Glänzende Zeiten - Soboczynski, Adam

Adam Soboczynski 

Glänzende Zeiten

Fast ein Roman

Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
17 ebmiles sammeln
EUR 16,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Glänzende Zeiten

"Nichts ist vor dem Witz des Erzählers sicher." -- Dirk Knipphals, taz

Ob in Berlin oder Barcelona, in der Bar oder in der Bahn: Adam Soboczynski erzählt von Männern und Frauen, die sich dem Rausch, dem Rauchen und allem Raffinierten mehr und mehr entfremden. Sie alle leiden an der braven neuen Welt. Es sind die Gesunden, die Glatten, die Asketen, die den Terror der Tugend verbreiten. Gemüse ist ihr Fleisch.

Ein überaus geistreiches und tragikomisches Buch, fast ein Roman, in dem ein Knutschfleck und Nietzsche zusammengeführt werden. Eine "Menschliche Komödie" unserer Zeit.

Dieser Mann stellt unsere auf den Kopf.
"Wir sollen gesund sein, die Umwelt schützen, freundlich sein. Jeder Nichtraucher ist nur ein Übergewichtiger mehr."
Adam Soboczynski ist Redakteur der ZEIT und einer der anerkanntesten Journalisten seiner Generation. Als geistreicher Erzähler fand er zuletzt mit seinem Buch "Die schonende Abwehr verliebter Frauen" große Resonanz.
Ob in Berlin oder Barcelona, in der bar oder in der bahn, Adam Soboczynskis Helden leiden an der braven neuen Welt. Er erzählt von Männern und Frauen, die sich dem Rausch oder der Anarchie mehr und mehr entfremden. ein Erzählreigen, der die Gegenwart zeigt, wie sie ist, als "Menschliche Komödie", brillant, hochironisch und tragikomisch.
Ein Mann, der irgendetwas erfolgreich mit Kultur macht, hat ein Haarproblem. In einer Zeit der androgynen Glätte wirkt seine üppige Behaarung, nun ja, anstößig. Ein anderer reist nach Barcelona und findet nicht mehr die Stadt vor, die er noch vor wenigen Jahren so liebte. Heute gleicht jede Stadt der anderen, das abenteuerliche Flanieren ist vorbei. Regelrecht geächtet muss sich der Raucher fühlen. Anstelle der Aschenbecher trifft er in den Restaurants Kinder an. Stolz werden sie vorgeführt. Es sind die Gesunden, die Glatten, die Asketen, die den Terror der Tugend verbreiten. Gemüse ist ihr Fleisch. Aber es muss der Verzicht auf das Steak stets mit der Möglichkeit eines Erdbebens verrechnet werden


Produktinformation

  • Verlag: Aufbau-Verlag
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 202 S. 195 mm
  • Seitenzahl: 202
  • Deutsch
  • Abmessung: 196mm x 125mm x 25mm
  • Gewicht: 310g
  • ISBN-13: 9783351033200
  • ISBN-10: 3351033206
  • Best.Nr.: 29728097
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.12.2010

