Ich überlebte für meinen Sohn - Rojas, Clara

Clara Rojas 

Ich überlebte für meinen Sohn

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Ich überlebte für meinen Sohn

2147 Tage Verzweiflung, Hoffnung, Überlebenskampf. Clara Rojas, Wahlkampfhelferin und engste Freundin von Íngrid Betancourt, zusammen mit ihr verschleppt von kolumbianischen FARC-Rebellen. Mitten im Dschungel bringt sie ihr Kind, den Sohn eines Guerilleros, zur Welt. Nun erzählt sie erstmals ihre Geschichte: für Emmanuel, ihren Sohn.

"Die Guerilleros nahmen Íngrid Betancourt mit und luden sie auf die Ladefläche eines Pickups. Als dieser Wagen losrollte, sprang Clara Rojas aus ihrem Auto und rannte dem FARC-Auto hinterher, bis die Rebellen auch sie mitnahmen. Sie wollte ihre Freundin nicht alleine lassen. Diese spontane Entscheidung kostete die Rechtsanwältin aus Bogota bis jetzt 2100 Tage ihres Lebens ..." www.focus.de

"Ein Journalist mit engen Verbindungen zur Guerilla war der Erste, der von einem Baby berichtete, von der nächtlichen Geburt während eines Bombardements der Armee. Das tat man in Kolumbien noch als Hirngespinst ab. Dann aber glückte dem Hauptmann John Fran Pinchao die Flucht, und er bestätigte die Existenz von Klaras Kind. Jetzt gab es kaum mehr jemanden in Kolumbien, den die Geschichte nicht rührte!" Stern


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 284 S.
  • Seitenzahl: 284
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 135mm
  • Gewicht: 490g
  • ISBN-13: 9783764503376
  • ISBN-10: 3764503378
  • Best.Nr.: 25562169

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Josef Oehrlein kündigt das Erscheinen des Buches von Clara Rojas, der ehemaligen Assistentin Ingrid Betancourts, für den morgigen Mittwoch an. Weil die Autorin über ihre jahrelange Geiselhaft in den Fängen der kolumbianischen Guerrilla bereits ausführlich im Fernsehen berichtet hat, scheint ihm eine Vorabbesprechung vielleicht angebracht. Das Buch erfüllt nicht ganz Oehrleins Erwartungen. Von dem allerersten ins Deutsche übersetzten Erfahrungsbericht einer Geisel der Farc hätte er sich mehr gewünscht als die nüchterne Beschreibung einer Urwaldentbindung. Zwar anerkennt der Rezensent den Zweck einer solchen Veröffentlichung als "Seelenselbstmassage", würdigt die stellenweise literarische Qualität des Textes und entdeckt "doch noch einige erstaunliche Erkenntnisse" (über "Lagerkoller" und die Arroganz Betancourts). Über die Beweggründe der Guerrilla jedoch erfährt Oehrlein hier wenig bis nichts.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.04.2009

Die Wunde, die nicht heilt

Die befreiten Geiseln der Farc-Guerrilla, die sich ihr Leid von der Seele schreiben, haben in Kolumbien ein eigenes literarisches Genre begründet. Mit dem Buch von Clara Rojas liegt nun erstmals ein Bericht aus der Schattenwelt des Urwalds auf Deutsch vor.

Vor etwas mehr als einem Jahr wusste kaum jemand, unter welchen Bedingungen die von der kolumbianischen Guerrilla Entführten im Urwald dahinvegetierten. Seit die "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (Farc) einige der Entführten freigelassen haben, andere sich selbst befreien konnten und seit die für die Guerrilla wertvollste unter den politischen Geiseln, die frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, in einer spektakulären militärischen Operation gerettet wurde, weiß die Öffentlichkeit selbst um die intimsten Details aus dem Lagerleben der Guerrilla.

Die mittlerweile in Freiheit lebenden Entführten, die für einen Austausch gegen gefangene Guerrilleros vorgesehen waren, haben unzählige, oft erschütternde Details über ihre jahrelange Geiselhaft preisgegeben. Viele von ihnen haben ihre Erfahrungen aufgeschrieben, um sie als Buch zu …

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»Ein Journalist mit engen Verbindungen zur Guerilla war der Erste, der von einem Baby berichtete, von der nächtlichen Geburt während eines Bombardements der Armee. Das tat man in Kolumbien noch als Hirngespinst ab. Dann aber glückte dem Hauptmann John Fran Pinchao die Flucht, und er bestätigte die Existenz von Klaras Kind. Jetzt gab es kaum mehr jemanden in Kolumbien, den die Geschichte nicht rührte!«
Clara Rojas, geboren 1964 in Bogotá, Kolumbien, gründete, gemeinsam mit Íngrid Betancourt die ökologische Partei Oxígeno Verde. Im Februar 2002 werden die beiden Frauen von der Rebellenorganisation FARC in den Dschungel verschleppt. Im April 2004 kommt dort Clara Rojas' Sohn Emmanuel zur Welt. Sein Vater ist ein Guerillero. Als Emmanuel 2005 erkrankt, wird er von seiner Mutter getrennt. Erst nach ihrer Freilassung im Januar 2008 und nach einem Mutterschaftstest sind die beiden wieder vereint.

Leseprobe zu "Ich überlebte für meinen Sohn" von Clara Rojas

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