Hunde von Riga / Kurt Wallander Bd.3 - Mankell, Henning

Henning Mankell 

Hunde von Riga / Kurt Wallander Bd.3

Kriminalroman

Dtsch. v. Barbara Sirges u. Paul Berf
Broschiertes Buch
 
13 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Hunde von Riga / Kurt Wallander Bd.3

Zwei unbekannte Tote führen Kommissar Wallander diesmal nach Osteuropa. Immer tiefer gerät er hinein in ein kaum noch zu durchschauendes Komplott unsichtbarer Mächte, in dem er nicht nur seinen Glauben an die Gerechtigkeit verliert, sondern fast noch sein Leben lässt...
Ein spannender Thriller, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

Kriminalkommissar Kurt Wallander saß in seinem Zimmer im Polizeipräsidium von Ystad und gähnte. In diesem Moment kam Martinson ins Zimmer. "Vor ein paar Minuten haben wir einen merkwürdigen Anruf erhalten", begann er, "er kam aus einer Telefonzelle. Ein Mann behauptete, daß bald irgendwo hier an der Küste ein Rettungsboot mit zwei toten Männern an Land treiben würde Dann legte er auf." - Wer sind die Toten? Und wohin ist das Rettungsboot verschwunden? Die Ermittlungen führen Kommissar Wallander nach Osteuropa. Er gerät immer tiefer hinein in ein kaum noch zu durchschauendes Komplott unsichtbarer Mächte, in dem er nicht nur seinen Glauben an die Gerechtigkeit verliert, sondern auch fast sein Leben läßt ...


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 352 S.
  • Seitenzahl: 350
  • dtv Taschenbücher Bd.21213
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 121mm x 22mm
  • Gewicht: 259g
  • ISBN-13: 9783423212137
  • ISBN-10: 3423212136
  • Best.Nr.: 28022047
»Was Henning Mankells Wallander-Kriminalromane so wohltuend auszeichnet, das sind die leisen Zwischentöne, die facettenreiche Bilder der jeweiligen Figuren entwickeln. Und es ist die gesellschaftskritische Grundhaltung, mit der Mankell seine Protagonisten agieren lässt.« Neue Westfälische

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Weniger eine Rezension dieses Mankell-Romans, als eine vehemente Verteidigung des Krimi-Autors gegen seine Verächter, hat der Rezensent mit dem Kürzel "ipr." geschrieben. Allen sechs bisher erschienenen Titeln wird "höchster Unterhaltungswert" bescheinigt, bemängelt wird nur die etwas undurchsichtige Veröffentlichungspolitik bei zwei Verlagen, durch die die chronologische Abfolge "verwirrlich" wird.

© Perlentaucher Medien GmbH

»Wenn man dieses Buch einmal in der Hand hat, wird es zur Droge.« (Generalanzeiger)<br/><br/>»Was Henning Mankells Wallander-Kriminalromane so wohltuend auszeichnet, das sind die leisen Zwischentöne, die facettenreiche Bilder der jeweiligen Figuren entwickeln. Und es ist die gesellschaftskritische Grundhaltung, mit der Mankell seine Protagonisten agieren lässt.« (Neue Westfälische)<br/><br/>

"Wenn man dieses Buch einmal in der Hand hat, wird es zur Droge." 'Generalanzeiger'<br/><br/>"Was Henning Mankells Wallander-Kriminalromane so wohltuend auszeichnet, das sind die leisen Zwischentöne, die facettenreiche Bilder der jeweiligen Figuren entwickeln. Und es ist die gesellschaftskritische Grundhaltung, mit der Mankell seine Protagonisten agieren lässt." 'Neue Westfälische'

"Es soll packend sein und doch intelligent, so richtig schön lang, damit man sich freizeitmäßig darin vergraben kann? Der Schwede Henning Mankell ist auf alle Fälle die richtige Begleitung in den Urlaub." Ingeborg Sperl, Der Standard

»Was Henning Mankells Wallander-Kriminalromane so wohltuend auszeichnet, das sind die leisen Zwischentöne, die facettenreiche Bilder der jeweiligen Figuren entwickeln. Und es ist die gesellschaftskritische Grundhaltung, mit der Mankell seine Protagonisten agieren lässt.« Neue Westfälische
Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, ist einer der angesehensten und meistgelesenen schwedischen Schriftsteller. Er lebt als Theaterregisseur und Autor abwechselnd in Schweden und in Maputo/Mosambik. Mit Kurt Wallander schuf er einen der weltweit beliebtesten Kommissare. Seine Taschenbücher erscheinen bei dtv.

