Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben - Koslow, Sally

Sally Koslow 

Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben

Roman

Übersetzung: Mümmler, Britta
Broschiertes Buch
 
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Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben

Molly Marx ist zwar tot – ins Jenseits verschwindet sie deshalb aber noch lange nicht ...

Molly ist Mitte dreißig, als sie stirbt, hat eine kleine Tochter und einen Ehemann, mit dem sie es gerade wieder versuchen wollte. Jetzt schwebt sie als Geist über ihrem eigenen Begräbnis und ist gar nicht zufrieden. Ein bisschen stimmungsvoller und idyllischer hätte es schon sein dürfen. Und eins steht für Molly fest: Sie will noch nicht endgültig ins Jenseits verschwinden. Sie muss doch wissen, was aus ihrer Tochter wird, aus ihrer lebensuntüchtigen Schwester, ihrer besten Freundin, ihrem untreuen Ehemann – und ihrem Geliebten. Hinzu kommt, dass sie sich an die genauen Umstände ihres Todes nicht erinnert. Sie hatte einen Unfall mit dem Fahrrad, aber wie kam es dazu? Offenbar ging nicht alles mit rechten Dingen zu, denn ein Detective der New Yorker Polizei ermittelt.
"Molly Marx' Stimme aus dem Grab ist witzig, warm und frisch. In der Rückschau auf Mollys Leben erzählt Sally Koslow eine Geschichte von Ehe, Familie und Freundschaft, in der jede(r) etwas von sich wiedererkennen wird. Und wer hätte gedacht, dass es so viel Spaß machen kann, mit einer Toten herumzuziehen!" Meg Waite Clayton
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Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 368 S. 191 mm
  • Seitenzahl: 363
  • dtv Taschenbücher Bd.21277
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 121mm x 26mm
  • Gewicht: 347g
  • ISBN-13: 9783423212779
  • ISBN-10: 3423212772
  • Best.Nr.: 29745065
Wütend, wehmütig und witzig.

»Erfrischend amüsant.« für mich, Österreich 01.04.2011

"Wütend, wehmütig und witzig."<br />Annabelle 20.05.2009 <br />

»Erfrischend amüsant.« für mich, Österreich 01.04.2011
Sally Koslow wurde in North Dakota geboren, studierte Englisch an der University of Wisconsin und hat für verschiedene Zeitschriften und Magazine gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Manhattan.Die Website der Autorin: www.sallykoslow.com.

Leseprobe zu "Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben" von Sally Koslow

20 Hybris und Anmaßung (S. 155-157)

Warum ist dieser Abend anders als alle anderen? Er ist anders als alle anderen, weil an diesem Abend Pessach beginnt. Und an diesem Morgen legt Kitty, wie jedes Jahr, letzte Hand an ihre Vorbereitungen für ein Sederessen, das der Zeitschrift ›Gourmet‹ würdig wäre. Was für ein Pech, dass ich ihr nicht schon zu meinen Lebzeiten so auf den Fersen bleiben konnte wie heute, denn gerade eben habe ich endlich herausgefunden, wie sie ihre federleichten Matzebällchen macht.

Das Rezept, das sie hütet – diese Hybris! –, als wär’s die Formel für Ecstasy, ist gut lesbar aufgedruckt auf die Rückseite der Matzemehlschachtel der Firma Manischewitz, nur dass sie Selters stattWasser zumAnrühren nimmt. Herrgott, dass ich diese Frau nichtmehr auffliegen lassen kann, macht mich ganz wahnsinnig.Wemkann ich das hier in der Ewigkeit erzählen?Wen interessiert so was? Bob? Glaube ich nicht. »Pinky, gehen Sie mal ans Telefon!«, ruft Kitty ihrer Haushälterin zu. »Das Mädchen«, so nennt sie Pinky Mae Springer, eine Frau, die seit nunmehr achtunddreißig Jahren für sie arbeitet. »Es ist Dr. Marx«, ruft Pinky zurück. Sie kennt Barry, seit er ein kleiner Hosenscheißer war, aber nach Abschluss seines Medizinstudiums hat Kitty darauf bestanden, dass Pinky ihn mit seinem Titel anredet.

»Einen Augenblick«, sagt Kitty und steckt noch eine große Damastserviette in einen silbernen Serviettenring. Jede Serviette ist haargenau gleich weit aufgefächert. Kittys Perfektion ist wirklich bewundernswert.Vermutlich sind sogar ihre Hirnwindungen in exakte Falten gelegt. Sie geht an das Telefon in der Küche, ihre Absätze klacken wie ein Trommelwirbel auf den Fliesen. »Mein Schatz«, sagt sie zu Barry in einem Ton, den sie nur für ihn reserviert und vermutlich für melodisch und charmant hält.