Zeitalter
ohne Zwielicht
Eine amüsante Kulturkritik
Dem aufmerksamen Betrachter, der ihr sagt, wie sie sich jüngst verändert hat, ist die Mitwelt zu großem Dank verpflichtet; denn sie selbst pflegt spät zu merken, was sie tut. Als ein solcher bewährt sich Adam Soboczynski, Feuilletonredakteur der Zeit . „Glänzende Zeiten“ nennt er sein Buch und lässt keinen Zweifel, dass ihm diese nicht notwendig als die besten erscheinen. Mit tiefem Misstrauen sieht er den Glanz, der überall an die Stelle des Zwielichts, die Gesundheit, die an Stelle der Laster getreten ist. Und: „Ich kenne übrigens niemanden mehr, der einen Teppich hat.“ Denn im Teppich nisten Milben, oder könnten es jederzeit!
Soboczynski vermisst den mürrischen Stolz der alten Maschinen und Objekte, die, ebenso wie der (inzwischen durch einen Facility Manager abgelöste) Hausmeister, durch spezifisch misstönende Geräusche die Art ihrer Arbeit verkündeten. „Es rumpelten und ächzten ja überhaupt alle Geräte und Gegenstände,
die man so im Dämmerlicht bediente. Die Plattenspieler knisterten, die Türen quietschten, man hörte die Klospülung des Nachbarn.“ Heute …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Beim Versuch, das Buch in die Tradition soziologischer Großstadtstudien a la Georg Simmel zu stellen, verhakt sich Wiebke Porombka in der Eindimensionalität von Adam Soboczynskis Beobachtungen: Nicht einen Deut Positives gewinnt der Autor dem Prenzlauer Berg ab! Während für Simmel und Plessner die Tiefenbohrung über die gelackte Oberfläche führte, bleibe bei Soboczynski die Maske ein "Symptom der Kälte". Zum Glück erinnert sich die Rezensentin an das vom Autor neu erfundene Genre des "Beinahe Romans". So gesehen nämlich werden die unter Maßgabe der Befindlichkeit des Autors gesammelten Alltagsbeobachtungen zum witzigen Spiel. Und ein elegantes Plädoyer für Maßlosigkeit, wie hier zu lesen, entlockt der Rezensentin ein Hurra.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.01.2011

Mein Magen mag kein Bio

Vom Recht des Lesers auf Maßlosigkeit - und die freie Wahl der Unterwäsche: Adam Soboczynskis Gegenwartsbeobachtungen fördern keine großen Geheimnisse zutage, aber dafür sind sie schön parteiisch.

Unterhemden und rauchfreie Kneipen können durchaus Gemeinsamkeiten haben. Aus ihrer An- respektive Abwesenheit kann man auf die mentalen Verfasstheiten einer Zeit schließen. Das zumindest unterstellt Adam Soboczynski in seinem Essayband "Glänzende Zeiten", der laut Untertitel "fast ein Roman" sein will. Während dieses Genre, zumindest als intendiertes, ein Novum sein dürfte, steht Soboczynskis Prinzip, von den großen und kleinen Erscheinungen des Alltags auf die geistigen Konfigurationen einer Gesellschaft zu schließen, in guter Tradition, knüpft es doch an die Soziologie der Großstadt an, wie sie Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, parallel zur Herausbildung der Metropolen, an den Schnittstellen von Philosophie und Ethnologie entstanden ist.

Dass sich von jedem Punkt der Oberfläche des Daseins ein Senkblei in die Tiefe der Seelen schicken ließe, hat etwa Georg Simmel im Essay "Die Großstädte und das …

Weiter lesen
Adam Soboczynski wurde 1975 in Torun/Polen geboren und lebt in Berlin. Er ist Autor der Wochenzeitung DIE ZEIT. Für seine Artikel erhielt er den Axel-Springer-Preis und den Deutsch-Polnischen Journalistenpreis.

Leseprobe zu "Glänzende Zeiten"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Glänzende Zeiten zu blättern!


12 Marktplatz-Angebote für "Glänzende Zeiten" ab EUR 3,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 3,00 1,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung iris01 98,2% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,35 2,50 Banküberweisung, offene Rechnung, PayPal, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Modati/Buchland a.de 99,4% ansehen
wie neu 4,44 1,20 Banküberweisung Holger_X 100,0% ansehen
wie neu 4,80 1,50 Banküberweisung Buchmarder 100,0% ansehen
wie neu 5,40 1,20 Banküberweisung Handelsagentur Antiquitäten und Antiquar 99,6% ansehen
6,00 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung Antiquariat Wolfgang Rüger 100,0% ansehen
8,95 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), offene Rechnung Davids Antiquariat + catch-a-book 99,5% ansehen
guter Zustand. 10,00 1,80 PayPal, Kreditkarte, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Hans Hammerstein OHG 97,8% ansehen
wie neu 11,00 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Litindo 100,0% ansehen
Wie neu 15,80 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 98,9% ansehen
Wie neu 15,80 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
Wie neu 16,10 0,00 Banküberweisung robo-buch 98,2% ansehen
Mehr von