Leseprobe zu "Hunde von Riga / Kurt Wallander Bd.3"

"Am Morgen, kurz nach zehn, kam der Schnee. 'Backbord liegt ein Boot', sagte der Mann am Steuer. Das Fischerboot kam langsam näher. Holmgren zog sich die Mütze tiefer ins Gesicht und verließ das Steuerhaus. Beißend kalter Wind schlug ihm ins Gesicht, als sein Blick auf die zwei Toten fiel. 'Verdammt', sagte er, 'das hat uns gerade noch gefehlt.' "

Leseprobe zu "Hunde von Riga / Kurt Wallander Bd.3"

Der strenge Geruch feuchter Wolle.So würde sich Kurt Wallander an seine Autofahrt durch Riga in jener Nacht erinnern. Er hatte sich geduckt und auf ' den Rücksitz gesetzt, und noch bevor sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnen konnten, hatten unbekannte Hände ihm hastig eine Kapuze über den Kopf gezogen. Sie hatte nach Wolle gerochen, und als ihm allmählich der Schweiß aus den Poren drang, hatte seine Haut angefangen zu jucken. Aber seine Angst, das beklemmende Gefühl, daß etwas nicht stimmte, ganz und gar nicht stimmte, war wie weggeblasen, als er auf dem Rücksitz lag. Eine Stimme, von der er annahm, daß sie zu den Händen gehörte, die ihm die Kapuze über den Kopf gezogen hatten, redete beruhigend auf ihn ein. We are no terrorists. We just have to be cautious. Er hatte die Stimme des Anrufers wiedererkannt, die Stimme, die nach Herrn Eckers gefragt hatte, um sich dann dafür zu entschuldigen, sich verwählt zu haben. Die beruhigende Stimme klang überzeugend, und später dachte er daß die Menschen in den chaotischen und zerfallenden Staaten Osteuropas genau dies lernen mußten. Völlig überzeugend zu wirken, wenn sie beteuerten, daß es nichts Bedrohliches gab, wenn in Wirklichkeit alles bedrohlich war.

Das Auto war unbequem. Das Motorengeräusch sagte ihm, daß es ein russisches Fabrikat war, vermutlich ein Lada. Er konnte nicht herausfinden, wie viele Menschen sich im Auto befanden, es waren mindestens zwei, denn vor ihm saß jemand, der hustete und fuhr und neben ihm saß der Mann, der beruhigend auf ihn eingeredet hatte. Hin und wieder, wenn eines der Fenster heruntergekurbelt wurde, damit der Zigarettenrauch abziehen konnte, drang ein kalter Luftzug an sein Gesicht. Für einen kurzen Moment meinte er einen schwachen Parfümgeruch im Auto wahrzunehmen, Baiba Liepas Parfüm, aber im nächsten Moment begriff er daß dies Einbildung oder vielleicht Wunschdenken war. Es war unmöglich herauszufinden, ob sie langsam oder schnell fuhren. Aber plötzlich veränderte sich der Straßenbelag, und er nahm an, daß sie die Stadt hinter sich gelassen hatten. Von Zeit zu Zeit wurde der Wagen abgebremst und bog ab, einmal fuhren sie durch einen Kreisverkehr. Er versuchte zu schätzen, wie lange sie unterwegs waren, hatte aber bald jedes Zeitgefühl verloren. Endlich endete die Fahrt irgendwo. Der Wagen bog ein letztes Mal ab und rumpelte und holperte, als fahre er querfeldein. Der Fahrer schaltete den Motor ab, die Türen wurden geöffnet, und man half ihm aus dem Wagen.

