Heinz Berggruen - Stein, Vivien

Vivien Stein 

Heinz Berggruen

Leben & Legende

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Heinz Berggruen

Als Heinz Berggruen Anfang 2007 mit 94 Jahren starb, wurde er in Berlin wie ein Staatsoberhaupt verabschiedet: Alle Medien des Landes würdigten ihn als Mäzen und "Museumsstifter", als "Monument der Versöhnung" und "moralische Instanz".
Mit 22 in die USA ausgewandert, kam der Sohn eines jüdischen Schreibwarenhändlers 60 Jahre später als international erfolgreicher Kunsthändler wieder und brachte eine legendäre Sammlung mit, die er im Jahr 2000 dem deutschen Staat als "Geste der Versöhnung" übereignete. Es war, wie die FAZ schrieb, "der größte staatliche Kunsterwerb seit Fürstenzeiten".
Unzählige Artikel sind über ihn verfasst worden, und zumal er selbst einige autobiographische Werke hinterließ, scheint bereits alles bekannt. Und doch blieb Wesentliches ungesagt, und es gibt von und über Heinz Berggruen noch vieles zu entdecken.


Produktinformation

  • Abmessung: 221mm x 147mm x 46mm
  • Gewicht: 815g
  • ISBN-13: 9783033030220
  • ISBN-10: 303303022X
  • Best.Nr.: 34433611

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

In seiner Kunststück-Kolumne kommt Eduard Beaucamp noch einmal auf Viven Steins Buch über Heinz Berggruen zurück, das bei ihm einen gemischten Eindruck hinterlassen hat. D'accord geht er mit ihr, wenn sie die Legenden zertrümmert, die Berggruen über sich und sein Leben mit den glamourösen Größen der Kunstwelt gesponnen hat. Auch ihre Sicht auf Berggruen als einen großen manipulator scheint er zu teilen und führt etliche Zitate an, ohne jedoch ihre Herkunft zu nennen. Nicht einverstanden ist er mit Steins Einschätzungen in Bezug auf den Wert der Kunstsammlung und die Umstände ihres Erwerbs durch Berlin. Ohne "sentimentale Tricks" und philosemitische Anwandlungen, meint Beaucamp, wären die Stadtpolitiker niemals bereit gewesen, 250 Millionen Mark für die Sammlung auszugeben.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.11.2011

Er kann sich nicht mehr wehren

Hat der Kunsthändler und Sammler Heinz Berggruen sein Leben gefälscht? Eine Biographie behauptet, der Mann, der aus Nazi-Deutschland emigrierte und mit einer einzigartigen Sammlung nach Berlin zurückkehrte, sei ein Betrüger gewesen. Eine Kampagne versucht, sein bewegtes Leben zu skandalisieren.

Am vergangenen Samstag publizierte Stephan Speicher auf der ersten Seite des Feuilletons der "Süddeutschen Zeitung" einen Artikel in Sensationsaufmachung: Heinz Berggruen, der mit Kunst nicht nur gehandelt, sondern auch für Zugang zu ihr gesorgt hat, soll mit seiner Lebensgeschichte als deutscher Jude und Emigrant gepokert, Geschäfte damit gemacht, Steuern hinterzogen und das schlechte Gewissen der Deutschen ausgenutzt haben. Das Buch einer bislang unbekannten Autorin, dem er all das entnimmt, erschien am selben Tag in einem etwas obskuren Verlag. Wie bei vielen anderen ähnlichen Veröffentlichungen hätte davon niemand ein Aufhebens gemacht, wenn nicht Stephan Speicher die Chance erkannt hätte, auf Kosten eines Mannes, der nicht mehr widersprechen kann, mit fragwürdigen Enthüllungen hervorzutreten.

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Vivien Stein, 1951, als Tochter jüdischer Emigranten aus Berlin und Prag in New York geboren. Sie besuchte dort die Schule, studierte Literaturwissenschaft an der Yale University und kam anschließend mit einem Fulbright-Stipendium nach Deutschland, wo sie 21 Jahre blieb und vornehmlich im Kulturbereich, aber auch für wissenschaftliche Einrichtungen tätig war. 1994 zog sie von Berlin nach London; von 1999 bis 2004 und wieder seit 2008 verwaltet sie eine internationale Non-Profit-Organisation mit Hauptsitz in Paris.

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