Goethes Mutter - Gersdorff, Dagmar von

Dagmar von Gersdorff 

Goethes Mutter

Eine Biographie

Broschiertes Buch
 
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Produktinformation

  • Verlag: Insel, Frankfurt
  • 2006
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 460 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 465
  • Insel Taschenbücher Nr.2925
  • Best.Nr. des Verlages: 34625
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 118mm x 25mm
  • Gewicht: 319g
  • ISBN-13: 9783458346258
  • ISBN-10: 3458346252
  • Best.Nr.: 11253196
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.05.2001

Keine Angst vor Spindelbeinen
Auf dem Prüfstand: Goethes Mutter und ihr Haushaltsbuch

Den Frauen um Goethe ist immer viel Aufmerksamkeit gewidmet worden; schon der Autor selbst hatte spätestens in "Dichtung und Wahrheit" begonnen, seine Affären zu epochemachenden Ereignissen zu stilisieren. Da wundert es fast, daß über eine der wichtigsten Frauen in seinem Leben eher wenig geschrieben worden ist. Dagmar von Gersdorff hat jetzt den großen Zugriff auf "Goethes Mutter" gewagt. Der Verlag bemüht sich durch täuschend ähnliche Umschlagsgestaltung, das Buch auf den Erfolgskurs von Sigrid Damms "Christiane und Goethe" zu bringen.

Alles Reden über die Eltern Goethes beginnt mit dem berühmten Vierzeiler, in dem der Dichter seinem Vater "des Lebens ernstes Führen", der Mutter dagegen "Frohnatur" und die prägende "Lust zu fabulieren" bescheinigt. Das ist zwar typisiert, aber deshalb ist es nicht falsch. Johann Caspar Goethe, Jurist und kaiserlicher Rat, hatte auf alle Berufsausübung verzichtet und lebte dank eines ererbten Vermögens als Privatier; der unzufriedene Mann widmete sich mit ganzer Kraft der Bildung von Sohn und Tochter. Die …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Wolfgang Schneider begrüßt dieses Buch sehr, ist doch Elisabeth Goethe seiner Ansicht nach bisher bei Betrachtungen über Frauen in Goethes Leben eindeutig zu kurz gekommen. Das mag an der spärlichen Quellenlage liegen, deutet Schneider an, denn Goethe selbst hat bei einer umfangreichen Briefverbrennung auch die Schreiben seiner Mutter vernichtet. Und so stützt sich die Autorin, wie der Leser erfährt, vor allem auf umfangreiche Haushaltsaufzeichnungen, auf 'Dichtung und Wahrheit' sowie die "Goethe-Biografik". Interessant findet Schneider, dass es Gersdorff gelingt, mit dem Vorurteil aufzuräumen, Elisabeth Goethe "sei ebenso ungebildet wie heiter" gewesen. Es zeige sich, dass ihr Lesepensum immens gewesen sein muss, und dass besonders Klopstock, Lessing und Schiller die von ihr favorisierten Dichter waren. Darüber hinaus kristallisiert sich nach Schneider das Bild einer Frau heraus, die ausgesprochen tolerant, beliebt und gesellig gewesen sein muss, die von sich selbst allerdings auch behauptete "ihre Seele (habe) 'von Jugend auf keine Schnürbrust angekriegt'". Schneider vermisst in dieser Biografie allerdings einen "Schuss Respektlosigkeit" und Widersprüche. Auch der "Goethe-Groll" der Autorin, der spürbar sei (besonders, weil sich Goethe später kaum um seine Mutter gekümmert hat und auch nicht zur Beerdigung erschien), scheint ihm zwar verständlich, doch gleichzeitig ein wenig übertrieben.

© Perlentaucher Medien GmbH
Dagmar von Gersdorff, Dr. phil., geboren 1938, stammt aus Trier/Mosel und lebt heute als Literaturwissenschaftlerin und freie Schriftstellerin in Berlin. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.
Vor ihrem Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin war sie als Redakteurin bei den Ruhr-Nachrichten in Dortmund und der Süddeutschen Zeitung in München tätig.
Ihre Promotion schrieb sie über den Einfluss der deutschen Romantik auf Thomas Mann. Neben zahlreichen Biographien berühmter Persönlichkeiten aus der Goethe-Zeit verfasste sie Kinderbücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, Text- Bildbände für die Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin sowie zahlreiche Beiträge für Rundfunk, Zeitschriften und Anthologien. Seit 1980 ist sie Mitglied des deutschen Schriftsteller-Verbandes sowie Mitglied des Internationalen PEN.

Kundenbewertungen zu "Goethes Mutter" von "Dagmar von Gersdorff"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Wolfgang Jentner aus Wimsheim am 20.07.2008 ***** ausgezeichnet
Beim Lesen dieses glänzend recherchierten Buches wird man in's Frankfurt zur Zeit der napoleonischen Kriege hineinversetzt, lernt viele Persönlichkeiten im Umfeld Goethes kennen und erfährt, wie diese über den großen Dichter gedacht haben. Vor allem aber bekommt man eine Ahnung, welchem "Stall" Goethe entstammt, und welche Personen, allen voran die Dichtermutter, seinem Genie den Weg bereitet haben. Ein sehr lesenswertes, brillant geschriebenes Buch, das auf keiner Seite Langeweile aufkommen läßt!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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