I'll Never Get Out of This World Alive - Earle, Steve
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Steve Earle 

I'll Never Get Out of This World Alive

Übersetzung: Kwisinski, Gunnar
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I'll Never Get Out of This World Alive

Ein Roman voller uralter Weisheiten und unvergesslicher Figuren, bittersüß wie ein Countrysong

Doc war einmal ein erfolgreicher Arzt, jetzt schlägt er sich ohne Zulassung in San Antonio, Texas, mit illegalen Abtreibungen durch. Seit sein enger Freund und berühmtester Patient Hank Williams, der größte Countrymusiker aller Zeiten, mit einer Mischung aus Alkohol und Morphium im Blut auf dem Rücksitz seines Cadillacs aus dem Leben glitt, plagen Doc schwere Schuldgefühle und ein hartnäckiger Begleiter: Hanks zänkischer und ruheloser Geist, der ständig seine ungeteilte Aufmerksamkeit fordert.

Als das Mädchen Graciela in Docs Leben tritt, ist Hank also überhaupt nicht begeistert. Zudem passieren, seit sie da ist, seltsame Dinge: Prostituierte, die zu Docs besten Kundinnen gehören, geben ihren Beruf auf, Wunden heilen wie von selbst. Doch damit wird Doc mehr öffentliches Interesse zuteil, als er sich wünschen kann ...

"I'll Never Get Out of This World Alive" ist ein so ergreifender wie komischer Roman, und die außergewöhnliche Aufarbeitung eines legendären Stücks Musikgeschichte.



"Ein schräges Ding hat der Countrysänger Earle da abgeliefert, einen sehr weltlichen Debütroman mit katholischem Überbau: Sünde, Vergebung und Tod." -- Christoph Schröder, KulturSPIEGEL

"Will man Earles Buch mit einem Country-Song vergleichen, dann ist es das urteilsfreie Wissen um die abgründige Liebe der Menschen, die diesem Roman die geheimnisvolle Kraft der Güte verleiht." -- Christian Jooß, Abendzeitung

"Eine Wucht. ... Wir alle wären um einen grossen Lesespass gekommen, wenn Steve Earle an Drogen zugrunde gegangen wäre. I'll Never Get out of This World Alive ist ein Trip, der süchtig macht nach mehr Buchstaben. Und diese Sucht hat noch niemandem geschadet. ... I'll Never Get out of This World Alive ist eine gewitzte und witzige Umdichtung der Musikgeschichte von einem, der sehr genau weiss, worüber er schreibt." -- Daniel Arnet, Tages-Anzeiger Online


Produktinformation

  • Verlag: Blessing
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 383 S.
  • Seitenzahl: 384
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 138mm x 35mm
  • Gewicht: 524g
  • ISBN-13: 9783896674630
  • ISBN-10: 3896674633
  • Best.Nr.: 33337238

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Ein Buch für Fans des drogengeschwängerten Country-Sounds hat Jonathan Fischer anzubieten. Was der Singer-Songwriter Steve Earle anhand eigener Erfahrungen und ein bisschen entlang der Geschichte von Hank Williams zur Sozialreportage, äh Roman, zusammenschustert, zeugt für Fischer sowohl von einer Ahnung surrealer Welten, als auch von Empathie mit den Leidenden des Entzugs. Allerdings bleiben die Figuren laut Fischer dennoch eher holzschnittartig. Bei allen vom Autor gut gemischten Farben der Depression und dem Kitsch mexikanischer Heiligenkulte erkennt Fischer immerhin auch einen moralischen Appell: gegen die Hierarchie der Kirche und für die Menschenfreundlichkeit der Halbwelt.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Ein schräges Ding hat der Countrysänger Earle da abgeliefert, einen sehr weltlichen Debütroman mit katholischem Überbau: Sünde, Vergebung und Tod." (Christoph Schröder, KulturSPIEGEL)

"Eine Wucht. ... Wir alle wären um einen grossen Lesespass gekommen, wenn Steve Earle an Drogen zugrunde gegangen wäre. I'll Never Get out of This World Alive ist ein Trip, der süchtig macht nach mehr Buchstaben. Und diese Sucht hat noch niemandem geschadet. ... I'll Never Get out of This World Alive ist eine gewitzte und witzige Umdichtung der Musikgeschichte von einem, der sehr genau weiss, worüber er schreibt."

