummer. Rebus kannte sie auswendig, drückte die Knöpfe und hielt sich das Handy ans Ohr. Detective Sergeant Siobhan Clarke ging sofort ran.

"Ich habe den ganzen Morgen versucht, Sie zu erreichen", beschwerte sie sich.

"Ich hatte es ausgeschaltet."

"Wo sind Sie überhaupt?"

"Immer noch in Kirkcaldy ..."

Ein tiefer Atemzug am anderen Ende. "Verdammt, das hatte ich total vergessen, John!"

"Kein Problem." Er beobachtete, wie Kenny seiner Mutter die Autotür aufhielt. Lesley gab Rebus mit einer Geste zu verstehen, dass sie sich auf den Weg zum Hotel machten.

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Kundenbewertungen zu "Im Namen der Toten" von "Ian Rankin"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3.7 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen **** sehr gut
(aus 3 Bewertungen)

Bewertung von hasewue am 31.05.2009 ***** sehr gut
Ian Rankin lässt seinen neuen Krimi mit dem Anti-Helden John Rebus im Umfeld des G8 – Gipfels in Schottland 2005 spielen.
Während im Luxushotel auf Schottland Gleneagles das Gipfeltreffen der G8 – Staaten stattfindet, hat die Polizei haben im Vorfeld alle Hände voll zu.
Nur Inspector Rebus muss zunächst im Stillen ausharren und darf sich nicht einmischen bis in der Nähe des Hotels – an einem geheimen Ort bei Auchterarder – Spuren gefunden werden, welche auf einen Serienkiller hindeuten.
Zu seinem Opferkreis, der bereits aus drei getöteten besteht, zählen offenbar kürzlich entlassene Sexualstraftäter.
Da Rebus der einzige zur Verfügung stehende Ermittler ist, wird er mit der Lösung des Falles beauftragt und dringt immer mehr in die inneren dunklen Kreise des G8 – Treffens vor.
Und da er hier alles andere als erwünscht ist, gerät er auch gleich mit dem englischen Leiter der Sicherheitsmaßnahmen aneinander.
Zeitgleich muss sich Rankin, der ein Jahr vor seiner Pensionierung und somit auf dem Abstellgleis steht, mit seiner Fehde mit Morris Gerald »Big Ger« Cafferty, einem gefürchteten Gangsterboss, rumschlagen, wobei ihm als Ansatz dabei der Mord an dem Vergewaltiger und Schläger Cyril Colliar, der in Caffertys Diensten stand, dient. Zunächst gibt es keinerlei Spuren, bis ein Stück der Jacke des Opfers gefunden wird. Weitere Stücke der Kleidung beweisen, dass Colliar ein Opfer des hier gesuchten Serienkillers ist, der es auf Sexualstraftäter abgesehen hat.
Obwohl sich die weiteren Ermittlungen wegen des Gipfels komplexer und brisanter gestalten, als erwartet, muss sich Inspector Rebus die Zeit nehmen, in einem weiteren Fall zu ermitteln: Ein Abgeordneter aus London stürzt über die Zinnen des Edinburgher Schlosses. Diese Angelegenheit ruft den äußerst unsympathischen und arroganten hochrangigen Geheimdienstler Steelforth auf den Plan, der Rebus zusätzlich Ärger und Kummer bereitet!
Völlig überfordert an zu vielen Fronten gleichzeitig unter Druck geraten, muss Rebus miterleben, wie ihm Cafferty, diverse moralisch korrumpierte Machtmenschen sowie ihre Schergen ihm das Leben zur Hölle machen.

