Das auf mehrere Bände angelegte Handbuch der Textfunde vom Toten
Meer bietet die erste literaturgeschichtliche Einleitung in die
Handschriften von Qumran und den anderen Fundorten vom Toten Meer.
Band 1 ist den Textzeugen alttestamentlicher Bücher und ihrer
Textgeschichte gewidmet. Jedes biblische Buch hat seine eigene
individuelle Textgeschichte durchlebt, die von textlicher
Pluralität gekennzeichnet ist. Erst mit dem Abschluß des Kanons
verschmelzen diese individuellen Texte. Für jedes biblische Buch
beschreibt Armin Lange die Textzeugen aus der Bibliothek von Qumran
und den anderen Fundorten detailliert und klassifiziert sie
texttypologisch. Darüber hinaus fragt er allgemeinverständlich nach
der Bedeutung der Textfunde vom Toten Meer für die Textgeschichten
der biblischen Bücher und zeigt die Konsequenzen für ihre
Interpretation. In der Einleitung arbeitet er die Bedeutung der
Textfunde vom Toten Meer für die Textgeschichte des Alten
Testaments heraus.
Dr. theol. Armin Lange ist Professor für das Judentum des zweiten Tempels und Vorstand des Instituts für Judaistik der Universität Wien. In seinen Lehrveranstaltungen bestreitet er die Zeit von den Anfängen Israels und Judas bis zum zweiten jüdischen Krieg. In seiner Forschung spezialisiert er sich auf die weisheitliche und prophetische Literatur Israels, die Textfunde vom Toten Meer sowie die Text- und Kanongeschichte der Hebräischen Bibel. Er ist Mitglied des internationalen Herausgeberteams der Textfunde vom Toten Meer.