Gier - Wahren, Heinz-Kurt

Heinz-Kurt Wahren 

Gier

Der menschliche Faktor der Finanzkrise

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Gier

Mitte September 2008 läutete der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers den Beginn einer der größten Finanzkrisen aller Zeiten ein. Auch heute noch herrscht unter Experten große Uneinigkeit, was die Ursachen der Krise waren. Gier wurde dabei eher strukturell als "Geist des Kapitalismus" und insbesondere des Finanzkapitals diskutiert, nicht als menschliche Versuchung und als Schwäche.
Heinz-Kurt Wahren stellt hingegen den menschlichen Faktor in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Hierbei wird die Gier - und ihre Beziehung zu Finanzkrisen - aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. So kann Wahren klären, inwieweit sie zur Erklärung von Finanzkrisen taugt und in welcher Beziehung sie zu anderen Erklärungsansätzen steht, welche Quellen die Gier hat, in welchem Klima sie gedeiht, was sie fördert, mitunter auch besonders explosiv werden lässt, wie sie individuell und gesellschaftlich wirkt, welche Folgen das auf die Entwicklung von Finanzkrisen hat, und wie man die Gier dämpfen oder einhegen kann.


Produktinformation

  • Verlag: Fink (Wilhelm
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 180 S.
  • Seitenzahl: 180
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 139mm x 17mm
  • Gewicht: 245g
  • ISBN-13: 9783770550975
  • ISBN-10: 3770550978
  • Best.Nr.: 32657189
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.03.2011

KURZKRITIK
Mensch, Markt, Moral
Ein antizyklisches Buch über die Finanzkrise
Hier ein Satz zum Crash: „Gerade das wiederholte Auftreten von Krisen in regelmäßigen Abständen trotz aller Warnungen der Vergangenheit schließt indessen die Vorstellung aus, ihre letzten Gründe in der Rücksichtslosigkeit einzelner zu suchen.“ Das Zitat stammt nicht von einem skrupellosen Investmentbanker, sondern von Karl Marx (er schrieb das 1857 in der New York Daily Tribune).
Nachdem im ersten Schock des Finanzmarkt-Kollapses von 2007/2008 allerorten die „Gier“ der Manager und Trader zur Ursache der Wahnsinnsblase erklärt worden war, folgten ökonomisch und ökonomiehistorisch differenziertere Analysen zum zyklischen Charakter der Märkte, immer wieder auch mit Verweis auf Marx, der die Krisenneigung des Kapitalismus klar erkannte, wenn er auch dessen Erneuerungs- und Beharrungskräfte bekanntlich unterschätzte.
Nun legt Heinz-Kurt Wahren, Geschäftsführer einer Kommunikationsberatungs-Firma, ein antizyklisches Buch vor, das den menschlichen Faktor und die moralische Anklage wieder stark machen soll. Er will …

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