Gott - Lütz, Manfred
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Manfred Lütz 

Gott

Eine kleine Geschichte des Größten. Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Sachbuch 2008

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Gott

"Gott sei Dank, Gott existiert nicht. Wenn aber, was Gott verhüten möge, Gott doch existiert?" Darauf sucht Manfred Lütz Antwort. Der Autor findet: "Das ist die wichtigste Frage der Welt." Zu ihrer Beantwortung macht er - wie es bei einem "echten Lütz" nicht anders zu erwarten ist - einige höchst amüsante Umwege. Er nimmt Elton Johns Auftritt auf der Trauerfeier für Lady Di ebenso unter die Lupe wie die Argumente "der besten Atheisten der Welt" oder die Debatten um Evolutionstheorie und Hirnforschung. Er analysiert, wie die Psychologen Gott auf die Couch gelegt haben, und fragt nach dem Gott der Kinder, Lehrer, Wissenschaftler und Philosophen. Immer wieder unterbricht Lütz seine eigensinnige Reflexion mit hinreißenden Geschichten über Menschen, die es mit dem lieben Gott aufnahmen. Atheisten, findet Lütz, leben manchmal so, als ob es Gott doch ein bisschen gäbe - und Gläubige so, als gäbe es ihn nicht. Nach der Lektüre legt man ein reiches, kluges Buch aus der Hand - und fühlt sich bestens unterhalten. Mit Gott.


Produktinformation

  • Verlag: Pattloch
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 297 S.
  • Seitenzahl: 320
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 152mm x 32mm
  • Gewicht: 538g
  • ISBN-13: 9783629021588
  • ISBN-10: 3629021581
  • Best.Nr.: 22804086

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Irgendwie ganz nett, aber letztlich nicht überzeugend scheint Rezensent Helmut Löhr diese "kleine Geschichte des Größten", die der studierte Theologe und praktizierende Arzt Manfred Lütz vorgelegt hat. Dabei hat er im Grunde nichts einzuwenden gegen dessen apologetisches Vorhaben, wichtige Positionen zum Gottesgedanken zu mustern, um das Scheitern des Atheismus aufzuzeigen. Auch bescheinigt er dem - einem liberalen, papsttreuen Katholizismus verpflichteten - Autor immer wieder bedenkenswerte Ansichten, etwa zum Verhältnis Psychotherapie und Seelsorge oder zum Verschwinden der Schuld in unserer Gesellschaft. Gerade spüre man, dass ein "Mann der Praxis"mit Erfahrung, "Herz und Humor" schreibe. Aber Löhrs Kritik überwiegt schließlich doch. Er hält Lütz vor, sich nicht für die Einsichten der neueren Bibelexegese zu interessieren. Zudem scheint ihm die Auseinandersetzung mit philosophischen, naturwissenschaftlichen und auch theologischen Positionen letztlich wenig substantiell und eher oberflächlich. Er fühlt sich durch die Bildungshappen, Anekdoten, eingestreuten frommen Zitate und autobiographischen Reminiszenzen des Autors nicht wirklich eingeladen, mitzudenken. So aber bleibe das Buch beim "geistigen Fast Food, bei den idees recues eines mild-konservativen Katholizismus".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.10.2007

Wofür Prinzessin Diana und Mutter Teresa heute so alles herhalten sollen
Hoppla, jetzt komm' ich und mach' euch mit ein paar Bildungshäppchen den Katholizismus schmackhaft: Manfred Lütz stapft durchs geistige Unterholz seiner Religion

"Es wird seinen Weg machen", sagten früher die Lehrer etwas resigniert von einem Kind, das zwar ihren Erziehungsbemühungen erfolgreich widerstand, dafür aber früh eine natürliche Lebenstüchtigkeit erkennen ließ. So ist es auch mit dem neuesten Werk von Manfred Lütz: Es wird ohne Zweifel seinen Weg machen.

Zweifelsohne: Die Mischung, die der studierte Theologe und praktizierende Arzt anrührt, scheint zu stimmen. Religion und Gottesfrage liegen im Trend. Eine - in diesem Fall hochgebildete - Distanz zum Intellekt ist in Deutschland immer mehrheitsfähig. Und der liberale, papsttreue Katholizismus, den Lütz vertritt, kriegt noch jedes kantige Dogma klein. "Der liebe Gott ist gar nicht so", stellte schon Kardinal Frings fest. Eng und fundamentalistisch sind schlimmstenfalls die Protestanten. Der römische Katechismus kann nicht auf dem Schreibtisch des Verfassers gelegen haben, wie etwa die Ausführungen zu …

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Manfred Lütz, geboren 1954, ist ein renommierter Psychologe, Theologe und Essayist und lebt in Köln. Er studierte Humanmedizin, Philosophie und katholische Theologie in Bonn und Rom. Seit 1997 ist er Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln, einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie. Dr. Lütz ist verheiratet und hat zwei Töchter. In seinen Büchern befasst er sich aus der Sicht eines Psychotherapeuten satirisch und humorvoll mit Gesundheitsthemen wie auch mit religiösen Fragestellungen.