Es war kalt, und er meinte den Geruch von Tannen wahrzunehmen. Jemand hielt ihn am Arm, damit er nicht stolperte. Er wurde eine Treppe hinaufgeführt, eine Tür quietschte in den Scharnieren, und er betrat einen Raum, in dem es warm war. Der Geruch von Petroleum schlug ihm entgegen, und plötzlich wurde ihm die Kapuze vom Kopf gezogen. Er erschrak, weil er plötzlich wieder sehen konnte. Der Schock war jetzt größer als vorhin, als man ihm die Kapuze über das Gesicht gestülpt hatte. Der Raum war länglich und hatte grobgezimmerte Holzwände, und sein erster Gedanke war daß er sich in einer Art Jagdhütte befand. Ein Hirschkopf hing über einem offenen Kamin an der Wand, die Möbel im Raum waren aus hellem Holz gefertigt, und zwei Petroleumlampen bildeten die einzige Beleuchtung.Der Mann mit der beruhigenden Stimme ergriff wieder das Wort. Sein Gesicht entsprach nicht dem Bild, das Wallander sich gemacht hatte - soweit er sich überhaupt ein Bild gemacht hatte. Der Mann war klein gewachsen und ungeheuer mager als habe er ein schweres Leiden durchgemacht oder sich frei willig einer Hungerkur unterzogen. Das Gesicht war blaß, eine dicke Hornbrille schien allzu groß und schwer auf seinen Backenknochen zu ruhen, und Wallander konnte nicht sagen, ob der Mann fünfundzwanzig oder fünfzig war. Er lächelte jedenfalls und zeigte auf einen Stuhl. Wallander setzte sich. Sit down, please, sagte der Mann mit der ruhigen Stimme. Aus der Dunkelheit tauchte lautlos ein anderer Mann mit einer Thermoskanne und ein paar Tassen auf. Vielleicht ist es der Fahrer dachte Wallander. Er war älter dunkelhaarig, ein Mensch, der selten zu lächeln schien. Wallander bekam eine Tasse Tee, die zwei Männer setzten sich an die andere Seite des Tisches, und der Fahrer drehte vorsichtig den Docht der Petroleumlampe hoch. Ein fast unhörbares Geräusch drang an Wallanders Ohr. Es kam aus der Dunkelheit jenseits des Lichtkegels, den die Petroleumlampen verbreiteten. Hier ist noch jemand, dachte er. Jemand, der gewartet hat, jemand, der Tee gekocht hat.

"Außer Tee können wir Ihnen leider nichts anbieten", sagte der Mann mit der beruhigenden Stimme. "Aber Sie haben ja zu Abend gegessen, kurz bevor wir Sie abgeholt haben, Herr Wallander. Wir werden Sie auch nicht lange aufhalten."Etwas an diesen Worten machte Wallander wütend. Solange er Herr Eckers gewesen war hatte er noch das Gefühl gehabt, daß ihn das Ganze eigentlich persönlich gar nichts anging. Aber jetzt war er Herr Wallander, und von ihren unsichtbaren Gucklöchern aus hatten sie ihn überwacht, hatten ihn essen sehen und nur den kleinen Fehler begangen, wenige Sekunden zu früh anzurufen, noch bevor er dazu gekommen war die Tür zu seinem Zimmer aufzuschließen.

"Ich habe allen Grund, Ihnen zu mißtrauen", sagte er. "Ich weiß nicht einmal, wer Sie sind. Wo ist Baiba Liepa, die Witwe des Majors?"

"Sie müssen meine Unhöflichkeit entschuldigen. Mein Name ist Upitis. Sie können völlig beruhigt sein. Sobald unser Gespräch hier beendet ist, werden Sie in Ihr Hotel zurückkehren können. Das garantiere ich Ihnen."

Upitis, dachte Wallander. Wie Herr Eckers. Wie auch immer er heißen mag, so heißt er bestimmt nicht."Die Garantie eines Unbekannten ist nichts wert", sagte Wallander. "Sie entführen mich, mit einer Kapuze über dem Kopf." (Hieß Kapuze wirklich hood?) "Ich bin auf Frau Liepas Bedingungen zu diesem Treffen eingegangen, weil ich ihren Mann kannte. Ich nahm an, sie könne mir etwas erzählen, was der Polizei Klarheit darüber verschafft, warum Major Liepa sterben mußte. Wer Sie sind, weiß ich nicht. Ich habe also allen Grund, Ihnen zu mißtrauen."

