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| Bewertung von Themistokeles am 05.04.2012 | |
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Das Leben zwischen den Kriegen, während der künstlerischen Stilrichtungen Surrealismus und Dadaismus war ein Leben nahe des Wahnsinns. Ein Leben bestimmt durch verrückte Feiern und die Art das Leben als großes buntes Schauspiel zu betrachten. Vor dieser Kulisse entwickelt sich eine der größten Liebesgeschichten in der Künstlerszene dieser Zeit. Eine blutjunge Kunststudentin aus England und ein gestandener deutscher Künstler suchen ihre Liebe und ihre Kunst gemeinsam in der Künstlerszene Frankreichs. Gerade in dieser Künstlerszene kann man sich einfach nur grandios einfühlen als Leser, denn insbesondere diese Darstellung ist genial gelungen und man kann sich geradezu vorstellen sich unter den sich treffenden Künstlern zu befinden und den Feiern beizuwohnen. Um ihrer Kunst noch nähre zu kommen entfliehen die Protagonisten diesen Strukturen jedoch aufs Land. Dort angekommen wächst nicht nur ihre Kunst, sondern vor allen Dingen ihre Liebe zueinander und bald halten sie es kaum noch ohne einander aus, während sie gemeinsam wie im Rausch am Rand des Wahnsinns leben. Dann jedoch beginnt der Blitzkrieg der Nationalsozialisten und die beiden werden durch seine Nationalität auseinander gerissen. Das Leben am Rand des Wahnsinns ist vorbei und beide müssen sich entscheiden nun in der Realität anzukommen oder dem Wahnsinn vollkommen zu verfallen. Gerade dieser Wahnsinn ist durchweg, soweit von den Charakteren erreicht, genial dargestellt und selbst als Leser weiß man in einigen Situationen nicht, was Wahrheit und was Wahnsinn ist und die Unterscheidung zwischen Realität und Wahnvorstellung verschwimmt immer mehr. Neben dieser Liebesgeschichte und der Kunst ist in nicht minder künstlerischer und bildhafter Sprache, jedoch auch sehr realistisch, der Krieg dargestellt und die Schwierigkeiten der Deutschen, die im Ausland lebten. Zunächst fiel es mir zwar ein wenig schwer mich mit den Figuren Laura und Harry zu identifizieren und viele ihrer Gedanken, Handlungen und Entscheidungen konnte ich gar nicht nachvollziehen, aber sie waren trotzdem von Beginn an interessante Charaktere. Besonders klar wurde mir das, nachdem mir das Licht aufging, dass die beiden auf realen Menschen basieren, deren Kunst und Geschichte ich schon immer recht interessant fand. Wessen Leben hier in dieser Geschichte fiktionell aufgearbeitet wurde, werde ich jedoch nicht sagen, aber wer sich mit der Kunst ein wenig auskennt, der wird es selbst beim Lesen sehr schnell herausfinden können. Eindeutig wird das Buch durch seine künstlerischen Aspekte, dem Künstler auf dem es basiert, gerecht, jedoch muss man als Leser insbesondere mit dem Wahnsinn im Buch und dem Leben in seiner Nähe klar kommen, ansonsten fällt es schwer in die Geschichte hineinzukommen und das Buch kann einem dann wohl eher auch nicht unbedingt gefallen. Kann man damit jedoch umgehen und lässt sich trotz der Wirren nicht vollkommen verwirren, dann ist es auch seine Weise ein sehr gutes Werk. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von goldlola am 01.03.2012 | |
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Als ich das Buch bekommen habe, war ich erstmal überrascht, da es recht groß und dick war. Ein richtiger Wälzer sozusagen. Nachdem ich aber angefangen habe das Buch zu lesen, war dies gar nicht mehr so abschreckend und ich kann sagen, dass Buch ist ein genau richtig zum Schmökern! Das Cover ist schlicht, aber dennoch genau richtig für dieses Buch. Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich daher flüssig lesen. Das Buch beginnt mit einer ungleichen Begegnung zweier Personen, die sich dennoch zueinander hingezogen fühlen. Der Kunststudentin Laura und dem älteren Künstler Harry. Zwischen beiden besteht von erster Sekunde an eine Art Vertrautheit, die sich im weiteren Verlauf zu einer großen Liebe mit Höhen und Tiefen entwickelt. Die junge Laura ist fasziniert von diesem älteren Mann, den sie schon seit kleinster Kindheit in ihren Träumen gesehen hat. Dies ist der einzige Punkt an der Geschichte, den ich bemängeln möchte: Es erscheint mir recht absurd, dass ein kleines Mädchen von einem alten Zauberer träumt, der sie irgendwann vom einengenden eigenem Leben befreien wird. Das Träumen von Zauberern an sich ist zwar nicht absurd, aber dass sich daraus eine Liebschaft entwickelt schon. Nun denn, wenn man diesen Punkt ausklammert und sich ganz der innigen Liebe der beiden widmet, wird man gefesselt von der Geschichte. Gegen den Willen der konservativen Eltern reist Laura dem alten Harry nach und hat es sich in den Kopf gesetzt mit ihm Ihre Jungfräulichkeit zu verlieren. Harry hat jedoch ein Gelübde abgelegt und erfüllt Laura den Wunsch nicht. Die sich darüber wie ein kleines Kind ärgert und das Wesen Harrys noch nicht entschlüsseln konnte. Die Beziehung der beiden muss vielen äußeren schädigenden Einflüssen standhalten. Harrys Ex-Frau taucht auf und möchte ihn zurückerobern. Nun muss Laura mit ihr konkurrieren. Das stellt sich für die junge Frau jedoch nicht so einfach dar, da Harry keine klare Stellung bezieht. Hier leidet man richtig mit dem Auf und Ab der jungen Frau und dieser schwierigen Beziehung. Laura lässt Harry daraufhin sitzen und geht mit einem Mexikaner fort. Harry begnügt sich derweil mit Florence, seiner Ex-Frau. Während der Trennung der beiden vermisst Laura Harry jedoch sehr stark und fühlt sich immer noch zu ihm hingezogen. Eines Tafes kehrt sie zurück zu Harry und die Kunst ist die Sprache der Versöhnung beider. Es kommt zur Erfüllung Lauras innigsten Wunsches und Harry spricht die Worte "Ich liebe dich" aus. Hier beginnt der glückliche Teil der Beziehung. Beide ziehen aufs Land und leben ein schönes Leben voller Kunst und Liebe. Bis zu dem Tag, an dem Harry Frankrreich verlassen muss und in ein Internierungslage gebracht wird. Laura ist somit der Lebensinhalt genommen worden und sie versucht vergeblich Harry wiederzufinden. Nach längerer Zeit finden sich begegnen sich beide endlich wieder und die Beziehung bekommt nun ihre endgültige Wendung. Fazit: Das Buch ist eine romantische und spannende Geschichte über die Liebe und die Kunst. Geschickt wird mit Provokation gearbeitet und man weiß nicht, ob man dafür oder dagegen ist. Am Ende lässt man sich einwickeln in die Geschichte der beiden und ist gespannt auf das Ende. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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Bewertung von Mel.E aus L. am 16.10.2011 |
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Windsbraut! Von Peter Prange habe ich nun schon einige Bücher gelesen und da "Himmelsdiebe" im Katalog von Vorablesen vorhanden war, setzte ich es auf meine Liste. Ich gestehe, daß mir das Buch einfach zu lang war und meiner Meinung nach das eine oder andere wirklich gestrichen werden hätte können, denn es zog sich wie Kaugummi und ich musste mich wahrhaft zusammen reißen um es zuende zu Lesen. Wirklich mitgerissen hat es mich nicht! Vielleicht liegt es aber auch an mir, da ich mit Kunst nichts anzufangen weiß und es mich daher nicht angesprochen hat? Wer weiß das schon? Happy End? Fehlanzeige! Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von Bücherwurm am 27.06.2011 | |