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Kundenbewertungen zu "Gott" von "Manfred Lütz"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 2.8 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen ***** gut)
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(1)
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Bewertung von pfinderle aus Bayreuth am 24.02.2012 ***** weniger gut
Das Buch liest sich leicht, deshalb Bestseller, keinesfalls wegen dessen Inhalt.
Laut Lütz gibt es beim Atheisten keine Moral, keine Gerechtigkeit, keine Menschlichkeit: Welch ein Schwachsinn. Sind Menschen wirklich nur dann gut, wenn sie Angst vor Strafe im Jenseits haben?
Laut Lütz ist Kant ein gottgläubiger, womöglich noch katholischer Mensch. Die historische Wahrheit ist eine völlig andere. Ist Kant deshalb unmoralisch oder gar schlecht?
Im Buch fehlt jede Selbstkritik und jeder Zweifel, das ist zu wenig. Der Papst Ratzinger hat ein Buch über Jesus geschrieben, da fehlt auch jeder Zweifel, aber kann man ihm das verdenken?
Es gehört sich einfach für einen gebildeten Menschen klar zu differenzieren zwischen Glaube und Wissen und nicht einfach fehlendes Wissen unmerklich durch Glaube zu ersetzen.

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Bewertung von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 25.04.2011 ***** weniger gut
"Gott. Eine kleine Geschichte des Größten" ist ein leidenschaftliches Plädoyer fürs Christentum genauer für die Römisch Katholische Kirche (RKK). Die "Geschichten des Größten" in anderen Religionen werden kurz gehalten.
Lütz schreibt umgangssprachlich und in saloppem Ton, manchmal etwas zu bemüht salopp ("Elton John und die nackte Venus"). Im thematischen Mittelpunkt stehen Fragen zu Gott, Werten und das Verhältnis der RKK zu den Wissenschaften. Die apologetische Grundhaltung und das Bemühen locker zu schreiben sind nicht immer zum Vorteil der Verständlichkeit. So benennt Lütz wichtige Eigenschaften Gottes, wie "allmächtig, allgütig, allwissend etc." erst auf S. 195. Dem Titel und Anspruch nach erwartet man eine Abwägung von Pro und Contra zu bestimmten Fragen (die formuliert Lütz selten ausdrücklich) und wird enttäuscht.
Lütz argumentiert manchmal mit fairen und oft mit unfairen Tricks für sein Christentum. Die unfairen Tricks umfassen so ziemlich alle Suggestivtechniken und Fehlschlussarten.
- Schon im Inhaltsverzeichnis erkennt man massive Pauschalierungen ("Gott der Wissenschaftler").
- Wenn moralisch alles erlaubt wäre, ist "die Sau rauslassen" die scheinbar unabdingbare Grundhaltung des Autors (Fehlschluss!).
- Die anderen Religionen und ihre Begründer und Vertreter, auch manche Wissenschaftler werden abfällig beurteilt.
Inhaltlich leidet das Buch an faktischen Sorglosigkeiten bis Fehlern und Widersprüchen. Die Fragen werden kaum ausgesprochen. Je nachdem was man unterstellt werden sie beantwortet oder man vermisst überzeugende Antworten. Meine Lektüre brachte mich ins zweite Lager. Das Buch kann nur denjenigen empfohlen werden, die erfahren wollen, wie man mit fast 300 Seiten Reden über Gott in die Bestsellerlisten kommt, Preise erhält und reichlich Kohle macht, entgegen der Behauptung des Autors mit Glaubensdingen könne man nicht wirklich Geld machen.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 04.08.2010 ***** ausgezeichnet
Sehr lesenswertes Buch,
Gibt viele Anregungen zum Nachdenken , Weiterdenken und zum Schmunzeln..

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Ballame aus Karlstein am 23.06.2010 ***** weniger gut
Sorry Herr Lütz, mir gefällt es nicht so gut. Sie haben gut angefangen, wurden mir dann aber zu katholisch. Für Katholiken sicher ein Highlight.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von Bäcker aus Koblenz am 12.11.2007 ***** gut
Leider dringt dieses Werk nicht wirklich in die Tiefe der Problematik ein. Die Ausführungen beruhen auf theologisch alt bekanntem, sind zu subjektiv und einseitig. Es werden nicht verifizierbare Thesen in den Raum gestellt welche die Kirche seit Jahrhunderten aufrecht hält. Der philosophische Aspekt sowie logische Gedankengänge auf der Suche nach Gott kommen zu kurz. Auch vermisse ich eine ausführliche Diskussion der ontologischen oder kosmologischen Gottesbeweise. Neueste Erkenntnisse der Neurowissenschaften oder der Quantenphysik sollten auch berücksichtigt werden. Im Ganzen nur für Einsteiger oder leicht zu überzeugende Menschen geeignet. Wer tiefer in dieses Thema eindringen will, mehr Informationen und Überlegungen wünscht sollte Goswami, Das BEWUSSTE UNIVERSUM oder Becker, GOTTES GEHEIME GEDANKEN lesen.

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Flavia aus Köln-Porz am 28.04.2010
    Beweise über Gottes Existenz gibt es genug, wenn man glaubt.
    Aber es ist ja auch geschrieben worden, "Gott hat ihre Augen blind gemacht, damit sie mit ihren Augen nicht sehen. (Joh. 12, 40)".
     (Inhalt anstößig?)

22 von 34 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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