Der Mann, der behauptete, Upitis zu heißen, nickte nachdenklich und zustimmend.

"Ich bin ganz Ihrer Meinung", sagte er. "Aber Sie dürfen nicht glauben, daß wir ohne Grund so vorsichtig sind. Es handelt sich leider um unverzichtbare Vorsichtsmaßnahmen. Frau Liepa kann heute abend nicht bei uns sein. Aber ich spreche in ihrem Auftrag mit Ihnen."

"Wie soll ich mir dessen sicher sein? Was wollen Sie eigentlich von mir?"

"Wir möchten, daß Sie uns helfen.""Warum glauben Sie, mir einen falschen Namen nennen zu müssen? Warum ein geheimer Treffpunkt?"

"Wie ich Ihnen bereits gesagt habe, ist dies leider notwendig. Sie sind noch nicht sehr lange in Lettland, Herr Wallander. Sie werden es später verstehen."

"Wie soll ich Ihnen überhaupt helfen können?"Wieder hörte er das kaum wahrnehmbare Geräusch aus der Dunkelheit hinter dem schwachen Lichtschein der Petroleumlampen. Baiba Liepa, dachte er. Sie zeigt sich nicht, aber sie ist hier, ganz in meiner Nähe.

"Sie müssen sich noch ein paar Minuten gedulden", fuhr Upitis fort. "Lassen Sie mich etwas über Lettland erzählen."

"Ist das wirklich nötig? Lettland ist ein Land wie andere Länder auch. Obwohl ich gestehen muß, daß ich die Landesfarben nicht kenne."

"Ich glaube schon, daß es nötig ist. Wenn Sie sagen, unser Land sei wie alle anderen Länder auch, wird mir klar, daß es gewisse Dinge gibt, die Sie unbedingt verstehen müssen."

Wallander nahm einen Schluck von dem lauwarmen Tee. Er versuchte, in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Er glaubte aus den Augenwinkeln einen schwachen Lichtstreifen sehen zu können. Möglicherweise eine Tür, die nicht ganz geschlos sen war.

Der Fahrer wärmte sich die Hände an seiner Teetasse. Seine Augen waren geschlossen, und Wallander verstand, daß er sich ' nicht an dem Gespräch beteiligen würde.

"Wer sind Sie?" fragte er. "Lassen Sie mich wenigstens so viel wissen."

"Wir sind Letten", antwortete Upitis. "Wir sind zufällig während einer besonders unglücklichen Epoche in diesem gemarterten Land geboren worden, unsere Wege haben sich gekreuzt, und wir haben begriffen, daß wir eine gemeinsame Aufgabe haben, der wir uns nicht entziehen dürfen.""Major Liepa ...?" begann Wallander, ließ die Frage dann aber im Raum schweben.

"Lassen Sie mich von vorne anfangen", sagte Upitis. "Sie müssen verstehen, daß unser Land sich am Rande eines endgültigen Zusammenbruchs befindet. Wie in den beiden anderen baltischen Staaten und den anderen Ländern, die von der Sowjetunion bisher wie Kolonien beherrscht wurden, versuchen die Menschen hier, jene Freiheit wiederzuerobern, die ihnen nach dem Zweiten Weltkrieg genommen wurde. Aber die Freiheit wird im Chaos geboren, Herr Wallander, und in den Schatten lauern Ungeheuer mit grausamen Absichten. Es wäre ein katastrophaler Irrtum zu glauben, man könne einfach für oder gegen die Freiheit sein. Die Freiheit hat viele Gesichter."