"Eine Wucht. ... Wir alle wären um einen grossen Lesespass gekommen, wenn Steve Earle an Drogen zugrunde gegangen wäre. I'll Never Get out of This World Alive ist ein Trip, der süchtig macht nach mehr Buchstaben. Und diese Sucht hat noch niemandem geschadet. ... I'll Never Get out of This World Alive ist eine gewitzte und witzige Umdichtung der Musikgeschichte von einem, der sehr genau weiss, worüber er schreibt."
Steve Earle wurde 1955 in Monroe, Virginia, geboren und und ist in San Antonio, Texas, aufgewachsen. 1986 veröffentlichte er sein erstes Album, Guitar Town. 2008 wurde er mit dem Grammy-Award ausgezeichnet. Earle ist ein entschiedener Gegner der Todesstrafe und engagierter politischer Aktivist, seine Texte werden vom konservativen Amerika als "unpatriotisch" kritisiert. I'll Never Get Out Of This World Alive ist sein erster Roman. Earle lebt mit seiner siebten Ehefrau, der Musikerin Allison Moorer, und dem gemeinsamen Sohn in New York.

Leseprobe zu "I'll Never Get Out of This World Alive" von Steve Earle

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Leseprobe zu "I'll Never Get Out of This World Alive" von Steve Earle

"XVI (S. 182-183)

Father Padraig Killen rutschte in einem furchtbar unbequemen, schwarzen Ledersessel im Foyer der Erzdiözese von San Antonio herum. Er wartete schon fast eine Stunde, nachdem er eine halbe Stunde zu früh zu seinem 14-Uhr-Termin erschienen war und die Uhr an der Wand hinter der Rezeption jetzt kurz vor halb drei anzeigte. Die Situation erinnerte ihn an die unzähligen Stunden, die er als Junge vor dem Rektorenzimmer verbracht hatte. Das Schlimmste an der Strafe war immer das Warten gewesen.

Wenn es schließlich so weit war, dass die leitende Nonne oder der leitende Priester das Lineal oder den Riemen zum Einsatz brachte, war die Anspannung längst abgeklungen, und er stellte fest, dass der physische Schmerz die Aufregung nicht wert gewesen war. Wenn Schwester Mary-Margaret oder Father Cudahy ihn jetzt nur sehen könnten. Sie war überzeugt davon, und das hatte sie ihm schließlich bei diversen Gelegenheiten versichert, dass er auf dem Weg in die Hölle einen großen Teil seines Lebens im Gefängnis verbringen würde, und er hatte keine Gelegenheit ausgelassen, ihn öffentlich zu demütigen.

»An deiner Stelle, Paddy Killen, würde ich keine so hohen Ansprüche stellen«, hatte Father Cudahy ihm gesagt, als er sich während des Unterrichts nach den Voraussetzungen für das Priesterseminar erkundigte. »Dafür sind deine Noten einfach nicht gut genug.« Tja, denen hatte er es gezeigt. Er war ins Priesterseminar eingetreten und dort zum Priester geweiht worden. Jetzt war er Pfarrer mit einer eigenen Gemeinde und wartete darauf, dass der Bischof ihn empfing. Natürlich nicht der Erzbischof persönlich, aber einer seiner beiden Mitarbeiter, die, wie er annahm, hinter den massiven Eichentüren residierten, die sich rechts und links vom Zimmer ihres Vorgesetzten befanden.

Der Brief, mit dem Father Killen in die Erzdiözese bestellt worden war, trug die Unterschrift des Weihbischofs Thomas Meriwether, dessen Name auch auf dem Messingschild an der rechten Tür stand. Der Priester war angenehm überrascht gewesen, als er nicht einmal eine Woche nach seinem förmlichen Gesuch um eine Audienz eine Antwort erhalten hatte. In der Nacht nach seinem schicksalhaften Zusammentreffen mit der jungen Mexikanerin hatte er stundenlang an seinem langen Brief gesessen, staubige Folianten mit kanonischem Wissen gewälzt und nach allen möglichen, scheinbar noch so unbedeutenden Hinweisen gesucht, die seinen – mittlerweile unerschütterlichen – Glauben an ihre Kräfte erhärteten.

Das Mal an ihrem Handgelenk hatte er mit eigenen Augen gesehen. Sie hatte seine Hand berührt, worauf sämtliche Spuren seines schändlichen Zorns ausgelöscht worden waren. Das war ganz eindeutig ein Zeichen! Ohne jeden Zweifel. Sein Blick war auf die drei Türen gerichtet, daher schrak er überrascht auf, als ihn jemand von hinten ansprach."

Videoclip zu "I'll Never Get Out of This World Alive"

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