Göttertrank - Schacht, Andrea

Andrea Schacht 

Göttertrank

Historischer Roman

Gebundenes Buch
 
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Göttertrank

Köstlich ist der Duft, den die kleine Amara in der Küche des mecklenburgischen Gutshofs schnuppert. Doch welche Enttäuschung, als sie ihrer Mutter ein Stück von der teuren Kakaomasse stiehlt! Wie nur bereitet man aus dem bitteren Rohstoff die Speise der Götter?
Die Sehnsucht nach dem sinnlichen Aroma der Schokolade weist Amara unbeirrbar ihren Weg als Zuckerbäckerin. Immer wieder lässt das Schicksal sie seine Launen spüren, doch Amara begegnet Gefährten, die wie sie der Leidenschaft für die exotische Kakaofrucht verfallen sind. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts dringen Technik und Wissenschaft unaufhaltsam in den Alltag der Menschen vor. Und in der Morgenröte der Industrialisierung sieht sich Amara vor dem Ziel ihrer Träume: dem vollendeten Geschmack der Schokolade.

"Ein unterhaltsamer Roman, den man - gemütlich im Sessel - mit mehreren Tassen Schokolade genießen sollte." Kirchenzeitung

"Ein äußerst wohl bekömmlicher und schmackhafter Lesegenuss von der neuen Meisterin der rheinischen Historomane - Andrea Schacht." literaturreport.com

"Eine erfrischend leichte Erzählweise, viel Humor und eine ganz und gar detaillierte Beschreibung ..." Kölnische Rundschau


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 635 S.
  • Seitenzahl: 635
  • Deutsch
  • Abmessung: 22 cm
  • Gewicht: 844g
  • ISBN-13: 9783764502737
  • ISBN-10: 3764502738
  • Best.Nr.: 23332812
"Langeweile ausgeschlossen!" Bunte<br/><br/>"Charmant, voller Wortwitz und Überraschungen und außerdem ausgesprochen liebenswert ..." krimi-forum.net über "Die Lauscherin im Beichtstuhl"<br/><br/>"Eine erfrischend leichte Erzählweise, viel Humor und eine ganz und gar detaillierte Beschreibung ..." Kölnische Rundschau<br/><br/>Andrea Schacht schreibt "mit Witz und Grips." Express<br/><br/>"Eine bunt ausgemalte, lebenssatte Zeitreise - nicht nur für Rheinländer." Rhein Zeitung über "Die Kreuzblume"

"Ein unterhaltsamer Roman, den man - gemütlich im Sessel - mit mehreren Tassen Schokolade genießen sollte." (Kirchenzeitung)

»Eine erfrischend leichte Erzählweise, viel Humor und eine ganz und gar detaillierte Beschreibung ...«

Andrea Schacht schreibt mit Witz und Grips. Express

"Langeweile ausgeschlossen!"
Andrea Schacht, Jg. 1956, war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin in der Industrie und als Unternehmensberaterin tätig, hat dann aber dem seit Jugendtagen gehegten Wunsch nachgegeben, Schriftstellerin zu werden. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in der Nähe von Bad Godesberg. Neben erfolgreichen historischen Romanen hat sie etliche Bücher veröffentlicht, in denen Katzen eine Hauptrolle spielen.

Leseprobe zu "Göttertrank"

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Leseprobe zu "Göttertrank" von Andrea Schacht

Pechsträhne (S. 279-280)

Wer sich der Einsamkeit ergibt, ach, der ist bald allein, ein jeder lebt, ein jeder liebt und läßt ihn seiner Pein.
Bettina von Arnim

Ich war in tiefste Melancholie versunken. Nichts erschien mir wert, meine Energie darauf zu verwenden, schon gar nicht ich selbst. Alles war mir gleichgültig geworden. Ich stand auf der Brücke und starrte in die schäumenden Wasser der Wupper. Das Tauwetter hatte den Fluss anschwellen lassen, und in den schmutzigen Wellen tanzten abgebrochene Äste, zerbrochene Flaschen, Holzstücke, ein alter Stiefel und der Kadaver eines ertrunkenen Hundes. In der Flasche war noch ein letzter Schluck, ich trank sie aus, dann warf ich sie hinter dem Treibgut her. Sie wurde mit der reißenden Strömung aufgenommen und entschwand schnell meinem unsteten Blick.

Düster hing der Märzhimmel über Elberfeld, es nieselte, und der stetige, kalte Wind biss unangenehm in meinen unterernährten Körper. Ich hätte fortgehen sollen, zurück in den üblen Verschlag, der meine derzeitige Unterkunft darstellte. Schon viel zu lange stand ich da, die Hände an das Brückengeländer geklammert. Den einzigen Trost, die einzige Wärme hatte ich in den Branntweinflaschen gefunden. Nun war die letzte geleert, und die Hoffnungslosigkeit drohte mich zu überwältigen.

