Goethe und seine lieben Deutschen - Kleßmann, Eckart

Eckart Kleßmann 

Goethe und seine lieben Deutschen

Ansichten einer schwierigen Beziehung

Gebundenes Buch
 
1 Kundenbewertung
***** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
32 ebmiles sammeln
EUR 32,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Goethe und seine lieben Deutschen

Nichts Neues aus Weimar? Der Alte überrascht noch immer! Goethe mag zwar der über alles verehrte deutsche Dichter sein, aber waren die Deutschen auch sein über alles geschätztes Volk? "Sie mögen mich nicht! Das matte Wort! Ich mag sie auch nicht! Ich habe es ihnen nie recht zu Danke gemacht." Goethes zornige Bemerkung über die Deutschen charakterisiert das schwierige Verhältnis des Dichters zu seinen Landsleuten - und umgekehrt. Zwar haben ihn die Deutschen zu Lebzeiten respektiert als ihren ersten Dichter, doch geliebt haben sie nicht ihn, sondern Schiller. Goethe hielten sie für einen suspekten Charakter. Seinem Erfolgsroman Die Leiden des jungen Werther warfen sie vor, er verleite die Leute zum Selbstmord; die Römischen Elegien und Wilhelm Meisters Lehrjahre galten als unsittlich, seine Lebensgemeinschaft mit Christiane Vulpius empfand man als skandalös, seine Verehrung für Napoleon als Verrat, sein Verhalten in den "Befreiungskriegen" als...


Produktinformation

  • Verlag: Ab - Die Andere Bibliothek
  • 2010
  • Num. Ausg.
  • Ausstattung/Bilder: Num. Ausg. 2010. 312 S.
  • Seitenzahl: 308
  • Die Andere Bibliothek Bd.307
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 130mm x 28mm
  • Gewicht: 509g
  • ISBN-13: 9783821862200
  • ISBN-10: 3821862203
  • Best.Nr.: 28001598
"Es sind wahrhaft erlesene Freuden in diesem Buch, ein ausgiebig zu erobernder Wissensschatz."(Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 13. Juli 2010)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.07.2010

KURZKRITIK
Goethe als Grantler
Der Dichter und seine „lieben
Deutschen“ – ein Missverhältnis
Als nach Goethes Tod eine Trauerfeier am Berliner Schauspielhaus angekündigt wurde, geriet der Preußische König Friedrich Wilhelm III. in Rage: Man hätte ihn um Genehmigung bitten müssen; leider könne man nun die Feier nicht mehr absagen, „ohne Aufsehen zu veranlassen“. Diese Episode ist wie ein Tippelchen auf dem I in der lebenslangen Geschichte der Abneigungen und Missverständnisse zwischen Goethe und vielen Deutschen. Dieser war beim breiten Publikum keineswegs beliebt oder gar erfolgreich; und er wusste das. Oft beklagte er sich darüber: „Ihr schmähet meine Dichtung; / Was habt ihr denn getan? / Wahrhaftig die Vernichtung / Verneinend fängt sie an.“
Eckart Kleßmann, bewährter Kenner nicht nur Goethes, sondern seiner ganzen Epoche – es gibt Bücher zu Napoleon und zur Romantik von ihm –, leistet in seiner Studie „Goethe und seine lieben Deutschen“ aber noch mehr als die Darstellung eines langen Missverhältnisses zum Publikum; es geht auch um Goethes politische …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Ziemlich unglücklich lässt Eckart Kleßmanns Darstellung von Goethes Verhältnis zu den Deutschen den Rezensenten Manfred Koch zurück, der umso mehr die von Hans-Joachim Weitz' bereits 1949 herausgegebene, seit langem vergriffenen Zitatensammlung "Goethe: Die Deutschen" vermisst. Zwar gehe Kleßmann höchst ambitioniert ans Werk und fasse mit seiner Studie ein weites Panorama in den Blick, von Goethes frühen Bemühungen um die "deutsche Art und Kunst" über seine Italienreise bis zu Goethes offener Ablehnung deutscher Leser, Raucher und Biertrinker. Vieles allerdings bleibt dem Rezensenten zu oberflächlich und zu unscharf. Und wenn Goethe die deutschen Intellektuellen für ihre mangelnde Weltläufigkeit kritisiert, sei das etwas anderes als das Gegrantel eines alternden Mannes über Kartoffelessers. Überhaupt erscheint ihm dieses Buch in weiten Teilen eher als eine "verkappte" Biografie mit einer auffälligen Vorliebe fürs "Skandalöse", und so mag Koch die Studie als " kurzweilige Überblicksdarstellung" durchaus gelten lassen, zum Thema ruft er dann aber doch nach einer Neuauflage von Weitz' Werk.

