Handbuch der politischen Ikonographie, 2 Bde.

Handbuch der politischen Ikonographie, 2 Bde.

Von Abdankung bis Huldigung; Von Imperator bis Zwerg

Hrsg. v. Martin Warnke, Uwe Fleckner u. Hendrik Ziegler
Buch mit Leinen-Einband
 
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Handbuch der politischen Ikonographie, 2 Bde.

Seit jeher bedient sich die Politik der Macht der Bilder, um politische Ansprüche, Hoffnungen, Erfolge und Positionen zu verkünden. Dieses mit etwa 1200 Abbildungen reich illustrierte Handbuch führt in 150 Beiträgen vor, wie von der Antike bis in die Gegenwart Personen und Ereignisse, politische Ideale und Institutionen bildlich dargestellt wurden.

Ausgewiesene Fachleute zeigen, welche Symbole, Motive und Mythen dabei immer wieder verwendet und wie sie im Laufe der Geschichte abgewandelt wurden, um das politische Leben in Gemälden und Denkmälern, in Flugschriften und im Fernsehen, auf Plakaten und Photos einzufangen und zu deuten. Das Spektrum der Beiträge reicht von Audienzen zu Attentaten, von der Demokratie zur Diktatur, von Päpsten und Prinzen bis zu Partisanen und Parlamenten. Mit den beiden Bänden erhalten Kunsthistoriker, Politologen, Historiker und Journalisten ein Standardwerk, das ihnen ermöglicht, die Sprache der Bilder aus der Vergangenheit wie auch der Gegenwart zu verstehen.


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 519, 618 S. m. 1336 Abb.
  • Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
  • Deutsch
  • Abmessung: 253mm x 189mm x 84mm
  • Gewicht: 2756g
  • ISBN-13: 9783406577659
  • ISBN-10: 3406577652
  • Best.Nr.: 23573629

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Reich beschenkt sieht sich Rezensent Uwe Hebekus mit diesem "wahrhaft imposanten Kompendium", das ihm eine Fülle von Erkenntnissen bescherte, und er empfiehlt es jedem, der sich näher auf politische Bildwelten einlassen möchte. Dabei stellt er klar, dass es sich hier nicht um ein illustriertes Politiklexikon handelt, sondern dass die Bedeutungsspektren verschiedener Ikonen untersucht werden: von naheliegenden Begriffen wie Aufstand oder Parlament, aber auch von überraschenden wie "Zwerg", "Brücke" oder "Wald". Am Beispiel von Napoleons berühmter Porträthaltung (mit der Hand unter die Knopfleiste geschoben), sieht er etwa sehr schön veranschaulicht, wie sich der Kriegsherr mit dieser traditonellen Geste der rhetorischen Mäßigung zu einem Friedensstifter umdeuten ließ. Und während er sich zu Beginn noch über die theoretische Zurückhaltung der Autoren aus dem Warburg-Haus wundert, leuchtet sie ihm im Zuge seiner Lektüre immer mehr ein. So viel Erkenntnis und Beobachtung lässt sich nicht unter einen Schulhut bringen!

© Perlentaucher Medien GmbH
Hendrik Ziegler, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunsthistorischen Seminar der Universität Hamburg.