Hass soll dich zerstören - Brennan, Allison

Allison Brennan 

Hass soll dich zerstören

Thriller. Deutsche Erstausgabe

Aus d. Amerikan. Sabine Schilasky
Broschiertes Buch
 
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Hass soll dich zerstören

"Allison Brennan ist ein Garant für exzellente Romantic-Suspense-Unterhaltung! Ihre Bücher fesseln, bis die letzte Seite gelesen ist." -- Love Letter

"Hochspannend!" -- www.lesekreis.org


Produktinformation

  • Verlag: Diana
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 446 S.
  • Seitenzahl: 448
  • Diana-Taschenbücher Nr.35278
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 118mm x 35mm
  • Gewicht: 370g
  • ISBN-13: 9783453352780
  • ISBN-10: 3453352785
  • Best.Nr.: 25556973
Allison Brennan ist eine Thrillerautorin, die man nicht so leicht vergessen wird. Romantic Times

"Hochspannend!"
Allison Brennan arbeitete 13 Jahre lang als Beraterin der Justiz von Kalifornien, bevor sie ihren Beruf aufgab, um sich ausschließlich dem Schreiben und ihrer Familie zu widmen. Sie ist Mitglied der "Romance Writers of America" und der "International Thriller Writers". Sie lebt mit ihrem Ehemann Dan und ihren fünf Kindern im Norden von Kalifornien.

Leseprobe zu "Hass soll dich zerstören" von Allison Brennan

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Leseprobe zu "Hass soll dich zerstören" von Allison Brennan

Ganz am Anfang hatte sie sein Gesicht gesehen und sofort gewusst, dass er sie nicht am Leben lassen würde.

Sie konnte ihn nicht einmal darum anflehen, denn er hatte ihr den Mund zugeklebt. Sie konnte weder betteln noch an seine Menschlichkeit appellieren, denn die besaß er gar nicht. Warum hatte sie das nicht früher begriffen? War sie so blind gewesen, dass sie den Hass, die Wut, die kranke Lust in seinem Blick nicht sah?

Sie hatte ihm vertraut, weil sie keinen Grund gehabt hatte, es nicht zu tun. Und dennoch, wenn sie ihn jetzt ansah, erkannte sie das Böse, das er so lange so gut verborgen hatte.

Der Schmerz, der sie zwei Nächte lang wach gehalten hatte, ließ nach, und ihr Körper war wie betäubt von den Misshandlungen. Aber sie dachte weder daran noch an ihn, sondern zog sich ganz in sich selbst zurück und erinnerte sich, wie sie im Meer geschwommen war, wie sie mit ihren Freunden geplaudert hatte oder wie stolz ihre Mutter gewesen war, als sie ihren Highschool-Abschluss mit Auszeichnung bestand.

Brennende Tränen liefen ihr über die Wangen.

Es tut mir so leid, Mom.

Einmal hatte er sie losgebunden, um sie zu baden. Da war sie bereits zu schwach gewesen, um wegzulaufen, zu müde, um sich auch nur gegen ihn zu wehren. Als er sie mit Seife abschrubbte, hatte der entsetzliche Schmerz sie aufschreien lassen, doch es war nur ein tiefes Rasseln in ihrem Brustkorb gewesen, das hinter ihren verklebten Lippen gefangen blieb.

"Ich muss dich waschen", hatte er vollkommen ruhig gesagt. "Nur für den Fall."

Für welchen Fall? Das Wasser tat ihr weh, aber es weckte sie auch aus ihrer Trance von Schmerz und Verzweiflung. Vielleicht gab es noch eine Chance. Vielleicht konnte sie fliehen. Wenn sie nur schreien könnte, würde jemand kommen. Oder nicht?

Er trug sie zu dem Bett zurück, das nach ihrem Blut, ihrem Urin und Schlimmerem stank. Als sie sich mit letzter Kraft aufrichtete, weglaufen wollte, gaben ihre Beine nach, und sie fiel zu Boden. Mit einem befremdlich rauen Lachen verhöhnte er ihren schwächlichen Fluchtversuch, bevor er sie vollkommen mühelos hochhob und aufs Bett fallen ließ.

In dem Moment sah sie den Müllsack.

Nein!

Sie hörte sich selbst, auch wenn sie niemand sonst hören konnte, als er ihr den Plastiksack über den Kopf zog. In einem letzten Aufbäumen wehrte sie sich, sodass der Beutel zerriss.

Klatsch.

Der Schmerz auf ihrem Gesicht war nichts, verglichen mit dem, was sie bereits hatte ertragen müssen, doch sie war ihm kräftemäßig einfach nicht gewachsen. Ein neuer grüner Müllsack glitt über ihr Gesicht. Sie versuchte, die Luft anzuhalten, konnte es aber nicht. Etwas anderes wurde ihr über die Beine gezogen, und sie verlor langsam das Bewusstsein. Nur noch entfernt nahm sie wahr, wie ihr Körper eingeschnürt wurde. Sie fühlte sich federleicht.

