Seit Jahrhunderten bestimmen ungarische und slawische Gene das
Erscheinungsbild der Bewohner Weichbergs. Nichtsdestotrotz fühlen
sich viele als Germanen. Haben sie doch Ähnlichkeiten mit Adolf
Hitler entdeckt. Im Schatten jener Gestalten wächst Manuel Kern
unter ärmlichsten Bedingungen auf. Wegen der Hautfärbung für einen
Zigeuner gehalten, begegnet er früh der allgegenwärtigen
Ausgrenzung. Seine stark melancholische Mutter und der von
Spielsucht geplagte Vater sind überzeugt, den Mechanismus des
Schicksals entschlüsselt zu haben. Von düsteren Ahnungen getrieben,
wird diese Annahme zur alles bestimmenden Realität und das Dasein
zum Kampf ums nackte Überleben. Manuel, mit allen Wassern
gewaschen, versucht sein eigenes Spiel und droht unter die Räder zu
kommen. Erst als er die Stärke des Guten entdeckt, gelingt ihm der
Befreiungsschlag. Mit erdigem Sprachkörper öffnet Martin Czerwinka
das Tor zu einer alten, verschüttet geglaubten Welt.
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