Das war mein erster Krimi von Ian Rankin und ich bin positiv überrascht. Trotz des Einstiegs bei Rankins 16. Krimi um Inspector John Rebus hatte ich keinerlei Probleme mich in der Geschichte zu Recht zu finden. Die verschiedenen Sichtweisen auf Schottland fand ich sehr gelungen!
Rankin nutzt hier auch gleich die Gelegenheit, im Rahmen eines Kriminalromans aktuelle Blicke auf Edinburgh zu werfen. Er verknüpft seinen Rebus – Fall mit realen Ereignissen. Hier ist es das G8-Treffen vom Juli 2005.
Ian Rankin hat 2005 in Edinburgh die Ereignisse um das G8 – Treffen beobachtet und diesen „Stoff“ als Hintergrund für einen Rebus – Roman für gut befunden.
Sarkastisch teilt er nach beiden Seiten aus; es trifft sowohl die Politiker als auch die Protestler gleichermaßen.
Die verschiedenen Charaktere sind liebevoll und detailliert beschrieben und werden so erst richtig lebendig. Das verleiht der Geschichte noch zusätzlichen Esprit!
Auch zeichnet sich innerhalb der Handlung ab, dass seine „Assistentin“ Siobhan Clarke zu seiner Nachfolgerin werden könnte, da er ja bald pensioniert wird und in „Im Namen der Toten“ seinen Vorgesetzten noch zusätzlich auf äußerst komische und unterhaltsame Weise auf die Nerven geht.

Insgesamt ist Ian Rankins 16. Krimi ein spannender und zu empfehlender Kriminalroman mit jeder Menge überraschender Wendungen, der den Leser die schottische Mentalität nahe bringt und ihn in die Welt des John Rebus entführt.

4 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Christel aus Berlin am 20.01.2008 ***** weniger gut
Unter spannend verstehe ich etwas anderes! Es plätschert recht langatmig dahin!

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Bewertung von Polar aus Aachen am 09.01.2008 ***** ausgezeichnet
Es ist schon eine Kunst, so viele Romane um einen Serienkommissar zu bauen und dabei immer wieder neue Themenfelder zu besetzen, in denen er sich zu bewähren hat. Die Nähe zur Wiederholung geht Ian Rankin in seinem neuen Thriller geschickt aus dem Weg, indem er die Wirklichkeit eines G8-Treffens in der Nähe von Edingburgh in den Mittelpunkt rückt. Sie ist dabei weder Bühnenbild für eine Whodunit-Geschichte, noch Gegenstand Political Correctness: sie richtet Chaos an. Selbst George Bush tritt kurz auf. Auch bei Rankin sind die Guten gut und die Bösen böse, auch Im Namen der Toten legt sich Wirtschaftskriminalität den Deckmantel des Allgemeinwohls zu: Arbeitsplätze schaffen, sichern, Störenfriede ausschalten, Demonstranten fernhalten. Beim einem G8-Gipfel ist das schwer. Es kommen einfach zu viele demonstrieren. So versinkt Edingburgh schon nach kürzester Zeit im Chaos, tauchen die bewährten Schuldzuweisungen auf, müssen sich John Rebus und Siobhan Clark einem Serienkiller widmen, der es auf Sexualstraftäter abgesehen hat, außerdem wird ihnen untersagt, die Umstände des Todes eines Mitglied des G8-Trosses nach einem Sturz von der Burgmauer zu klären. Genau die richtige Herausforderung für einen John Rebus. Eine feine Ironie liegt der Geschichte zu Grunde: Es gibt nicht wenige in diesem Rechtsstaat, die wegsehen würden, wenn ausgerechnet ein Triebtäter ermordet wird, es gibt genug in einer Regierung, die wegsehen, wenn es dem großen Ganzen dient und einen von ihnen trifft. In diesem Umfeld zeigen Rebus und Siobhan all ihre Stärken, sie ecken an, sie gehorchen nicht, sie machen sich mit Menschen gemein, denen sie sonst fernbleiben und sie erfahren in Gestalt von Siobahns Eltern, wie leicht Gewalt einen verstummen läßt. Rankin besticht dabei durch seine Dialoge, denen Selbstironie, wie bitterer Witz auszeichnen und schärft den Blick für all die Straßen in Edinburgh, die nicht Princess Street heißen. Viel zu selten trauen sich Autoren so nah an die Wirklichkeit heran. Nachdem man Rankins Roman gelesen hat, kann man nur sagen: Geht doch.

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