Der Tod war ihr Entkommen. Er musste etwas Besseres als das hier bereithalten. Ja, wenn sie erst tot wäre, würde es heller werden, würde sie glücklicher sein.

Sie spürte ein schweres Gewicht auf sich. Er. Er lag auf ihr, und sie konnte nicht atmen.

Plastik schmiegte sich dicht an ihre Nase, und ihre Brust wurde schmerzhaft eng.

Keine Luft...

Sie konnte sich nicht wehren, obwohl ihr Körper es versuchte. Ihre Beine strampelten kraftlos, ihre Finger krallten sich in das glatte Material.

Ich bin so müde. Ich kann nicht.

In dem kurzen Moment zwischen Leben und Tod, als ihr Körper noch kämpfte, ihr Verstand jedoch schon wusste, dass es keine Hoffnung mehr gab, erfüllte sie plötzlich ein seltsamer Frieden.

Es tut mir leid, Mom.

Ihr Tod war kein leichter gewesen.

Carina Kincaid, Detective der Mordkommission, starrte auf den toten, nackten Körper der jungen Frau, vermied es allerdings, in das verzerrte Gesicht mit den weit aufgerissenen Augen zu blicken. Sie war geknebelt. Was Carinas Aufmerksamkeit aber vor allem fesselte, war das Wort Schlampe, das in schwarzen Buchstaben quer über ihrer Brust prangte. Auf der linken Brust war eine kleine Tätowierung, die eine Rose darstellte.

Das Opfer lag in einer verdrehten Embryonalhaltung, hatte getrocknetes Blut an den Beinen und schlimme rote Schwellungen auf beiden Brüsten, die sexuelle Misshandlungen vor Eintritt des Todes erkennen ließen. In Kalifornien konnte das die Todesstrafe für den Täter bedeuten. Und wenngleich Carina es durchaus gerecht fand, wenn derjenige starb, der das hier zu verantworten hatte, so machte es die unbekannte Tote doch nicht wieder lebendig.

Für einen Moment wandte sie den Blick von der Leiche ab und hin zu den Wellen, die geradezu absurd beruhigend auf den Strand schwappten - vor und zurück. Carinas Wangen brannten von der kühlen morgendlichen Salzluft, auch wenn sie wusste, dass sie bereits in wenigen Stunden, wenn die Sonne über San Diego stand, in ihrer Jacke schwitzen würde.

Als sie mit Jim Gage, dem Kriminaltechniker des San Diego Police Department, am Tatort eintraf, hatten sie als Erstes notiert, dass die Beweise kontaminiert waren. Die drei dicken Schichten aus extrastarken grünen Müllsäcken, in welche die Leiche gehüllt war, hatte ein Park Ranger aufgeschnitten, nachdem er vergeblich versucht hatte, den "Müll" wegzutragen. Was hatte er sich bloß dabei gedacht?

"Ich habe doch nicht geahnt, dass da eine Leiche drin ist", sagte er zu Carina, als sie ihn befragte.

Jims zusammengekniffenen Lippen nach zu urteilen, war er stinksauer, aber erwartungsgemäß sagte er kein einziges Wort. Jim sagte überhaupt nie etwas, was einer der Hauptgründe war, weshalb Carina sich im letzten Jahr von ihm getrennt hatte. Mit seinen Launen konnte sie umgehen, immerhin hatte sie vier Brüder und gelernt, mit fast allem klarzukommen, doch Jims Weigerung, über das zu reden, was ihm zu schaffen machte, sei es bei der Arbeit oder privat, war ein echter Beziehungskiller.

Vielleicht war aber auch einfach ihre Liebe nicht stark genug gewesen.Carina drehte sich um, als sie einen Wagen herankommen hörte. Der Van des Leichenbeschauers bog auf den leeren Parkplatz ein, und ein kleiner, schlanker, gut gekleideter Asiat stieg aus. Der stellvertretende Coroner Ted Chen war ein Perfektionist.

Kundenbewertungen zu "Hass soll dich zerstören" von "Allison Brennan"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Jale Elefü aus Wuppertal am 29.06.2011 ***** sehr gut
Das Buch war sehr gut,
obwohl es mich gefreut hätte,
wenn man mir vorher gesagt hätte,
dass die Bücher untereinander aufeinander aufbauen...
Der Detective aus der einen Geschichte hat vorher in einem anderen der Brennan-Bücher mitgespielt
und ist deswegen schwer gekennzeichnet...
Ich glaub, es war "Lauf oder stirb".
Das wäre was gewesen, was ich gerne gewusst hätte.
Ansonsten war das Buch sehr gut,
zwischendurch leicht langweilig, weil sehr viele Passagen drin waren,
die sehr dürftig und nicht wirklich interessant beschrieben wurden.

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