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Vorab: Es ist eines der besten Bücher, die ich bislang gelesen habe. Die amour fou zwischen Harry und Laura ist hemmungslos, rücksichtlos und wirklilch verrückt. Sie sind so gefangen in der Welt ihrer Liebe, das sie den Blick für die Realität verlieren und sich ihren eigenen Kosmos erschaffen, der sich allein von Liebe und Kunst ernährt. Teilweise sind die Sequenzen im Buch sehr traumhaft. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die genaue Beschreibung der Kunstwerke von Harry und Laura. Man kann die Kunst aufgrund der Beschreibungen des Autors regelrecht erfühlen und erleben. Gerade dieses Element macht das große Fascinosum des Buches aus. Ich habe es geliebt über die Entstehung der Kunstwerke zu lesen. Die fast surreale Welt von Harry und Laura zerbricht am Ende genauso wie ihre Beziehung zueinander.Dieser Schritt wurde nötig, um den Blick für die Realität zurück zu erhalten. Dieses Buch ist ein großes Stück Literatur, das berührt und fesselt. Grandios! Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 02.02.2011 |
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Stark wie der Tod ist die Liebe Himmelsdiebe erzählt die Geschichte von Harry und Laura. Die beiden begegnen sich in London auf eine Ausstellung Harrys und finden im anderen sofort einen Seelenverwanten. Obwohl Harry wesentlich älter ist, brennen die beiden nach Frankreich durch. In einem kleinen Ort errichten sie sich ihr Zauberhaus und verleben eine Zeit fern der Wirklichkeit, nah des Wahnsinns miteinander. Sie lassen sich fallen, leben nur noch für den anderen und ihre Malerei. Nie nüchtern, nie in der Realität. Der Zweite Weltkrieg ist ausgebrochen. Doch dies dringt erst zu ihnen, als Harry als deutscher Aufwiegler verhaftet und in ein Zwangslager verbracht wird. Lauras Abstieg zurück in das wahre Leben beginnt. Dank ihrer Freundin Geraldine gelingt ihr die Flucht über Spanien und schließlich nach Amerika. Auf dem Weg dorthin heiratet sie Roberto, um endlich von Harry los zu kommen. Harry sucht Trost bei der reichen Amerikanerin Debbie, die seine Förderin und spätere Ehefrau wird. Peter Prange hat einen sehr gefühlvollen Roman geschaffen. Die Liebenden Harry der Zauberer und Laura seine Windsbraut sind meisterhaft ausgearbeitet. Man lebt, leidet und hofft mit den beiden. Der Leser ist gefangen in dem Wahnsinn der Liebe, die die beiden umfängt und driftet mit ihnen in eine andere Welt. In eine Welt, in der nur noch der andere zählt, die totale Aufgabe der Realität. Sehr gut ist dem Autor die Verknüpfung zu dem Zeitgeschehen gelungen. Die Wirren und Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs, die Hoffnungslosigkeit, die Verbohrtheit der Nazisympahtisanten und die kleinen Hoffnungsschimmer, die immer dort auftauchen, wo keiner mit gerechnet hätte. Gut fand ich auch die Nebenfiguren. Sie wurden nicht nur am Rande beschrieben, sondern mit in die Liebesgeschichte eingearbeitet. Neben Bobby, Harrys Sohn und den neuen Partnern der beiden, kommen auch die bekannten Künstler nicht zu kurz oder die Nachbarschaft um ihr Zauberhaus. Kleine Figuren, wie der Briefträger werden plötzlich groß. Der Schreibstil ist eine Mischung aus Romanerzählstil und Zeitgeschehen. Genau dies macht das Buch für mich so richtig lesenswert. Man hat das Gefühl, dass die Geschichte, so wie sie geschrieben wurde, tatsächlich wahr sein könnte. Mein Fazit: Eine Hommage an die Liebe! Absolut lesenwert! Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von evelynmartina am 30.09.2010 | |