Leseprobe zu "Hunde von Riga / Kurt Wallander Bd.3"

9 (S. 147-148)

Der strenge Geruch feuchter Wolle.
So würde sich Kurt Wallander an seine Autofahrt durch Riga in jener Nacht erinnern. Er hatte sich geduckt und auf den Rücksitz gesetzt, und noch bevor sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnen konnten, hatten unbekannte Hände ihm hastig eine Kapuze über den Kopf gezogen. Sie hatte nach Wolle gerochen, und als ihm allmählich der Schweiß aus den Poren drang, hatte seine Haut angefangen zu jucken. Aber seine Angst, das beklemmende Gefühl, daß etwas nicht stimmte, ganz und gar nicht stimmte, war wie weggeblasen, als er auf dem Rücksitz lag. Eine Stimme, von der er annahm, daß sie zu den Händen gehörte, die ihm die Kapuze über den Kopf gezogen hatten, redete beruhigend auf ihn ein.We are no terrorists.We just have to be cautious. Er hatte die Stimme des Anrufers wiedererkannt, die Stimme, die nach Herrn Eckers gefragt hatte, um sich dann dafür zu entschuldigen, sich verwählt zu haben. Die beruhigende Stimme klang überzeugend, und später dachte er, daß die Menschen in den chaotischen und zerfallenden Staaten Osteuropas genau dies lernen mußten. Völlig überzeugend zu wirken, wenn sie beteuerten, daß es nichts Bedrohliches gab, wenn in Wirklichkeit alles bedrohlich war.

Das Auto war unbequem. Das Motorengeräusch sagte ihm, daß es ein russisches Fabrikat war, vermutlich ein Lada. Er konnte nicht herausfinden, wie viele Menschen sich im Auto befanden, es waren mindestens zwei, denn vor ihm saß jemand, der hustete und fuhr und neben ihm saß der Mann, der beruhigend auf ihn eingeredet hatte. Hin und wieder, wenneines der Fenster heruntergekurbelt wurde, damit der Zigarettenrauch abziehen konnte, drang ein kalter Luftzug an sein Gesicht. Für einen kurzen Moment meinte er, einen schwachen Parfümgeruch im Auto wahrzunehmen, Baiba Liepas Parfüm, aber im nächsten Moment begriff er, daß dies Einbildung oder vielleicht Wunschdenken war. Es war unmöglich herauszufinden, ob sie langsam oder schnell fuhren. Aber plötzlich veränderte sich der Straßenbelag, und er nahm an, daß sie die Stadt hinter sich gelassen hatten. Von Zeit zu Zeit wurde der Wagen abgebremst und bog ab, einmal fuhren sie durch einen Kreisverkehr. Er versuchte zu schätzen, wie lange sie unterwegs waren, hatte aber bald jedes Zeitgefühl verloren. Endlich endete die Fahrt irgendwo. Der Wagen bog ein letztes Mal ab und rumpelte und holperte, als fahre er querfeldein. Der Fahrer schaltete den Motor ab, die Türen wurden geöffnet, und man half ihm aus dem Wagen.

Es war kalt, und er meinte den Geruch von Tannen wahrzunehmen. Jemand hielt ihn am Arm, damit er nicht stolperte. Er wurde eine Treppe hinaufgeführt, eine Tür quietschte in den Scharnieren, und er betrat einen Raum, in dem es warm war. Der Geruch von Petroleum schlug ihm entgegen, und plötzlich wurde ihm die Kapuze vom Kopf gezogen. Er erschrak, weil er plötzlich wieder sehen konnte. Der Schock war jetzt größer als vorhin, als man ihm die Kapuze über das Gesicht gestülpt hatte. Der Raum war länglich und hatte grobgezimmerte Holzwände, und sein erster Gedanke war, daß er sich in einer Art Jagdhütte befand. Ein Hirschkopf hing über einem offenen Kamin an der Wand, die Möbel im Raum waren aus hellem Holz gefertigt, und zwei Petroleumlampen bildeten die einzige Beleuchtung.

Kundenbewertungen zu "Hunde von Riga / Kurt Wallander Bd.3"

13 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.6 von 5 Sterne bei 13 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von li.bie aus Bad Berka am 13.08.2010 ***** sehr gut
Es beginnt mit zwei toten Männern in einem auf dem Meer treibenden Boot und endet mit einer Liebesgeschichte zwischen.... Tja haha. Na gut ich sag es euch: also zwischen dem schwedischen Kommissar und der Witwe seines ermordeten Polizeifreundes aus Riga.
Der grosse Reiz des Buches besteht darin, dass Wallanders Emotionswelt alles abverlangt wird. Das große Problem: seine Emotionswelt passt auf einen Teelöffel. Allen zu empfehlen, die Einblicke in Wallanders Innerstes haben möchten.

