Herzog - Bellow, Saul

Saul Bellow 

Herzog

Roman

Aus d. amerikan. Engl. v. Walter Hasenclever. Überarb. v. Bärbel Flad
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Herzog

"Ein herrlicher Roman: düster-sarkastisch, komisch, ausschweifend und doch wunderbar konstruiert, sinnlich und äußerst intelligent.". Sunday Times. Moses Elkanah Herzog steckt in einer tiefen Lebenskrise. Unter tragikomischen Umständen versucht er in einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und den geistigen Strömungen seiner Zeit Bilanz zu ziehen. Professor Moses Herzog hat das Gefühl verrückt zu werden. Seine Verpflichtungen an der Universität hat er aufgegeben. Er ist nicht mehr in der Lage, den zweiten Band seines großen Werkes über die Romantik zu vollenden. Bei seinen reichen Brüdern steht er in der Kreide. Vor allem aber trägt er daran, dass auch seine zweite Ehe zerbrochen ist - die kapriziöse Madeleine hat ihn mit seinem besten Freund betrogen. Zwar erwartet ihn in New York die verführerisch-schöne Ramona, aber er flieht in sein verfallendes Haus in den Berkshires. Immer wieder verstrickt er sich in absurde und lächerliche Situationen, weil sein Kopf von Gedanken überquillt. Der innere Aufruhr bricht sich Bahn in langen Monologen, vor allem aber in Briefen, die Herzog nie abschickt. Er schreibt an Tote und Lebende, an seine Familie in Chicago, an seine geschiedenen Frauen, an Philosophen und Politiker. Schonungslos rekapituliert er so sein Leben und äußert vehement seine Ansichten zu den geistigen Strömungen seiner Zeit. Aus der gelungenen Verknüpfung von Briefen und Handlung entsteht die Geschichte eines Mannes, eines jüdischen Intellektuellen, der geliebt und gelebt hat, aber oft an den praktischen Dingen des Lebens gescheitert ist, nun aber versucht, ein neues Verhältnis zur Wirklichkeit zu finden. "Die schönsten, die musikalischsten Sätze, die ich je gelesen habe." Dave Eggers

Moses Elkanah Herzog steckt in einer tiefen Lebenskrise. Unter tragikomischen Umständen versucht er in einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und den geistigen Strömungen seiner Zeit Bilanz zu ziehen. Professor Moses Herzog hat das Gefühl verrückt zu werden. Seine Verpflichtungen an der Universität hat er aufgegeben. Er ist nicht mehr in der Lage, den zweiten Band seines großen Werkes über die Romantik zu vollenden. Bei seinen reichen Brüdern steht er in der Kreide. Vor allem aber trägt er daran, dass auch seine zweite Ehe zerbrochen ist - die kapriziöse Madeleine hat ihn mit seinem besten Freund betrogen. Zwar erwartet ihn in New York die verführerisch-schöne Ramona, aber er flieht in sein verfallendes Haus in den Berkshires. Immer wieder verstrickt er sich in absurde und lächerliche Situationen, weil sein Kopf von Gedanken überquillt. Der innere Aufruhr bricht sich Bahn in langen Monologen, vor allem aber in Briefen, die Herzog nie abschickt. Er schreibt an Tote und Lebende, an seine Familie in Chicago, an seine geschiedenen Frauen, an Philosophen und Politiker. Schonungslos rekapituliert er so sein Leben und äußert vehement seine Ansichten zu den geistigen Strömungen seiner Zeit. Aus der gelungenen Verknüpfung von Briefen und Handlung entsteht die Geschichte eines Mannes, eines jüdischen Intellektuellen, der geliebt und gelebt hat, aber oft an den praktischen Dingen des Lebens gescheitert ist, nun aber versucht, ein neues Verhältnis zur Wirklichkeit zu finden."Die schönsten, die musikalischsten Sätze, die ich je gelesen habe." (Dave Eggers)


Produktinformation

  • Abmessung: 209mm x 137mm x 29mm
  • Gewicht: 500g
  • ISBN-13: 9783462036527
  • ISBN-10: 3462036521
  • Best.Nr.: 23844799
"Ein herrlicher Roman: düster-sarkastisch, komisch, ausschweifend und doch wunderbar konstruiert, sinnlich und äußerst intelligent.". (Sunday Times)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.03.2009

Entweder man brennt, oder man verfault

"Die Abenteuer des Augie March", "Humboldts Vermächtnis" und "Herzog": In Neuübersetzungen dieser drei großen Romane ist Saul Bellow jetzt als einer der größten amerikanischen Autoren wiederzuentdecken.

Von Thomas David

Dort sitzt er, der Adler, und raschelt mit dem Gefieder. Seine Augen gleichen harten Edelsteinen, sie sind von kalter Grausamkeit, sein Zischen klingt wie rutschender Schnee. In den Menschen, denen Augie und Thea während ihrer Fahrt durch Mexiko begegnen, erweckt der Anblick des Vogels religiöse Ehrfurcht, einen stillen, würdevollen Ernst. Sein Kot ist von beißendem Gestank. Er hat rostrote, feurige Federn, er ist jung und hat noch keinen weißen Kopf: Er erhebt sich stolz aus dem Reich der Mythen und Legenden, und als Augie den Adler zum ersten Mal sieht, trübt sich sein Blick, und Augie fühlt sich benommen und schwach. Dieser Adler, so Augie, "wirkte wie ein naher Verwandter des Vogels, der sich einmal am Tag auf Prometheus niedergelassen hatte". Dieser Adler, so Saul Bellow in "Die Abenteuer des Augie March", "lebte nur für seine Bedürfnisse, deren fleischgewordenes Manifest" er …

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Saul Bellow,geb. 1915 in Lachine/Quebec (Kanada) wuchs in Chicago auf. Er studierte Soziologie und Anthropologie und lehrte an verschiedenen Universitäten. Für sein umfangreiches literarisches Werk erhielt Saul Bellow zahlreiche Auszeichnungen, 1976 den Nobelpreis für Literatur. Bellow starb 2005 im Alter von 89 Jahren in Brookline / Mass.

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