Golem - Delaney, Matthew

Matthew Delaney 

Golem

Thriller

Übersetzung: Schumacher, Rainer
Broschiertes Buch
 
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Golem

Thomas Roosevelts lebt in einer scheinbar perfekten Welt. Sein Vater, ein genialer Genforscher, hat alle Krankheiten besiegt. Der Handel mit den Medikamenten hat ihn reich gemacht; seine Firma Genico ist ein Imperium. Doch die
Genexperimente haben eine Rasse von künstlichen Menschen hervorgebracht - moderne Sklaven, die keine Rechte haben. Nach dem Tod seines Vaters tritt Roosevelt das Erbe an. Er könnte die Welt ändern. Doch sein Bruder neidet ihm die Macht. Er
hängt Roosevelt einen Mord an. Roosevelt macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, doch was er findet, stellt seine gesamte Existenz infrage: Er soll gar kein Mensch sein.


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 557 S.
  • Seitenzahl: 557
  • Altersempfehlung: ab 20 Jahre
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 135mm x 42mm
  • Gewicht: 692g
  • ISBN-13: 9783785760376
  • ISBN-10: 378576037X
  • Best.Nr.: 29611963

Kundenbewertungen zu "Golem" von "Matthew Delaney"

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Bewertung von SunshineRose aus Marburg am 12.10.2010 ***** sehr gut
Erschreckende Zukunftsvision!

Ein Zukunftsroman, welcher an einigen Stellen eine beängstigende Frage hinterlässt… ist eine solche Entwicklung tatsächlich möglich? Von dem Autor werden wir in eine Welt hineingeworfen, welche von Habgier, Hass und Unterdrückung gekennzeichnet ist. Mittels modernster Technik ist es den Menschen gelungen sogenannte Transkriptoren zu erschaffen, eine Rasse künstlicher Menschen, versklavt und ohne Rechte. Und all das bereits Mitte des 21. Jahrhunderts! Menschliche Eigenschaften wie Skrupellosigkeit und unbegrenzte Profitgier sind uns ja heutzutage schon bekannt und erscheinen in Delaneys Science-Fiction Thriller in einem ganz neuen Licht. So werden die Transkriptoren beispielsweise dazu gezwungen, historische Schlachten zur Belustigung der Öffentlichkeit nachzustellen und sich dabei gegenseitig zu töten. Als Mensch dagegen ist man in der Lage, nahezu jede Krankheit, auch sämtliche Krebsarten, zu besiegen, natürlich nur wenn der Preis stimmt… Durch geschickte Rückblicke auf unsere Gegenwart, wie z.B. auf die gerade mehr oder minder überstandene Immobilien- und Finanzkrise, erscheint uns die von Delaney erschaffene Welt umso näher.

Doch nicht nur wegen der von ihm geschaffenen Welt ist dieser Thriller lesenswert. Auch die von ihm erdachte Handlung um die Stiefbrüder Roosevelt und Saxton ist wirklich vielversprechend. Als nämlich deren Vater die Leitung der weltweit führenden Firma Genico lieber Roosevelt als seinem leiblichen Sohn Saxton übertragen will, wird plötzlich behauptet, Roosevelt sei gar kein Mensch und er sei zudem noch für zwei brutale Morde verantwortlich. Ab diesem Zeitpunkt lebt Roosevelt nur noch für die Suche nach der Wahrheit und für seine Rache…

Die Handlung an sich ist wirklich gut ausgearbeitet und bietet bis zum Schluss noch einige Überraschungen. Die praktische Umsetzung des Ganzen lässt mich allerdings ein wenig mit dem Begriff des Thrillers hadern. Nach einem wahnsinnig spannenden „Prolog“ sowie ersten Teil, schwindet das Tempo der Geschichte und der Autor verliert sich in unglaublich langen Beschreibungen, wie z.B. der von den Transkriptoren auszuführenden Schlachten. Von der Tatsache, dass man einen Thriller liest, ist zwischenzeitlich nicht mehr viel zu spüren und Roosevelts Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit rückt ein wenig in den Hintergrund. Erst im dritten Teil wird es dann wieder richtig spannend, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Hätte der Autor sich im mittleren Teil ein wenig kürzer gefasst, so hätte dieses Buch wirklich ein wahnsinniges Potential! Nichtsdestotrotz war ich froh, dieses Buch lesen zu dürfen und würde es allen an dieser Thematik Interessierten jederzeit weiterempfehlen. Was mich jedoch zwischenzeitlich immer mal wieder ziemlich gestört hat, waren die vielen Fehler. Angefangen bei simplen Rechtschreibfehlern bis hin zu kompletten Wörtern, welche entweder vollständig fehlten oder gar nicht an diese Stelle gehörten. Solche Fehler wären absolut vermeidbar gewesen und hätten den Lesespaß beträchtlich gesteigert.

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