Hardliner - Lawson, Mike

Mike Lawson 

Hardliner

Thriller. Deutsche Erstveröffentlichung

Aus d. Amerikan. v. Bernhard Kempen
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Hardliner

Das Böse lauert meist nicht dort, wo du denkst!

Eine Anschlagserie mit muslimischem Hintergrund erzeugt in ganz Amerika eine Atmosphäre aus Angst und Panik. Der ideale Zeitpunkt für Senator Broderick, um seinen anti-muslimischen Gesetzesentwurf durchzubringen. Doch Kongresssprecher Mahoney wittert Unstimmigkeiten und beauftragt seinen Mann für heikle Fälle, Joe DeMarco, mit diskreten Nachforschungen. Schon bald wird DeMarco und seiner resoluten Partnerin Emma klar, dass die Anschläge inszeniert waren, um die Chancen für das neue Gesetz zu verbessern. Und sie kommen einer hochrangigen politischen Verschwörung auf die Spur, die keine Gnade kennt ...



Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 472 S.
  • Seitenzahl: 480
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.37169
  • Deutsch
  • Abmessung: 181mm x 118mm x 38mm
  • Gewicht: 365g
  • ISBN-13: 9783442371693
  • ISBN-10: 3442371694
  • Best.Nr.: 26244288
"»Hardliner« hat alles, was ein guter Thriller braucht: einen spannenden Plot, schräge Charaktere und das Beste: einen der hinreißendsten Helden, dem ich je begegnet bin." (TESS GERRITSEN)

"»Hardliner« hat alles, was ein guter Thriller braucht: einen spannenden Plot, schräge Charaktere und das Beste: einen der hinreißendsten Helden, dem ich je begegnet bin."
Mike Lawson war während seiner Dienstzeit für die US Army lange Jahre in Washington stationiert, wo er die bürokratischen Winkelzüge einer großen Regierung kennen lernte und eng mit Mitgliedern des Kongresses zusammenarbeitete. Lawson lebt heute an der amerikanischen Westküste

Leseprobe zu "Hardliner" von Mike Lawson

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Leseprobe zu "Hardliner" von Mike Lawson

Sie hatten keine Ahnung, wie stark die Explosion sein würde.

Die Techniker, diese nutzlosen Trottel, sagten, die Bombe würde vielleicht nur die Garage oder ein paar benachbarte Häuser auslöschen, aber es war auch möglich, dass sie im Umkreis einer Viertelmeile sämtliche Gebäude plattmachte. Das kommt ganz darauf an, sagten sie. Es kam darauf an, wie die Bombe gebaut war, ob sie so konstruiert war, dass die Sprengkraft in eine bestimmte Richtung wirkte, und letztlich kam es anscheinend darauf an, wie viel Ammoniumnitrat die Bombenbauer zur Verfügung hatten. Es kam auf alles Mögliche an.

Ach, wirklich?, hatte Merchant gedacht. Na, danke für die große Hilfe!

Aber Merchant wusste genau, dass er, ganz gleich, wie stark die Bombe sein mochte, niemals alle Häuser in der Umgebung räumen lassen konnte. Wenn er eine Evakuierung anordnete, würden die zwei Kerle in der Garage vielleicht merken, dass um drei Uhr morgens überall die Lichter angingen, und sehen, wie die Leute in ihren Schlafanzügen um ihr Leben rannten. Bei seinem Glück war es sogar denkbar, dass einer der braven Bürger, die sie schützen wollten, einen Radiosender anrief, worauf die Bombenbauer hören würden, dass sie von fünfzig FBI-Agenten umzingelt waren. Und wenn das geschah, würden sie das Ding wahrscheinlich auf der Stelle hochgehen lassen, und Merchant und seine Jungs, die sich keine zwanzig Meter von der Garage entfernt verschanzt hatten, würden buchstäblich geröstet werden.

Aber wenn die Bombe explodierte und Zivilisten zu Tode kamen, würden die Medienheinis und die Politiker ihm postwendend seine Entscheidung vorhalten, auf eine Evakuierung verzichtet zu haben. Man würde ihm Rücksichtslosigkeit und Verantwortungslosigkeit vorwerfen, und seine Chefs würden sämtliche Schuld auf ihn schieben, um ihre Bürokratenärsche zu retten. Aber was interessierte es ihn? In diesem Fall wäre er sowieso tot. Nein, das Klügste war, eine Evakuierung zu vergessen und sofort zuzuschlagen. Und wenn er versuchte, mit den Kerlen in der Garage zu verhandeln? Verdammt, selbst die Krawattenträger im Hoover Building fanden, dass so etwas sinnlos war. Man kann nicht mit Leuten verhandeln, die bereit sind, sich selbst umzubringen, um andere Leute umzubringen.

Den Tag der Arbeit hatte er sich eigentlich anders vorgestellt.

Er sprach leise in sein Mikro: "Alpha an Leiter Bravo-Team. Schon irgendwas von einem dritten Mann gesehen?"

