Wer die mittelalterlichen Sagen um den Gral ergründen will, gelangt
in das Sagenreich des König Artus und seines berühmten Magiers
Merlin. Warum schickte der legendäre Artus seine Ritter aus, den
Gral zu suchen? Welche geheime Zauberkraft verbirgt sich hinter
diesem lebensspendenden Gefäß? Der Film folgt der Schriftstellerin
Sabina Troager bei ich rer Suche nach dem Gralsgeheimnis in die
Welt der vorchristlichen Kultur Europas mit ihren Barden, Druiden,
Kriegerkönigen und weisen Frauen. Auf Spurensuche in der Bretagne,
Cornwall, Galstonburry, Stonehenge und Wales zeigt sich, dass der
Gral in enger Verbindung zu den versunkenen keltischen Gottheiten
steht.
"Sie war in der Tat die erste, die ich tief und wahrhaft
liebte. Auch kann ich sagen, dass sie die letzte gewesen ..."
Sie - das ist Lili Schönemann, eine ebenso attraktive wie
intelligente Tochter aus vermögendem Hause, die der junge Goethe
bei einem Klavierabend kennenlernte. Bereits kurze Zeit später trug
er sich mit Heiratsgedanken. Argwöhnisch von Lilis Brüdern auf
Abstand gehalten, die für ihre gerade sechzehnjährige Schwester
eine bessere Partie im Auge hatten, musste Goethe bald erkennen,
dass er den Ansprüchen ihrer Familie nicht genügen würde. Es kam
zum Bruch.
Dagmar von Gersdorff lässt diese Liebesgeschichte vor den Augen des
Lesers wieder aufleben. Sämtliche Gedichte, die Goethe an Lili
richtete, sowie seine Briefe und Tagebuchnotizen sind in diesem
Band abgedruckt. Bis ins Alter hat Goethe die Zeit, in der er mit
Lili verlobt war, beschäftigt. Noch Jahrzehnte später heißt es in
Dichtung und Wahrheit: "Ich wäre stolz gewesen, es der ganzen
Welt zu sagen, wie sehr ichsi e geliebt und ich glaube, sie wäre
nicht errötet zu gestehn, dass meine Neigung erwidert wurde."
Den Titel der Abhandlung von Dagmar von Gersdorff über Goethes neunmonatige Beziehung im Jahr 1775 zu der "gescheiten" und attraktiven Frankfurter Bankierstochter Lili Schönemann findet Manfred Koch etwas gewagt. Denn schließlich sei es Goethe selbst gewesen, der diese Beziehung zwar später so mythologisierte, aber damit in Widerspruch zu seinem Lebenswandel geriet, meint der Rezensent. Gersdorff nun erzähle über die einzelnen Stationen dieser Liaison, über "auftretende Herzens- und Familienverstrickungen" und schließlich die "dramatische Trennung". Inhaltlich sei das zwar nichts Neues, denkt Koch, aber für Nichtkenner des Goetheschen Liebeslebens berichte die Autorin "zuverlässig" und "anschaulich". Vielleicht, munkelt der Rezensent, wäre die Ausgabe in einem anderen Verlag als Insel etwas "respektloser" ausgefallen, denn schließlich seien für die Trennung des Paares nicht "äußerliche Hindernisse" verantwortlich gewesen, sondern Goethes "notorische Bindungsscheu", ist Koch überzeugt.
Dagmar von Gersdorff, Dr. phil., geboren 1938, stammt aus Trier/Mosel und lebt heute als Literaturwissenschaftlerin und freie Schriftstellerin in Berlin. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Vor ihrem Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin war sie als Redakteurin bei den Ruhr-Nachrichten in Dortmund und der Süddeutschen Zeitung in München tätig. Ihre Promotion schrieb sie über den Einfluss der deutschen Romantik auf Thomas Mann. Neben zahlreichen Biographien berühmter Persönlichkeiten aus der Goethe-Zeit verfasste sie Kinderbücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, Text- Bildbände für die Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin sowie zahlreiche Beiträge für Rundfunk, Zeitschriften und Anthologien. Seit 1980 ist sie Mitglied des deutschen Schriftsteller-Verbandes sowie Mitglied des Internationalen PEN.
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