"Es ist irgendwie normal, dass Stimmungen schwanken. Die
Schwankungsbreite kann dabei von "normal" bis
"krank" reichen. Wichtig bleibt immer auch, selber zu
lernen, mit ihnen umzugehen, so dass das eigene Leben auch
lebenswert und erfreulich bleibt. Der Mensch ist keine
Stimmungsschwankung, sondern hat Stimmungsschwankungen, und das
heißt immer auch, dass er noch mehr "hat", als nur
Stimmungsschwankungen. Diese weiteren Möglichkeiten auch wieder
einmal in den Blick zu nehmen, sie überhaupt wahrzunehmen, kann ein
erster Schritt in eine freundlichere, spielerischere, lebenswertere
Welt sein. Genau darum dreht sich dieses Buch - anders zu schauen,
andere Perspektiven zuzulassen, Möglichkeiten wahrzunehmen, um dann
selber zu entscheiden, ob und was man damit anfangen möchte. Dieses
Buch vermittelt Fachleuten eine Idee davon, was Selbstwirksamkeit
bei Klienten bedeuten könnte; Betroffene erhalten Anregungen, wie
sie im Alltag einen Perspektivwechsel vornehmen können."
Dieses Buch handelt von Stimmungen, Stimmungsschwankungen und
davon, wie ich an meiner eigenen Stimmungsschraube drehen kann,
ohne deshalb gleich alles und jedes "positiv und
leuchtend" zu sehen.
Schlechte Stimmung bedeutet auch nicht gleich, krank zu sein, eine
Depression zu haben - sie ist deshalb auch nicht gleich Sache der
Experten. Es ist irgendwie normal, dass Stimmungen schwanken. Die
Schwankungsbreite kann dabei von "normal" bis
"krank" reichen. Wichtig bleibt immer auch, selber zu
lernen, mit ihnen umzugehen, so dass das eigene Leben auch
lebenswert und erfreulich bleibt.
Die "Diagnose" Stimmungsschwankung beschreibt nicht die
ganze Person - der Mensch ist keine Stimmungsschwankung, sondern
hat Stimmungsschwankungen, und das heißt immer auch, dass er noch
mehr "hat", als nur Stimmungsschwankungen. Diese weiteren
Möglichkeiten auch wieder einmal in den Blick zu nehmen, sie
überhaupt wahrzunehmen, kann ein erster Schritt in eine
freundlichere, spielerischere, lebenswertere Welt sein - muss aber
nicht.
Genau darum dreht sich dieses Buch - anders zu schauen, andere
Perspektiven zuzulassen, Möglichkeiten wahrzunehmen, um dann selber
zu entscheiden, ob und was man damit anfangen möchte.
Anders sehen bedeutet immer auch, dass es anders sein könnte - es
gibt also Hoffnung. Das kann ein "Wunder" sein und
"Wunder" können helfen - gerade dann, wenn es wieder
möglich wird, sich über sich selber zu wundern, über sich zu
staunen.
Es geht also um Möglichkeiten, mit Stimmungsschwankungen umzugehen
und nicht nur darum, Stimmungsschwankungen zu umgehen.
Dieses Buch vermittelt Fachleuten eine Idee davon, was
Selbstwirksamkeit bei Klienten bedeuten könnte; Betroffene erhalten
Anregungen, wie sie im Alltag einen Perspektivwechsel vornehmen
können.
Dipl.-Psychologe Jürgen Hargens, Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor und Fortbilder, Gründer und langjähriger Herausgeber der 'Zeitschrift für systemische Therapie', arbeitet in freier Praxis in der Nähe von Flensburg.
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