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„Himmelsdiebe“ ist eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, wie sie tabuloser und kompromissloser nicht sein kann. Laura Paddington, eine Kunststudentin aus behüteten Familienverhältnissen, lernt 1937 in London auf dessen Vernissage den viel älteren deutschen Maler Harry Winter kennen, in den sie sich unsterblich verliebt. Er ist ihr „Großer Zauberer“, den sie sich erträumt hat und dem sie nach Frankreich folgen will. In Paris erlebt sie eine völlig neue Welt, die ausschweifende und frenetische Kunstszene, in die sie als „Windsbraut“ eingeführt wird, die aber nicht von der Ideologie des Nationalsozialismus verschont bleibt. Da Harry’s Bilder in Deutschland bald als „entartet“ deklariert werden, flieht er, als der Zweite Weltkrieg ausbricht, mit Laura in ein abgeschiedenes Dorf in der Provence. Dort geben sie sich voll und ganz ihrer Kunst hin, schaffen sich ihr eigenes Paradies „sehen, malen und lieben“. Doch die Wirklichkeit holt sie ein, Harry wird in ein Internierungslager gebracht. Die Trennung hat für beide weitreichende Folgen. Auf beeindruckende und einfühlsame Art beschreibt Peter Prange in seinem Roman die hemmungslose Liebe zweier Menschen, die vor allem durch ihre gemeinsame Leidenschaft zur Kunst miteinander verbunden sind, indem sie einen Spagat zwischen Realität und Wahnsinn vollführen. Prange’s Erzählweise ist sehr bildhaft, sein Sprachstil passend zur entsprechenden Atmosphäre, zum einen gefühlsbetont und schillernd, zum anderen derb und provokativ. Der Autor versteht es perfekt, die geschichtlichen Hintergründe in das Geschehen einzubauen, so dass ein vollständiges, in sich abgeschlossenes Werk entsteht. Trotzdem ist es für mich schwer gewesen, verschiedene Handlungsschritte der Protagonisten nachzuvollziehen. An manchen Stellen habe ich mich Kopf schüttelnd gefragt, wie man nur so blauäugig und naiv sein kann. Harry’s Persönlichkeit ist mir fremd geblieben, zu selbstsüchtig und egozentrisch habe ich ihn empfunden. Dahingegen haben mir die Phasen der Veränderung, die Laura durchläuft, gut gefallen. Obwohl es im Verlauf der Handlung einige Längen gibt, baut sich durchaus Neugier auf das Ende auf, das ich für schlüssig und konsequent halte. Peter Prange betont in seinen Nachbemerkungen, dass es sich bei „Himmelsdiebe“ um eine rein fiktive Erzählung handelt, dennoch sind offensichtliche Parallelen zum Leben und Wirken des deutschen Malers Max Ernst zu erkennen. Wer sich auf die im wahrsten Sinne des Wortes phantastische Geschichte, die Liebe, Kunst, Geschichte, Vernunft und Irrsinn vereint, einlassen kann, der wird sicherlich begeistert sein. Mir ist dies nur zum Teil gelungen. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von Wortakrobat am 11.09.2010 | |
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VON DEN GRENZEN DER WIRKLICHKEIT Ein ungewöhnliches Buch, das mit Fantasie und Leidenschaft den Leser in seinen Bann zieht. Die angehende Künstlerin Laura Paddington und der um viele Jahre ältere Harry Winter, der sich in der Künstlerszene der 30iger Jahre bereits einen Namen gemacht hat, lernen sich in Paris kennen und lieben. Doch die beiden verbindet mehr als nur die Malerei: Sie schaffen sich ihre ganz eigene Welt, in die die beiden eintauchen und trunken vor Liebe die Grenzen der Realität überschreiten. Niemals wieder wollen sie nüchtern werden, so schwören es die beiden sich. Doch eines Tages holt sie dann doch der ganz reale Schrecken dieser Zeit in Form der Nationalsozialisten ein und trennt das Paar... Und auch verschiedene andere Schicksalsschläge zeigen den beiden auf, dass es nicht möglich ist in seiner Fantasie der Wirklichkeit gänzlich zu entfliehen. Das Buch ist nicht spannend im klassichen Sinne, dennoch fesselt es beim Lesen. Die Geschichte lebt vom Unerwarteten und vor allem auch von seinen bildhaften Beschreibungen. Der Schreibstil ist in diesem Buch das große Plus: Der Autor fängt die Stimmung im Buch gekonnt ein und es gelingt ihm auch für den Leser die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie verschwimmen zu lassen. Ein verrückter und bunter, manchmal aber auch trister, Reigen an fantastischen Bildern und Ereignissen entführt den Leser in die traumhafte und gleichsam sehr intime Welt der beiden Protagonisten. Man lernt sich beim Lesen mit der Zeit in die Personen und deren Seeln hineinzuversetzen und sieht die Welt mit deren Augen. Leider ist das Buch aufgrund der oftmals traumgleichen Sequenzen nicht immer ganz leicht zu lesen und man verliert hier und da den roten Faden der Story aus den Augen. Trotzdem ein Buch, das zum Träumen und Schmökern auf recht hohem Niveau einlädt und den Leser in eine wunderbare, fast grenzenlose Welt entführt. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von Julz aus Hildesheim am 25.08.2010 | |
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Laura, die Kunststudentin, trifft bei einer Ausstellung den doppelt so alten Künstler Harry. Die Protagonisten des Romans ,Himmelsdiebe' des Bestsellerautors Peter Prange verlieben sich in einander und müssen sich von da an ständig gegen Vorurteile durchsetzen. Vor allem Lauras Eltern sprechen sich entschieden gegen die Verbindung ihrer Tochter mit dem alten Künstler aus, doch umsonst, denn Laura fühlt eine tiefe Verbindung und Liebe zu Harry, die ihre Eltern nicht auflösen können. In Frankreich, wohin sie vor den Urteilen geflohen sind, kommt es zu Beziehungsproblemen zwischen dem ungleichen Paar. Da Harry auch noch Deutscher ist und seine Kunst kurz vor dem Zweiten Weltkrieg als entartet abgestempelt wird, hilft es dem Paar nicht weiter. Von da an läuft es mit der Beziehung bergab, aber irgendwie raffen sich die beiden immer wieder auf. Eine Geschichte über die Liebe und die Probleme eines ungleichen Paares, welches mit vielen Vorurteilen und der Historie der damaligen Zeit zu kämpfen hat. Peter Prange erzählt sie auf eine wundersame Weise, die den Leser tief berührt und mit den Protagonisten fühlen lässt. Es ist nicht schwierig, Sympathie für das Paar aufzubauen und dieses durch den ganzen Roman zu begleiten. Oft verspürt der Leser Mitleid mit dem Paar, da ihnen das Glück versagt bleiben soll. Ein fantastischer Roman, der mit Sicherheit wieder ein Bestseller werden wird! Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von Sauerkirsche aus Stuttgart am 23.08.2010 | |
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Die englische Kunststudentin Laura Paddington schaut sich in London auf das Drängen ihrer Freundin Geraldine hin eine Ausstellung des deutschen Malers Harry Winter an. Da es sich um die Vernissage handelt ist dieser persönlich zugegen und lernt Laura kennen. Er spricht in Rätseln, aber sie verliebt sich sofort in seine eisblauen Augen und die Magie die ihn umgibt. Ihre Kindheit verbrachte sie in der Obhut ihrer reichen Eltern auf einem Landsitz in England. Damals schon träumte sie davon dass ein großer Zauberer sie aus ihrem langweiligen Alltag erlösen wurde. Auf der Vernissage ist sie überzeugt das Harry Winter der Zauberer ist auf den sie so lange gewartet hat - ohne lange zu überlegen lässt sie ihr behütetes Leben hinter sich und folgt Harry nach Paris. Im Kreise der Künstlerfreunde von Harry wird sie zur Muse und Geliebten. Harry der Frauenheld wird von seinen alten Geschichten eingeholt und muss Laura zeitweise verlassen, diese schwört sich von Harry zu lernen, wie man malt, lebt und sieht und beschließt mit seinen Frauengeschichten leben zu müssen. Mathilde Harrys erste Frau ist Jüdin, sie haben einen gemeinsamen Sohn Bobby - dieser wandert nach Amerika aus und würde alles dafür tun seine Eltern wieder als Paar vereint zu sehen. Florence war zuletzt an Harrys Seite, sie hatten sogar ein gemeinsames Kind aber Harry zwingt Florence, die bis zur Selbstaufgabe bereit ist alles für die Liebe zu Harry zu tun, abzutreiben. Ein Eingriff worunter diese ihr restliches Leben leiden wird. Während der Frauenheld Harry sich wandelt und Laura ernsthaft zu lieben beginnt, gewinnen in Deutschland die