Als ich im Herbst nach einer strapaziösen Fahrt von Berlin eingetroffen war, hatte ich mich von der Posthalterei zu der Adresse durchgefragt, die Alexander Masters in seinen Briefen angegeben hatte. Noch immer verstört betrachtete ich kurz darauf das mit schwarzem Schiefer verkleidete Haus, dessen Fensterläden zum Großteil ungastlich verschlossen waren. Weiterhin trug ich die Witwenkleidung und verbarg mein Gesicht hinter dem dunklen Schleier.

Obwohl ich nicht fürchtete, erkannt zu werden, schien es mir passend, denn das triste Schwarz entsprach meiner Stimmung. Es dauerte eine Weile, bis ich mich endlich entschließen konnte, den Klingelzug zu betätigen. Scheppernd schlug die Glocke im Haus an, und es öffnete mir eine hagere, alte Frau in strengen grauen Kleidern. Ich stellte mich als Ella Wirth vor und bat, Herrn Alexander Masters sprechen zu dürfen. »Herr Masters hat dieses Haus verlassen.

Wir wünschen keinen Kontakt mit seinen – mhm – Bekannten«, erklärte die Alte mit einem abschätzigen Blick auf mich und den schweren Koffer an meiner Seite. »Können Sie mir denn wenigstens sagen, wo ich ihn finde?« »Es entzieht sich unserer Kenntnis, wo dieser Mann sich aufhält. Und nun entschuldigen Sie mich, ich habe keine Zeit für müßiges Geschwätz.« Die Tür wurde mir vor der Nase zugeschlagen.

Betroffen schleppte ich mein Gepäck wieder zur Straße und sah mich hilflos um. Elberfeld machte auf mich den Eindruck eines trostlosen, düsteren Städtchens, und der trübe Oktobertag wurde durch die Rußwolken der Fabriken noch weiter verdunkelt. Irgendwann fand ich schließlich eine schäbige Pension, in der ich mich ausruhen konnte. Ich verkroch mich vor meinem Elend in dem knarrenden Bett und zog die Decke über mich. So viel hatte ich verloren, und nun war auch der letzte Hoffnungsschimmer erloschen. Zwei Tage später hatte ich mich schließlich aufgerafft und die Fabrik von Reinecke aufgesucht. Aber auch hier erhielt ich nur eine barsche Abfuhr, als ich mich nach Alexander erkundigte. Er schien wie vom Erdboden verschwunden zu sein, und die selt-

Kundenbewertungen zu "Göttertrank" von "Andrea Schacht"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Kleeblatt aus Berlin am 28.11.2011 ***** sehr gut
Mit Göttertrank ist Andrea Schacht wieder ein historischer Roman der Extraklasse gelungen. Interessant und vielseitig erzählt sie die Geschichte der vier Protagonisten, die eines verbindet... die Liebe zum Kakao. Diese schlängelt sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Mittels verschiedener Erzählstränge werden wir mit den einzelnen Protagonisten bekannt gemacht. Der Leser wächst mit ihnen mit und Dank der Erzählkunst von Andrea Schacht wird es einem leicht gemacht, die Beweggründe und Entscheidungen der Protagonisten nachzuvollziehen.
Sie kommen alle aus unterschiedlichen Schichten bzw. Klassen.
Amara, Alexander und Jan Martin haben sich in ihrem Leben Ziele gesetzt, die sie erreichen wollen und für die sie kämpfen und alles daran setzen, diese zu erreichen. Viele große Erfolge werden erzielt, aber auch vor Misserfolgen ist niemand gefeit. Aber nie verlieren sie ihr Ziel aus den Augen.
Dorothea, genannt Dotty wächst schon als Kind ohne Liebe auf und ihr Leben lang wird sie sich davon nicht erholen. Sie wird eine egoistische bösartige Frau, die auch vor Mord nicht zurückschreckt.
Die Lebenswege der 4 Protagonisten kreuzen sich immer wieder, um sich dann wieder aus den Augen zu verlieren. Im Hintergrund sind sie aber alle miteinander verbunden.
Der Roman spielt zur Zeit der Industrialisierung in Europa. Die Entwicklung der Dampfmaschine wird vorangetrieben und leitet den technischen Fortschritt ein. Gekoppelt wird dies mit der Entwicklung der Verarbeitung der Kakaobohne bis hin zur genussvollen Schokolade.
Ein wunderbar recherchierter Roman von Andrea Schacht, sowohl auf der technischen und politischen Ebene wie auch auf der biologischen.
Ein interessanter, aufschlussreicher und lehrreicher Roman, der nie langweilig wurde.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Langer aus Friedberg am 19.06.2008 ***** sehr gut
Ein wirklich spannender Roman der fesselt. Eine wunderschön erzählte Geschichte über Schicksalsschläge, Lichtblicke und Glück im Leben!!!

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