»Sind sie schon angekommen?« Sie dürften meine Eltern sein, die um elf Uhr landen sollten. Lucy boykottiert den Sederabend und fliegt morgen nach Saint Barthélemy, wo sie sich mit ihrem neuen Freund treffen will. »Sie sind da?«, sagt Kitty, die bis zuletzt die Hoffnung nicht aufgegeben hatte, meine Eltern würden in letzter Minute noch absagen. »Jetzt muss ich mir überlegen, wohin ich sie setze.« Sie arbeitet immer minutiöse Sitzordnungen aus, so als würde sie den Kronprinzen von Saudi-Arabien zum Staatsdiner erwarten. Das Telefon noch ans Ohr gepresst, öffnet sie eine Schublade ihres Sheraton-Büfetts und holt zwei Platzkarten aus schwerem Pergament heraus, die mit eleganten Lettern beschriftet sind.

Kitty stellt die Karte meines Vater direkt neben ihren Platz, während sie bei meiner Mutter ein wenig rätselt. »Die Girls schließen bereits Wetten ab, was Claire wohl tragen wird«, erzählt sie Barry. Linda, Suzette, Nancy und Kitty sind seit Jahrzehnten unzertrennliche Freundinnen. Und sie sind nicht nur genauso bissig wie der Girls Club im gleichnamigen Hollywoodfilm, sie sind auch äußerst findig.Vor Google gab es Die Girls.Ob man eine heiße Suppe oder ein heißes Date brauchte, sie hatten immer einen heißen Tipp. Hätten diese Ya-Ya-Schwestern beschlossen zu arbeiten, hätten sie zweifellos raketenartig die Glasdecke durchstoßen.

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Kundenbewertungen zu "Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben" von "Sally Koslow"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 06.09.2011 ***** sehr gut
Kurzbeschreibung:
Molly schwebt als Geist über ihrem eigenen Begräbnis und ist gar nicht zufrieden. Das hatte sie sich anders vorgestellt! Ein bisschen erbaulicher hätte es schon sein dürfen und was machen eigentlich die vielen Leute hier, mit denen sie zu Lebzeiten kein einziges Wort gewechselt hat? Eins steht für Molly jedenfalls fest: Sie will noch nicht endgültig ins Jenseits verschwinden. Hinzu kommt, dass sie sich an die genauen Umstände ihres Todes nicht erinnert. Sie hatte einen Unfall, aber wie kam es dazu? Offenbar ging nicht alles mit rechten Dingen zu, denn ein Detektiv ermittelt

Eine wunderbare Geschichte, die fast ein Krimi ist. Die Geschichte spielt abwechselnd in der Gegenwart (die von Molly beobachtet wird) und in der Vergangenheit (in der Molly selbst aktiv ist). Nach und nach wird klar, warum Molly sterben musste. Man lernt Die Familie und Freunde von Molly kennen und am Ende erfährt man, was 20 Jahre später aus ihnen geworden ist,. Ich fand es spannend und faszinierend und auch, ie die Autorin das Leben nach dem Tod beschreibt hat was.

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 06.09.2011 ***** sehr gut
Kurzbeschreibung:
Molly schwebt als Geist über ihrem eigenen Begräbnis und ist gar nicht zufrieden. Das hatte sie sich anders vorgestellt! Ein bisschen erbaulicher hätte es schon sein dürfen und was machen eigentlich die vielen Leute hier, mit denen sie zu Lebzeiten kein einziges Wort gewechselt hat? Eins steht für Molly jedenfalls fest: Sie will noch nicht endgültig ins Jenseits verschwinden. Hinzu kommt, dass sie sich an die genauen Umstände ihres Todes nicht erinnert. Sie hatte einen Unfall, aber wie kam es dazu? Offenbar ging nicht alles mit rechten Dingen zu, denn ein Detektiv ermittelt

Eine wunderbare Geschichte, die fast ein Krimi ist. Die Geschichte spielt abwechselnd in der Gegenwart (die von Molly beobachtet wird) und in der Vergangenheit (in der Molly selbst aktiv ist). Nach und nach wird klar, warum Molly sterben musste. Man lernt Die Familie und Freunde von Molly kennen und am Ende erfährt man, was 20 Jahre später aus ihnen geworden ist,. Ich fand es spannend und faszinierend und auch, ie die Autorin das Leben nach dem Tod beschreibt hat was.

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Bewertung von Vampi aus Celle am 15.06.2010 ***** gut
Ich muß sagen das mir bei dem Buch der Anfang und das Ende am besten gefallen habt den da war es doch recht witzig.
Mich hat das Buch auch ein wenig an "weiblich ledig untod" erinnert. Bisauf die tatsache das sie alles aus dem Himmel beobachtet hat und zu einem vampir geworden ist.