Nazis an Macht. Harry Winter wird zum entarteten Künstler ernannt und fortan in Deutschland verfolgt. Das politische Geschehen in Deutschland interessiert Harry nicht im geringsten er lebt im Jetzt und ist mit Laura sehr glücklich. Sie malen gemeinsam und inspirieren sich gegenseitig. Als sie im Sommer nach Saint-Odile in eine baufällige Villa in den Weinbergen ziehen scheint ihr Glück perfekt. Über Monate hinweg gibt es nur Dada und seine Windsbraut. Dada ist Harrys männliches Ego, Windsbraut nennt er seine Laura. Sie leben fernab der Wirklichkeit. Erotik und Kunst über alles. Erst als Harry von Beamten abgeholt wird und in ein Internierungslager in Frankreich deportiert wird holt sie die Wirklichkeit ein. Harry erlebt schreckliche Monate der Gefangenschaft und Laura zerbricht an dessen Abwesenheit, sie entwickelt eine schwere Psychose und ist unberechenbar. Erst als die Deutschen sich mit den Italienern verbünden und die Gefechte in Südfrankreich zunehmen kapituliert Frankreich, die Häftlinge werden kurz zuvor frei gelassen. Die Kapitulation zwingt Frankreich Juden und andere gesuchte Deutsche an die Nazis auszuliefern um diesem Schicksal zu entfliehen versteckt sich Harry nach seiner Freilassung in einer Berghütte an der Ardèche, es gelingt ihm mit Hilfe einer reichen amerikanischen Kunstsammlerin, die sich unsterblich in Harry verliebt hat über Lissabon nach New York zu fliehen. Laura hingegen flieht ebenfalls mit Hilfe ihrer Freundin Geraldine vor den Nazis. Geraldin gibt Laura in San Sébastian in eine psychatrische Klinik, wo Laura monatelang behandelt wird. Sie hat Hallutinationen und kann Wirklichkeit und Phantasie nicht mehr voneinander unterscheiden. Die Ärzte sehen in Harry den Grund für ihren verwirrten Geisteszustand und schärfen ihr ein, sich niemals mehr auf ihn einzulassen. Laura selbst hat Zweifel an Harrys Liebe, da sie sich schon so lange nicht mehr gesehen haben. In Lissabon schließlich kommt es zu einem Wiedersehen, welches leider ernüchternd abläuft. Laura hat versprochen Harry von sich zu weisen, sie kommt ihrem Versprechen nach und versetzt Harry damit einen Stich ins Herz. Getrieben von ihren Gefühlen heiratet sie überstürzt einen mexikanischen Matador, der ihr seit geraumer Zeit schon den Hof macht. Werden die beiden je wieder zueinander finden? Ein geniales Buch dass einen Ehrenplatz im Bücherregal verdient Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von H. Nolten aus AC am 10.08.2010 | |
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Ein genialer Streich Eine Geschichte über Liebe und Kunst klingt für den normalen anspruchslosen Leser irgendwie langweilig. Aber wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, wird man von der ersten bis zur letzten Seite wahrlich in den Sog gerissen. Der Autor Peter Prange hat mit diesem Werk richtig gute Arbeit geleistet. Nicht nur das Geflecht der beiden Protagonisten, die sich stets auf der Flucht befanden (manchmal auch vor der Realität), sonder auch die geniale Einbettung in einer Zeit, die aus deutscher Sicht, nicht mit Glanz beschmückt war, ist extrem gut gelungen. Vor dieser historischen Kulisse gesehen, entwickelt sich dieser Roman in einem rasanten Tempo zu einem Seitenvertilger par excellence. Der Spannungsbogen steigt mit jeder Seite. Die Geschichte nimmt so manche kluge Wendungen ohne unglaubwürdig zu wirken. Sie ist nicht vorhersehbar und das Ende ist weder glücklich noch traurig, sonder realistisch. Dieser Umstand ist für mich besonders bemerkenswert. Das Ende gebührt den beiden Liebenden ein Leben in Liebe, mit anderen Vorzeichen. Mehr möchte ich nicht verraten. Für mich gehört dieses Buch zu den Highlights in 2010! H. Nolten Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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