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Bewertung von Janssen aus Varel am 01.06.2009 ***** ausgezeichnet
Wie sollte es anders sein. Ein in allem typischer Mankell. Von Anfang an hat man sich mit Kommissar Wallander schon eingelassen, bevor es überhaupt los geht. Ich habe dieses Buch einfach nur verschlungen. So stelle ich mir Krimis aus Skandinavien immer vor. Schade ist nur, dass der doch so smarte Kommissar alleine bleibt. Ich freue mich auf den nächsten Fall.

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Bewertung von Silke aus Erfurt am 24.09.2008 ***** ausgezeichnet
Ich bin ein irre großer Fan von Henning Mankell, seit meinem ersten Buch „Mittsommermord“ von ihm. Schade in meinen Augen ist nur, dass die Übersetzungen nicht in der richtigen Reihenfolge, dass heißt wie sie geschrieben wurden sind, kamen. Wichtig zu sagen ist aber, dass dies nicht ganz so schlimm ist, denn für alle die es noch nicht wissen: Jedes Buch ist ein Fall aber trotzdem gehören sie irgendwie zusammen. Deshalb kann es passieren, das in einem Buch ein Ermittler stirb und im nächsten ist er wieder da.

Diese Krimi Serie ist in meinen Augen das Beste was Henning Mankell geschrieben hat. Aber auch andere Bücher von ihm sind gut, nur eben anders…

Henning Mankells Bücher sind wie eine Sucht, eins gelesen und man kommt nie wieder davon los. Außerdem kann man sich in seinem Schreibstil super die Landschaften und alles drum herum vorstellen. Man könnte denken selber dabei zu sein.


Alle Fälle Kurt Wallanders in der richtigen Reihenfolge:

1. Fall
Mörder ohne Gesicht (Originalausgabe 1991: Mördare utan ansikte)
Paul Zsolnay Verlag 2001
dtv 20232; 4/99

2. Fall
Hunde von Riga
(Originalausgabe 1992: Hundarna i Riga)
Paul Zsolnay Verlag 2000
dtv 20294; 1/00

3. Fall
Die weiße Löwin
(Originalausgabe 1993: Den vita lejonninan)
Deutscher Taschenbuch Verlag 1998
dtv 20150; 7/98

4. Fall
Der Mann, der lächelte
(Originalausgabe 1994: Mannen som log)
Paul Zsolnay Verlag 2001
dtv 20590

5. Fall
Die falsche Fährte
(Originalausgabe 1995: Villospår)
Paul Zsolnay Verlag 1999
dtv 20420; 4/01

6. Fall
Die fünfte Frau
(Originalausgabe 1996: Den femte kvinnan)
Paul Zsolnay Verlag 1998
dtv 20366; 10/00

7. Fall
Mittsommermord
(Originalausgabe 1997: Steget efter)
Paul Zsolnay Verlag 2000
dtv 20520; 5/02

8. Fall
Die Brandmauer
(Originalausgabe 1998: Brandvägg)
Paul Zsolnay Verlag 2001
dtv 20661; 10/03


Dieses Buch ist fast wie Kinderschokolade: Spannung, Spaß, na ja die Schokolade fehlt aber die kann man sich ja noch besorgen.

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Bewertung von Silke aus Erfurt am 24.09.2008 ***** ausgezeichnet
Ich bin ein irre großer Fan von Henning Mankell, seit meinem ersten Buch „Mittsommermord“ von ihm. Schade in meinen Augen ist nur, dass die Übersetzungen nicht in der richtigen Reihenfolge, dass heißt wie sie geschrieben wurden sind, kamen. Wichtig zu sagen ist aber, dass dies nicht ganz so schlimm ist, denn für alle die es noch nicht wissen: Jedes Buch ist ein Fall aber trotzdem gehören sie irgendwie zusammen. Deshalb kann es passieren, das in einem Buch ein Ermittler stirb und im nächsten ist er wieder da.

