Heinrich Bullinger - Büsser, Fritz

Fritz Büsser 

Heinrich Bullinger

Leben, Werk und Wirkung. 1504-1575

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Heinrich Bullinger

Büssers Biographie über den Zwingli-Nachfolger Heinrich Bullinger (1504-1575) hatte im ersten Band Herkunft, Studien und die Arbeit des jungen Theologen sowie sein Wirken als Pfarrer am Großmünster beschrieben. Im zweiten Band kommen nun seine bleibenden Verdienste als Berater aller reformierten Kirchen, als väterlicher Beschützer und Tröster der verfolgten Glaubensgenossen in der Eidgenossenschaft und in ganz Europa zur Sprache. In drei konzentrischen Kreisen wird sein Wirken behandelt: primär die Erhaltung und innere Festigung der reformierten Gemeinden, die grundlegenden Auseinandersetzungen mit dem Papsttum, dem Luthertum und der Radikalen Reformation. - Büsser analysiert die wichtigsten exegetischen, dogmatischen und polemischen Schriften sowie die Predigten Bullingers. Sie alle belegen, wie auch der umfangreiche Briefwechsel mit rund 1000 Korrespondenten, dass Bullinger unter den Reformatoren am ehesten den Ehrentitel eines Ökumenischen Patriarchen verdient.


Heinrich Bullinger (1504-1575), der mit Zwingli und Calvin zu den Vätern des reformierten Protestantismus zählt, wird in seiner Bedeutung noch immer zu wenig ge-würdigt. Ihm ist es gelungen, als Nachfolger Zwinglis die gefährdete Zürcher Reformation zu konsolidieren; er, der Autor des "Zweiten Helvetischen Bekenntnisses" und anderer Schriften, hat wesentlich zum Zusammenschluss der Deutschschweizer mit der Westschweizer Reformation beigetragen und eine nachhaltige Wirkung in Europa gehabt.

Fritz Büssers Buch unternimmt - zum ersten Mal seit 1858 - eine ausführliche Gesamtdarstellung von Bullingers Leben, Werk und Wirkung. Im ersten Band schildert er in knappen Zügen Herkunft, Studien und die Arbeit des "jungen" Bullinger in Kappel und Bremgarten, dann ausführlich dessen Arbeit als "oberster Pfarrer am Großmünster und weiser Leiter der zürcherischen Kirche".
Der zweite Band, der Ende 2004 erscheinen wird, zeigt Bullinger als ökumenischen Patriarchen, der mit seiner umfangreichen Korrespondenz und seinen Schriften in die reformierten Kirchen ganz Europas hineingewirkt hat.


Produktinformation

  • Abmessung: 229mm x 154mm x 31mm
  • Gewicht: 690g
  • ISBN-13: 9783290172978
  • ISBN-10: 329017297X
  • Best.Nr.: 12870677

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Mit dem vorliegenden zweiten Band, so Rezensentin Caroline Schnyder, habe der Leiter des Instituts für Schweizerische Reformationsgeschichte Fritz Büsser seine Heinrich-Bullinger-Biografie abgeschlossen. Während im ersten Band Bullingers Jugend und sein Wirken in Zürich Thema sei, stelle der zweite Bullingers Einfluss in Europa und Osteuropa dar. Der Autor, so die Rezensentin, unternehme im Hinblick auf Bullingers Bedeutung als "theologischer Berater" den Versuch, eine neue Sprachregelung zu lancieren. Denn gemeinhin würde auch in dieser Hinsicht überall von "Calvinismus" gesprochen, wo es doch eigentlich "reformierter Protestantismus" heißen müsste. Mit Blick auf Bullinger nämlich, der schließlich auch von Calvin selbst immer wieder als Berater zugezogen wurde. Besonders "aufschlussreich" sind aus Sicht der Rezensentin jene Passagen, in denen der Autor Bullingers Interventionsversuche und Wirken in Frankreich nachzeichne, auch wenn dies nicht immer erfolgreich war. Insgesamt halte sich der Autor in seiner Darstellung "eng an ausgewählte Bulliger- Schriften und Briefe", was einerseits gute Einblicke in die historische Lage gäbe, jedoch andererseits die Gefahr von allzu …

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Fritz Büsser, Jahrgang 1923, war von 1966 bis 1989 Ordentlicher Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte sowie Leiter des Instituts für Schweizerische Reformationsgeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich. Er hat sich über viele Jahre hinweg mit dem Nachfolger Zwinglis beschäftigt und gilt als einer der besten Kenner des Bullingerschen Werkes.
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