Welche Erkenntnis stand den Wahrheitssuchern des indischen
Subkontinents zur Verfügung? Welche ethischen Regeln fanden sie für
den Einzelnen und die Gemeinschaft? Was ist die Natur des Menschen?
Gibt es Götter und wenn ja, wie mächtig sind sie eigentlich? Was
ist das Prinzip des Kosmos? In Umbrüchen und Reformbewegungen, in
der Begegnung mit archaischen Religionen, aber auch mit Islam und
Christentum hat sich die moderne religiös-philosophische Weltsicht
des Hinduismus und Buddhismus mit einer Fülle von Schulen
entfaltet. Die Lehren von der Teilhabe des Individuellen am
Absoluten, von Wiedergeburt, Erleuchtung und spirituellen Meistern,
von Yoga- und Meditationswegen üben seit dem letzten Jahrhundert
eine spürbare Faszination auf viele Menschen im Westen aus.
Sorgfältig ausgewählte, charakteristische Textdokumente, ihre
historische Verortung und modellhafte aktuelle Interpretation
bieten für den wertorientierten Unterricht in der Schule und für
alle Interessierten fundierte Anregungen, um aus der Begegnung mit
dem Fremden neue, fachkundig bereicherte eigene Perspektiven zu
entwickeln.