© Perlentaucher Medien GmbH

"(...) amüsanter Lesestoff in Fülle (...)."(Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 30. Juli 2010)<br/><br/>"Es sind wahrhaft erlesene Freuden in diesem Buch, ein ausgiebig zu erobernder Wissensschatz."(Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 13. Juli 2010)<br/><br/>"Kleßmann läßt uns staunen. Schöneres kann man über ein Buch nicht sagen."(Eckhard Schimp, Braunschweiger Zeitung, 6. November 2010)<br/><br/>"(...) dieser Band (gehört) zum Lesenswertesten, was in jüngerer Zeit über Goethe veröffentlicht wurde."(Andreas Müller, Darmstädter Echo, 24. November 2010)<br/><br/>"Hier ist eines der besten und intelligentesten Bücher, die in letzter Zeit über Goethe geschrieben wurden, souverän in der Stoffbewältigung und mit wunderbar leichter Hand verfaßt, kurzweilig und unterhaltsam, weil Kleßmann nie doziert. (...) Ein glänzendes Kapitel Goethe auf nur dreihundert Seiten: Das gelingt nicht alle Tage."(Klaus Bellin, Lesart, 3/10)

"Hier ist eines der besten und intelligentesten Bücher, die in letzter Zeit über Goethe geschrieben wurden, souverän in der Stoffbewältigung und mit wunderbar leichter Hand verfaßt, kurzweilig und unterhaltsam, weil Kleßmann nie doziert. (...) Ein glänzendes Kapitel Goethe auf nur dreihundert Seiten: Das gelingt nicht alle Tage."(Klaus Bellin, Lesart, 3/10)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.12.2011

Goethes Vorurteile

Der Mut zu einem Buch über Goethes nicht immer beglückendes Verhältnis zu seinen Landsleuten verdient Respekt. Denn darüber ist schon viel gesagt worden. Aber die Leser wollen lesen und die Autoren schreiben und die Verleger Neues bringen aus ihrer Werkstatt, und wenn das so wissensreich, klar und mit leichter Hand geschieht wie bei Eckart Kleßmann, dann lässt man es sich gern gefallen. Kleßmann hat sich seit langem als Kulturhistoriker verdient gemacht, der interessant und maßvoll, aber stets konkret über die Dichter zu erzählen versteht, ohne sie durch ein Übermaß an Details zu erdrücken. So akzeptiert man gern, dass Goethe glaubte, Rauchen mache dumm, dass er Brillenträger nicht mochte und außerdem noch eine Aversion gegen Berliner sowie gegen Hamburg und ganz Norddeutschland pflegte. Schließlich war er Frankfurter und schätzte Wieland, fand Napoleon sympathisch und musste immer wieder feststellen, dass er allen Zweifeln gegenüber recht hatte: "Seinem unerschütterlichen Selbstbewusstsein konnte auch die harscheste Kritik (die er stets aufmerksam las) nichts anhaben. Er war im Recht, alle anderen im Irrtum verblendet." Goethe …

Weiter lesen
Eckard Kleßmann, geboren 1933, arbeitete als Buchhändler, Lektor und Redakteur. Seit 1977 ist er freier Schriftsteller und veröffentlichte zahlreiche Biographien, u.a. über E.T.A Hoffmann, Napoleon, Johann Sebastian Bach. Er lebt in der Nähe von Hamburg.

