Grundprobleme der Philosophie des Geistes - Pauen, Michael

Michael Pauen 

Grundprobleme der Philosophie des Geistes

Eine Einführung

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Grundprobleme der Philosophie des Geistes

Eine Überblicksdarstellung über die zentralen Positionen und Diskussionen im Feld der Auseinandersetzungen um ein angemessenes Verständnis geistiger Prozesse, die besonderes Augenmerk auf neuere empirische Erkenntnisse aus der Hirnforschung und von ihnen angeregte Modellvorstellungen legt.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2001
  • 4. Auflage
  • Ausstattung/Bilder: 2001. 320 S.
  • Seitenzahl: 320
  • Fischer Taschenbücher Bd.14568
  • Deutsch
  • Gewicht: 318g
  • ISBN-13: 9783596145683
  • ISBN-10: 3596145686
  • Best.Nr.: 08142230
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.10.2001

Verstehen Sie mein Reflexivpronomen bitte nicht falsch
Wer redet denn heute noch vom "Ich"? Gerhard Roth rennt die Türen der Philosophie des Geistes ein, die Michael Pauen schon geöffnet hat

Interdisziplinarität ist, das wissen wir alle, eine gute Sache. Deshalb ist es auch zu begrüßen, wenn sich immer mehr empirische Wissenschaftler - Psychologen wie Theo Herrmann und Wolfgang Prinz sowie Neurobiologen wie Wolf Singer und jetzt auch Gerhard Roth - für Fragen interessieren, die gemeinhin der Philosophie zugerechnet werden. Gerade von der Kombination empirisch-wissenschaftlicher und philosophischer Kompetenz kann man sich durchaus neue und weiterführende Ergebnisse versprechen. Aber - und das ist ein großes "Aber": Wer immer sich zur weitverzweigten Frage des Selbst äußert, sollte den Stand der Diskussion kennen - und das ist keineswegs immer der Fall.

Leider gilt das auch für Gerhard Roths neues Buch "Fühlen, Denken, Handeln". Dabei hätte ein Blick in den Band "Grundprobleme der Philosophie des Geistes" von Michael Pauen, mit dem Roth eine ganze Zeit im Hanse-Wissenschaftskolleg Tür an Tür gearbeitet hat, genügt, um Roth vor …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Auch das Gehirn ist nur ein Organ, und doch nehmen wir uns als "geistig- seelische Wesen" wahr - Manfred Geier stellt zwei Binsenweisheiten gegenüber, um die Arena abzustecken, auf denen die Philosophie des Geistes ihre Gedanken errichtet. Und um zu erklären, was der Unterschied zwischen Monismus (wobei alles aus einem Prinzip heraus erklärt wird) und Dualismus (da sind's der Grundprinzipien zwei) ist, denn diese philosophischen Modelle stehen sich gegenüber, schon länger zwar, aber gegenwärtig auf ganz besonders verwirrende Weise. "Zwischen immer komplizierteren Problemen und immer subtileren Lösungen droht man den Durchblick völlig zu verlieren" schreibt Geier - also immer her mit den Einführungen! Vor allem, wenn sie so "verlässlich" Kurs halten im Gewirr der Positionen wie Michael Pauens Buch, das im ersten Teil zunächst die dualistischen Erklärungen der Dichotomie Gehirn/Bewusstsein referiert, um dann von den Problemen dieser Modelle die Konjunktur monistischer Ansätze abzuleiten, die jene Dichotomie bestreiten. Im zweiten Teil geht es dann um einzelne Probleme, bis hin zur großen Frage: Wenn alles eine Funktion gesetzmäßiger Hirntätigkeit ist, wie weit ist es dann mit unserem freien Willen her?

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.09.2004

Im Labyrinth des Geistes
Michael Pauen und Jürgen Schröder haben sich philosophisch zu orientieren versucht
Es ist eine monistische Binsenweisheit, dass wir in einer physischen Welt leben. Auch unser Gehirn ist ein Organ, dessen Aktivitäten ein physisches Geschehen sind. Aber es ist auch ein Gemeinplatz, dass wir uns als geistig-seelische Wesen erleben. Wir haben Sinnesempfindungen, Gefühle, Vorstellungen, Absichten und Gedanken, denen wir eine besondere Qualität zuschreiben. Intuitiv sind wir Dualisten. Wer „Ich liebe dich” sagt, will offensichtlich etwas anderes mitteilen als „Mein Gehirn befindet sich in einem neuronalen L-Zustand”. Dieser Widerstreit zwischen Monisten und Dualisten ist ein Dauerbrenner der Philosophie. Aber noch nie ging es dabei so verwirrend zu wie in der gegenwärtigen „Philosophie des Geistes”. Zwischen immer komplizierteren Problemen und immer subtileren Lösungen droht man den Durchblick völlig zu verlieren. Da haben Einführungen Konjunktur.
„Grundprobleme der Philosophie des Geistes. Eine Einführung” von Michael Pauen erschien 2001 und führte verlässlich durch das Labyrinth der Positionen und Argumente. Nach …

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Michael Pauen, Dr. phil. habil., geb. 1956 in Krefeld. Studium in Marburg, Frankfurt und Hamburg. Promotion 1989, Habilitation 1995. Visiting Professor am Institute for Advanced Study in Amherst, Massachusetts, und Fellow an der Cornell-University in Ithaca; New York. Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg, Bremen. 1997 Ernst-Bloch-Förderpreis. Z. Zt. Professurvertretung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

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