"Nein, Sir."

Die zwei Bombenbauer befanden sich in einer Garage, die knapp zwanzig Meter von einem zweistöckigen Haus entfernt stand. Merchant war der taktische Befehlshaber der ganzen Aktion und der direkte Befehlshaber der fünfköpfigen Einsatzgruppe, die das Alpha-Team bildete. Ein anderer Agent befehligte das Bravo-Team, das ebenfalls aus fünf Leuten bestand. Bravo war von Alpha aus gesehen auf der gegenüberliegenden Seite der Garage in Stellung gegangen. Das Charlie-Team, das sich aus fast vierzig Agenten zusammensetzte, bewachte die Umgebung und sorgte dafür, dass niemand in die abgesperrte Zone hinein- oder aus ihr herauskam. Zu Charlie gehörten auch die Scharfschützen, die jeden erschießen würden, von dem sie meinten, dass er erschossen werden musste - und sie trafen nie daneben.

Alle Männer trugen kugelsichere schwarze Einsatzanzüge, dazu Kampfhelme mit Visier und Kopfhörer, damit sie mit Merchant in Verbindung blieben, Nachtsichtbrillen und verschiedene Sturmgewehre, Schrotflinten und Pistolen vom Kaliber vierzig. Sie waren für einen Krieg ausgerüstet und bereit, in den Krieg zu ziehen.

"Alpha an Leiter Charlie-Team. Wie sieht es bei Ihnen aus? Irgendwas von einem dritten Mann gesehen?"

"Nein, Sir."

In den Berichten, die sie erhalten hatten, hieß es, dass drei Kerle an der Sache beteiligt waren, aber vielleicht gab es diesen ominösen dritten Mann überhaupt nicht. Über ihn war kaum etwas bekannt. Vielleicht schlief er im Haus oder war weggegangen, um etwas zu besorgen. Wie auch immer, es wurde Zeit, in Aktion zu treten. Sie mussten es tun, bevor es hell wurde, und je länger er wartete, desto höher wurde die Wahrscheinlichkeit, dass die Leute in der Garage seine Männer sahen oder im schlimmsten Fall sogar mit dem Lieferwagen die Garage verließen. Wenn das passierte, würde er es mit einer mobilen Bombe zu tun haben, und in diesem Fall hörte jeder Spaß auf.

"Leiter Alpha-Team an alle. Wir gehen rein. Bravo, sind Sie bereit?"

"Ja, Sir."

"Charlie, sind Sie bereit?" "Ja, Sir."

Merchant nickte, obwohl es keiner der anderen sehen konnte. Er konnte sich nicht auf die Berichte verlassen, und er konnte sich nicht auf die Techniker verlassen. Aber auf seine Jungs konnte er sich verlassen. Wieder sprach er in sein Mikro: "Denken Sie dran, dass wir diese Arschlöcher lebend haben wollen, aber ich will nicht, dass irgendeiner von uns stirbt, damit die Dreckskerle am Leben bleiben."

Merchant holte einmal tief Luft, entsicherte seine Waffe und spürte, wie sich das Adrenalin in seinem Blutkreislauf ausbreitete. "Wenn ich >los< sage", kündigte er an. "Drei. Zwei. Eins. Los!"

Die Garage hatte zwei Türen, eine normale, die wie die Eingangstür eines Hauses aussah, und eine große Schiebetür, die mit einem elektrischen Garagentüröffner betätigt wurde. Außerdem gab es zwei kleine Fenster. Als Merchant den Befehl gab, robbten die Männer beider Teams auf den Bäuchen vorwärts, bis alle zehn Agenten mit dem Rücken an der Wand der Garage standen. Merchant tippte einem seiner Männer auf die Schulter, worauf dieser vier kleine C4-Sprengsätze auf der großen Garagentür verteilte, sodass sie die Ecken eines imaginären Quadrats von zwei Metern Durchmesser bildeten. Eine fünfte Ladung wurde genau im Zentrum des Quadrats platziert. Merchant holte noch einmal Luft und flüsterte zum zweiten Mal in sein Mikro: "Wenn ich >los< sage. Drei. Zwei. Eins. Los!"

Dann geschahen gleichzeitig drei Dinge. Durch die beiden Fenster wurden Schockgranaten geschossen, die einen gewaltigen Knall und blendendes Licht produzierten. Ein Türöffner - ein schweres Rohr mit angeschweißten Griffen und einer Metallplatte am einen Ende - wurde in die kleine Tür gerammt und ließ sie aufspringen. Und auf einer Fernbedienung wurde ein Knopf gedrückt, worauf die fünf kleinen Sprengsätze an der Garagentür explodierten und ein Loch hineinstanzten. Nach weniger als drei Sekunden waren Merchants Männer in der Garage und schrien wie wilde Dämonen aus einem Alptraum.

Alles lief perfekt ab, wie ein Trainingseinsatz in Quantico.

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