Diese Krimi Serie ist in meinen Augen das Beste was Henning Mankell geschrieben hat. Aber auch andere Bücher von ihm sind gut, nur eben anders…

Henning Mankells Bücher sind wie eine Sucht, eins gelesen und man kommt nie wieder davon los. Außerdem kann man sich in seinem Schreibstil super die Landschaften und alles drum herum vorstellen. Man könnte denken selber dabei zu sein.


Alle Fälle Kurt Wallanders in der richtigen Reihenfolge:

1. Fall
Mörder ohne Gesicht (Originalausgabe 1991: Mördare utan ansikte)
Paul Zsolnay Verlag 2001
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2. Fall
Hunde von Riga
(Originalausgabe 1992: Hundarna i Riga)
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Die weiße Löwin
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4. Fall
Der Mann, der lächelte
(Originalausgabe 1994: Mannen som log)
Paul Zsolnay Verlag 2001
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5. Fall
Die falsche Fährte
(Originalausgabe 1995: Villospår)
Paul Zsolnay Verlag 1999
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6. Fall
Die fünfte Frau
(Originalausgabe 1996: Den femte kvinnan)
Paul Zsolnay Verlag 1998
dtv 20366; 10/00

7. Fall
Mittsommermord
(Originalausgabe 1997: Steget efter)
Paul Zsolnay Verlag 2000
dtv 20520; 5/02

8. Fall
Die Brandmauer
(Originalausgabe 1998: Brandvägg)
Paul Zsolnay Verlag 2001
dtv 20661; 10/03


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Bewertung von anja aus saarbrücken am 01.07.2004 ***** ausgezeichnet
Das Buch habe ich im Urlaub innerhalb von 3 Tagen durchgelesen. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!

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Bewertung von Xenia aus FfM am 05.06.2003 ***** sehr gut
Ich fand das Buch im Großen und Ganzen total gut.
Manchmal ist meiner Meinung nach ein wenig zu lang gezogen worden, aber das war überschaubar und auch nicht so schlimm und lang, dass man das Buch hätte zur seite legen müssen ;)
Für Krimi-Freunde sicher echt zu empfehlen :))

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Bewertung von Daniel S. aus Gießen am 03.08.2002 ***** sehr gut
Ein spannendes Buch und auch sprachlich hervorragend dargestellt. Jedoch mag ich es nicht, wenn hinter Taten politische Motive stecken. Alles in allem jedoch eine gute Feierabendlektüre. Für alle Leser, die mit Politik gewürzte Romane mögen, auf alle Fälle empfehlenswert!

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Bewertung von H. Croissant aus Leipzig am 10.12.2001 ***** ausgezeichnet
Auch wenn die Motive des Kommissars nicht unbedingt nachvollziehbar sind:
Die Spannung zwischen Zivilcourage, persönlich motiviertem Engagement und Angst fesselt.

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Bewertung von Jan Franz aus Dresden am 23.01.2001 ***** ausgezeichnet
Sehr spannendes Buch. Ich werde mich gleich auf die Suche nach weiteren Büchern dieses Autors machen. Lohnt sich. Gehört zu meinen Lieblingsbüchern.
Meine Freundin machte mich zum Mankell-Fan.
Dieses Buch motiviert, mehr über aktuelle Themen zu Osteuropa-Fragen nachzudenken; über die Geschichte und den Zerfall der Sowjetunion und die bestehende Korruptionsgesellschaft sowie über die Zukunft der baltischen Länder.

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Bewertung von Hans Klein aus Erwitte am 21.08.2000 ***** gut
Ich finde, das ist eine haarsträubende Story, die uns Henning Mankell hier auftischt. Nach dem Roman "Mörder ohne Gesicht" hatte ich eine Geschichte erwartet, die von ihrer Atmosphäre her insgesamt ähnlich stimmig war. Ich war am Ende jedoch eher enttäuscht, da ich der Konstruktion der Geschichte keine Glaubwürdigkeit abgewinnen konnte. Insbesondere die ins Gesamtgeschehen eingebettete Liebesgeschichte hatte für mich einen haarsträubenden Charakter.
Ich will dem Roman eine gewisse Spannung nicht absprechen, aber insgesamt war es meiner Meinung nach ein eher fades Lesevergnügen.

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