Helmuth James von Moltke - Köhler, Jochen

Jochen Köhler 

Helmuth James von Moltke

Geschichte einer Kindheit und Jugend

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Helmuth James von Moltke

"Ein Meisterwerk." -- Deutschlandradio Kultur

"Ein Meisterwerk."
Deutschlandradio Kultur
Helmuth James von Moltke, 1945 hingerichtet, gilt als "der beste Kopf des deutschen Widerstands gegen Hitler" (Die Zeit). Auf der Grundlage vieler bislang unbekannter Quellen porträtiert dieses Buch den Gründer des Kreisauer Kreises als Kind und jungen Mann. Moltkes Entwicklung und Persönlichkeit schildert Jochen Köhler stilistisch brillant und mit außergewöhnlichem Einfühlungsvermögen. Zugleich entwirft er das Panorama eines Lebensgefühls und einer ganzen Epoche.
"Köhler ist ein grandioser Erzähler."
Die Zeit
"Ein ungewöhnlich dichtes
und sprachgewaltiges Buch."
Die Welt


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 400 S. m. Fotos. 190 mm
  • Seitenzahl: 394
  • rororo Taschenbücher Nr.62168
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 115mm x 33mm
  • Gewicht: 300g
  • ISBN-13: 9783499621680
  • ISBN-10: 3499621681
  • Best.Nr.: 29849919
"Ein Meisterwerk." (Deutschlandradio Kultur)

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Alexander Kissler ist von Jochen Köhlers Biografie des 1945 hingerichteten Widerstandskämpfers Helmuth James Moltke, die er nicht mehr vollenden konnte, sehr beeindruckt. Die Lebensbeschreibung, die bereits 1934, also vor dessen Widerstandsaktivitäten, abbricht, weil Köhler im Juni 2007 vor Vollendung seines Buches starb, schere sich keinen Deut um Wissenschaftlichkeit oder akademische Gepflogenheiten, wie nicht zuletzt der mitunter salopp anmutende Stil des Verfassers beweise. Sie will laut Rezensent die innere Entwicklung Moltkes, seine Verbundenheit mit seiner niederschlesischen Heimat und sein Lebensgefühl plastisch nachzeichnen. Das könne schon mal "irritieren", etwa wenn sich Köhler bei dünner Quellenlage auf die eigene Imagination verlässt, räumt Kissler ein. Wenn der Autor in der Ich-Form über den Biografierten schreibt, wirke das aber erstaunlicherweise nie "kokett" oder "kitschig", lobt der Rezensent, den die "Lebensklugheit", Neugier und "Daseinsfreude", die das Buch ausstrahlt, sehr anzieht. Dass er ein Alt-Achtundsechziger war, daraus mache der Autor schon durch die "Begrifflichkeit" keinen Hehl, fällt Kissler noch auf, für den diese faszinierende Lebensbeschreibung eine "doppelte Tragik" umfängt, die des 1945 in Berlin-Plötzensee Hingerichteten Moltkes und die seines zu früh verstorbenen Biografen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2008

Das Weltwachwerden des Widerstandskämpfers
Jochen Köhlers Biographie über Helmuth James von Moltke ist ein Fragment voller Lebensklugheit
Das Leben des Widerstandskämpfers Helmuth James von Moltke endete am 23. Januar 1945 im Gefängnis Berlin-Plötzensee. Wenige Wochen vor Kriegsende wurde der führende Kopf des „Kreisauer Kreises” hingerichtet. Seine nun vorgelegte Biographie von Jochen Köhler bricht bereits mit der Südafrikareise des Ehepaars von Moltke im März 1934 ab. Die späteren Jahre und damit die entscheidenden Metamorphosen und Katastrophen fehlen, weil auch der Biograph vor der Zeit starb. Von doppelter Tragik ist das Fragment also umstellt, und doch atmet es auf jeder Seite eine Daseinsfreude, eine Wissbegier, eine Lebensklugheit, die alles Gerundete und Gesunde hinter sich lassen. „Zack”, schreibt Jochen Köhler einmal über den Liebesbrief des 22-jährigen Helmuth James an seine spätere Frau Freya, „zack, strömte von unten bis oben oder von oben bis unten die Freude in die Achtzehnjährige.”
So formuliert niemand, der sich um historiographische Standards oder akademische Fußnoteneinzelheiten schert. Auch der häufige Rückgriff …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.12.2008

Doppelt verwurzelt gegen Hitler
Der Widerstandskämpfer Helmuth James Graf von Moltke: Kindheit und Jugend

"Als ich geboren wurde, da sah Kreisau ganz anders aus als jetzt im Jahre 1944", so begann der 1907 geborene Helmuth James Graf von Moltke einen Brief an seine beiden Söhne, den er nach seiner Verhaftung im Berliner Gestapo-Gefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße geschrieben und seiner Frau übergeben hatte. Auf fünf eng beschriebenen Seiten skizzierte der Graf eindrücklich seine Kindheit und Jugend auf dem familieneigenen Gut Kreisau, das sein Urgroßonkel, der Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke, für die Familie erworben hatte.

Einerseits wuchs Helmuth James von Moltke als Erstgeborener des Gutsherrn in einer traditionellen hierarchischen Welt auf, die von adelig-gutsherrlichen Vorstellungen geprägt war. Andererseits wehte in Kreisau in ganz anderer Geist als in den benachbarten schlesischen Gütern. Das lag nicht nur an seinem Vater, der schon im ausgehenden Kaiserreich mit liberalen Ideen sympathisierte und als einer der wenigen Adeligen 1920 der liberalen DVP beitrat, sondern vor allem an dessen Frau. Dorothy Gräfin von …

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Jochen Köhler (1944-2007) wurde, wie er selber sagte, stark von der 68er-Bewegung geprägt. Er lebte in Berlin, arbeitete als Lehrer und hat ein viel beachtetes Buch über das Leben einfacher Leute in Berlin zwischen 1933 und 1945 geschrieben: 'Klettern in der Großstadt' (Berlin 1979).

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