Leseprobe zu "Goethe und seine lieben Deutschen"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Goethe und seine lieben Deutschen zu blättern!



Leseprobe zu "Goethe und seine lieben Deutschen" von Eckart Kleßmann

"Sie mögen mich nicht! Das matte Wort! Ich mag sie auch nicht! Ich habe ihnen nie etwas zu Danke gemacht!" Dieser zornige Ausbruch des alten Goethe bezeichnet den Höhepunkt seiner Abneigung gegen die Deutschen. Zeitlebens herrschte zwischen ihm und seinen Landsleuten eine latent gereizte Stimmung. Sie warfen ihm Unsittlichkeit, Unchristlichkeit, mangelnden Patriotismus und Napoleon-Verehrung vor; er ihnen geistige Dumpfheit, Spießigkeit, bornierten Chauvinismus und das Unvermögen, Kunst zu verstehen und unbefangen zu genießen, befangen in Abstraktion und Spekulation.Dieses Buch will nicht die zahlreichen Äußerungen Goethes über die Deutschen sammeln; das hat bereits Hans-J. Weitz in seinem mehrfach aufgelegten Büchlein "Goethe über die Deutschen" getan. Hier geht es um die Geschichte einer von Anfang an schwierigen und spannungsgeladenen Beziehung und deren Ursachen zu Lebzeiten Goethes. Sein Tod hat die Deutschen nicht versöhnlicher gestimmt, im Gegenteil. Denn nun wurde...

Kundenbewertungen zu "Goethe und seine lieben Deutschen" von "Eckart Kleßmann"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Goethe und seine lieben Deutschen" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 02.08.2010 ***** ausgezeichnet
"Sie mögen mich nicht! Das matte Wort! Ich mag sie auch nicht! Ich habe ihnen nie etwas zu Danke gemacht!"

Dies hat Altmeister Goethe im Zorn seinen Landsleuten gesagt. Eckhart Kleßmann untersucht in seinem Buch das Verhältnis des Meisters zu seinem Leservolk und beschreibt Ursachen.

Dabei geht er systematisch vor:

Das Reich und die Deutschen

Italien

"Willst du in Deutschland wirken als Autor"

"Verfluchtes Volk, du wirst nicht klug"

Islam und Judentum

Weltliteratur

Deutsche Sprache, deutsche Zukunft

Goethe verehrte Napoleon, selbst als dieser sich zum Diktator aufschwang. Dies verstanden die Deutschen nicht. Er blieb für sie der große deutsche Dichter, Herzenswärme brachte man ihm allerdings nicht entgegen, die sparte man sich für Schiller auf. Goethe bekam den kühlen Respekt. Oftmals lag es nur daran, dass sich Dichterfürst und Volk nicht verstand.

Dabei trat Goethe sehr wohl für sein Vaterland ein. Nicht nur in seinem Dienst für den Staat, auch in seinen schriftlichen Arbeiten: "Junge Leute werden viel zu früh aufgeregt und dann im Zeitstrudel fortgerissen; Reichtum und Schnelligkeit ist was die Welt bewundert . . ." Heut könnte er ähnliches sagen. Er mahnt vor der Zukunft, auch deshalb sollten wir uns desöfteren wieder einmal dem Herrn Geheimrat zuwenden. Dieses Buch als Grundlage für eine Beschäftigung mit Goethe ist sehr zu empfehlen.



Christian Döring, www.buecherveraendernleben.npage.eu

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Goethe und seine lieben Deutschen" von Eckart Kleßmann ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

3 Marktplatz-Angebote für "Goethe und seine lieben Deutschen" ab EUR 17,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 17,00 1,95 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal BuchX 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 18,00 1,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung Antiquariat Rump 99,8% ansehen
wie neu 30,40 0,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
Mehr von