Molly Marx wird mit 30 leider viel zu früh aus ihrem Leben gerissen.
Aber geschah das auch mit rechten Dingen?
Sie beobachtet wie durch ein Fernglas aus dem Himmel die Entwicklungen unter den Lebenden. Und natürlich auch ihren Mann der es kaum erwarten kann das die Geliebte ihre Stelle einnimmt. Brie ihre beste Freundin verliebt sich auch noch in den ermittelnden Polizisten.

Das Buch ist eine Mischung aus einem Liebesroman und einem Krimi.

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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 19.12.2009 ***** gut
Molly Marx hatte alles, einen reichen Ehemann (Schönheitschirurg), eine süße Tochter einen tollen Job, eine schöne Wohnung gleich am Central Park von New York und einen Geliebten. Jetzt jedoch, ist sie 35 und tot und besucht als Geist ihre eigene Beerdigung. Sie beobachtet, wie die Menschen, die sie liebte du die sie liebten trauern und Erde auf ihren Sarg werfen und sinniert, wie es dazu kommen konnte. Wer hat sie umgebracht und warum? Wie konnte es so weit kommen? Hätte sie es vielleicht verhindern können? War es ihre eigene Schuld?
Bob, ihr himmlischer Berater steht ihr in dieser schweren Zeit zur Seite und weiht sie in die Regeln der Ewigkeit ein. Sie kann beobachten, die kann die Gedanken der Menschen hören und sie kann sich von einem Augenblick zum anderen an einen anderen Ort begeben. Was sie jedoch nicht kann, ist in irgendeiner Weise in das Geschehen der Lebende einzugreifen.
So beobachtet sie und versucht ihrem Mörder auf die Spur zu kommen oder war es vielleicht doch Selbstmord? Wurde Molly gestorben oder ist sie gesprungen?

Gefühlvoll und teils sehr schwarzhumorig erzählt dieses Buch ausgehend vom Zeitpunkt der Beerdigung in zwei Erzählsträngen. Zum einen wie Molly beobachtet, was für einen Einfluss ihr Tod auf das Leben ihrer Familie und Freunde hat und wie es diese Leben auch nach dem Tode verändert. Zum anderen wird rückblickend die Geschichte ihrer nicht perfekten Ehe mit Barry die zusätzlich belastet wird von ihrer sich ständig einmischenden dominanten Schwiegermutter, und ihrer Affäre mit dem gefühlvollen Luke erzählt.
Was den Leser und Molly antreibt, ist die Frage, warum sie sterben musste. Daher folgt Molly Inspektor Hiawatha Hicks bei seinen Ermittlungen und setzt so langsam das Puzzle um ihren eigenen Tod zusammen.

Das Buch in einem für deutsche Leser ungewöhnlichen Milieu angesiedelt, denn Molly ist Jüdin. Nicht besonders gläubig, sie hält sich nicht an viele der Regeln aber immerhin an einige. Nebenbei erfährt man so einiges über das Leben der Juden im heutigen Amerika. Es ist ein Plädoyer für Toleranz zwischen den Religionen, sowohl im gezeichneten Jenseits als auch in unserer Welt.
Das Buch ist voller New Yorker Lokalkolorit und Verweise auf moderne amerikanische Kultur, wie den Maler Alex Katz, Maxwell Perkins, Nigella Lawson oder Kinderbücher wie "Eloise at the Plaza", die in Deutschland nicht allzu bekannt sein dürften, aber wer schon mal in New York war, wird möglicherweise viele der von Molly beschriebenen Orte wiedererkennen.
Auch wenn das Buch zum großen Teil schwarzhumorig und trocken rüberkommt, kommt auch das Herz nicht zu kurz, besonders gegen Schluss, sollte man unbedingt ein Päckchen Taschentücher bereitlegen.

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Bewertung von Antje0702 aus Nauen am 12.10.2009 ***** gut
Naja ich dachte es wäre besser. Aber man kann es mal lesen. Es ist teilweise lustig und auch spannend geschrieben.

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Bewertung von Andrea aus Goldenstedt am 20.08.2009 ***** sehr gut
Das ist das erste Buch von dieser Autorin,das ich lese und ich kann sagen,das es sicher nicht das letzte sein wird.Die Geschichte bringt einen oft zum Schmunzeln und man kann sich nur allzu oft mit Molly identifizieren.Bisher habe ich etwas mehr als die Hälfte gelesen und bin sehr gespannt,wie es ausgeht.Weiterempfehlung!!!

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