Heimatkunde - Baden - Ott, Karl-Heinz

Karl-Heinz Ott 

Heimatkunde - Baden

Baden

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Heimatkunde - Baden

Was Frankfurt wirklich ausmacht.

Warum die Frankfurter so glücklich sind

Leben wie Gott in Frankfurt

Am Anfang war die Gelbwurst: Was wir schon immer über die Hauptstadt des Verbrechens und Heimat des Handkäs wissen wollten - Michael Herl war dabei. Eine unnachahmlich komische und eigenwillige Lektion in -Heimatkunde über Frankfurt, die widersprüchlichste Stadt Deutschlands.

Frankfurt ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Gut, der Dom steht da, wo er hingehört, die Zeil ist immer noch die Zeil und der Römerberg die gute Stube dieser Stadt. Aber Hertie heißt jetzt Karstadt, Ammerschläger gibt's gleich gar nicht mehr, und vom guten alten Kaufhaus Schneider sollte man lieber gänzlich schweigen.

Lokalmatador Michael Herl kennt Frankfurt wie kein anderer, und so gibt es in der großstädtischsten Großstadt Deutschlands vom Rotlichtbezirk bis zu den Bankentürmen des Großkapitals Abgründiges und Wunderliches, Skurriles und Schönes zu entdecken: von Adorno bis Apfelwein, von Peanuts bis Paulskirche, und sogar Offenbach kommt vor. Der Frankfurter weiß sehr wohl, wo Offenbach liegt. Woanders eben. Darauf einen Sauergespritzten.

Der Grimme-Preisträger über seine Stadt.

Was Baden so attraktiv macht

Malerische Landschaften und charmante Orte

Wo lässt es sich so gut wie nirgends sonst in Deutschland leben? In Baden!

Warum die Badener keinesfalls Badenser genannt werden wollen, weshalb sie mit keinem andern im ganzen Land tauschen wollen, warum ihre Weine zu den besten zwischen der Toskana und der Champagne gehören und warum dem geneigten Leser gar nichts anderes übrig bleibt, als sehnsüchtig nach Baden zu blicken - all das steht in diesem Buch.

Wo Baden anfängt und wo es endet, ist nicht ganz so klar wie das, was in den Augen der Badener keinesfalls zu Baden gehört. Das sind auf -jeden Fall die Schwaben, denen sie es bis heute verargen, dass ihr Land nach dem Krieg mit Württemberg vereinigt worden ist. Und warum verargen sie es ihnen?

Weil es sich natürlich nirgends so gut wie in Baden leben lässt, weil dort der tausendmal bessere Wein wächst, weil dort das Essen besser als überall sonst zwischen dem Bodensee und Berlin schmeckt, weil dort die Sonne viel großzügiger als sonstwo im Land auf die Leute herablacht, und weil die Badener trotz ihrer Gemütlichkeit anno dazumal die berühmtesten deutschen Revolutionäre gestellt haben. Reicht das nicht? Die andern sollen es ihnen erst einmal nachmachen. Denken die Badener. Die nur eines nicht ausstehen können: wenn sie Badenser genannt werden.

Karl-Heinz Ott nimmt uns mit auf eine persönliche Reise durch das sonnigste Viertel Deutschlands und stellt uns paradiesische Flecken mitsamt ihren Leuten und ihren Geschichten vor - kurz: all das, was Baden so attraktiv macht.Eine persönliche Reise des preisgekrönten Autors.


Produktinformation

  • Verlag: Hoffmann Und Campe
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 223 S.
  • Seitenzahl: 223
  • cadeau
  • Deutsch
  • Abmessung: 195mm x 127mm x 19mm
  • Gewicht: 300g
  • ISBN-13: 9783455380248
  • ISBN-10: 3455380247
  • Best.Nr.: 22829157
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.02.2008

Bücherecke
Das Recht auf Sturheit
Karl-Heinz Ott schreibt nonchalant über den Kulturraum Baden
Allzu viele Dichter hat Baden nicht hervorgebracht in seiner Geschichte. Die bedeutendsten nach Johann Peter Hebel sind Victor von Scheffel und Heinrich Hansjakob – zwei weithin vergessene Autoren des 19. Jahrhunderts. Diesen Umstand macht sich Karl-Heinz Ott in seiner nonchalanten „Heimatkunde Baden” zunutze: Er spürt den Verschütteten, den weniger Prominenten nach, porträtiert Scheffel und Hansjakob knapp, auch Georg Herwegh – was ihn wiederum in den Vormärz führt und anknüpfen lässt an die revolutionären Umtriebe im Badischen, die er an früherer Stelle bereits skizziert hatte.
Anschließend lenkt Karl-Heinz Ott seinen Blick auf die Zugereisten, auf Rahel Varnhagen, Annette von Droste-Hülshoff, Marie Luise Kaschnitz und Peter Huchel. Schließlich widmet er sich Grenzgängern wie Martin Walser und Arnold Stadler. In diese Gruppe gehört der schwäbische Schriftsteller Ott selbst: Im Vorwort rechtfertigt er sich dafür, weshalb er als Schwabe ein Buch über Baden schreibt.
Für ihn sind die Grenzen ohnehin …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

In jeder Hinsicht hübsch findet Hans-Martin Gauger dieses Buch. Zwar räsoniert er zur Hauptsache über den feinen Unterschied zwischen Baden und Schwaben und warum so ein sympathisch sympathisierendes Buch ausgerechnet einem Oberschwaben gelingen konnte, seine Kriterien kommen aber dennoch rüber: Viel Neues in Sachen badischer Kultur, Küche und Historie birgt der Band, schreibt er, und zwar so solide und kenntnisreich wie lässig präsentiert. Bald so gelehrt und urban gemächlich wie der große Bade und Barde Johann Peter Hebel, freut sich der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.02.2008

Also gell, mir send doch gmüetlich

Wussten Sie, dass es gar nicht "Badenser", sondern einfach "Baden" heißt? Karl-Heinz Ott, bekannt geworden mit ernsten Romanen, plaudert solide über dieses Land.

Ein hübsches, leichtes, liebenswertes und interessantes Buch - nicht nur für diejenigen, die das Glück haben, tatsächlich im "schönsten Land in Deutschlands Gau'n" zu wohnen, wie es im "Badener Lied" heißt. Die Badener aber, natürlich, müssten sich ganz besonders über das Buch freuen. Selbst wenn es - unglaublich! - von einem Schwaben stammt. Da ist nämlich ein Problem. Die Norddeutschen sind sich oft keineswegs darüber im Klaren, dass zwischen Schwaben und Badenern ein Unterschied ist; sie meinen, wenn sie etwa in Freiburg sind, sie seien im Schwäbischen. Und die Badener, die oft vieles gegen die Schwaben haben, wissen nicht, und sie glauben es einem auch nicht, dass die Schwaben gar nichts gegen sie haben.

Letzteres zeigt indirekt und sagt direkt auch dieses Buch des Oberschwaben Karl-Heinz Ott - Oberschwaben ist die Gegend zwischen der jungen Donau und dem Bodensee, dem "Schwäbischen Meer", dessen schönster Teil ohne Zweifel der …

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Karl-Heinz Ott ist 1957 geboren und ein aus Oberschwaben ausgewanderter Wahl-Badener. Er arbeitete als Dramaturg an den Theatern in Freiburg, Basel und Zürich. Seine Romane Ins Offene und Endlich Stille wurden von der Kritik gefeiert und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Karl-Heinz Ott lebt und arbeitet in Freiburg.

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