Gewitter über Pluto - Steinfest, Heinrich

Heinrich Steinfest 

Gewitter über Pluto

Roman

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Produktbeschreibung zu Gewitter über Pluto

Ein Pornodarsteller, ein Strickwarenladen und der Urvogel Archaeopteryx ...
Lorenz Mohn, ein Mann mit perfektem Körper und nicht ganz so perfekter Seele, begreift im vierzigsten Jahr seines Lebens, dass er selbiges radikal ändern muss und beendet seine Karriere als Pornodarsteller. Inspiriert vom Anblick einer Kollegin, die mit Vermeerscher Ruhe und Würde an einem Pullöverchen häkelt, eröffnet er einen Strickwarenladen. Geldgeberin ist die von Gerüchten umwehte Grande Dame der Wiener Unterwelt. Ihre einzige Bedingung für das zinslose Darlehen: es auf den Tag genau in sieben Jahren zurückzuzahlen oder aber an eben diesem 14. Juli 2015 ein Leben zu retten. Das ist auch der Tag, an dem die NASA-Sonde New Horizons den Planeten Pluto erreichen soll. Ein Zufall? Wohl kaum, wenn man den Namen von Mohns Strickwarengeschäft bedenkt: Plutos Liebe. Ein Sturm bricht los und reißt alle mit sich.

Produktinformation


  • Verlag: Piper
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 422 S.
  • Seitenzahl: 432
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 138mm x 39mm
  • Gewicht: 588g
  • ISBN-13: 9783492053105
  • ISBN-10: 3492053106
  • Best.Nr.: 26250702
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2009

Hat der Autor ein Motiv?

Über den Grund des Vergnügens an kriminalistischen Gegenständen: Wie Friedrich Ani, Wolf Haas und Heinrich Steinfest die Unterhaltungsliteratur transzendieren.

Von Richard Kämmerlings

Mit dem Gesetz nimmt man es bei der Münchner Mordkommission nicht so genau. Das Kruzifix-Urteil jedenfalls findet im Dezernat keine Anwendung, auch wenn das Verhältnis von Staat und Religion gerade hier an einem empfindlichen Punkt berührt wird. Im Vernehmungsraum von Polonius Fischer, dem P-F-Zimmer, hängt ein Eichenholzkreuz an der Wand, und obwohl der Kommissar jeden Zeugen oder Verdächtigen fragt, ob ihn der Christus störe, bleibt dieser immer hängen, so als wüssten all die Schuldigen und Nichtschuldigen intuitiv, dass in Fischers imposanter Gestalt weltliche und geistliche Ordnung zusammenfallen. Tatsächlich aber geht der tragische Riss zwischen Strafgesetz und Gerechtigkeit mitten durch ihn hindurch: Das ganze Gewicht der gefallenen Welt lastet auf den Schultern des Ermittlers.

Mit dem Ex-Mönch Polonius Fischer hat der Münchner Friedrich Ani einen Charakter geschaffen, der die neue Universalität des …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Richard Kämmerlings entdeckt in der Krimiliteratur eine "neue Universalität" und stellt drei Krimiautoren und ihre jüngsten Bücher vor, die, jeder auf seine Weise, die Genregrenzen ausweiten. Mit großer Spielfreude sieht der Rezensent Heinrich Steinfest die Grenzen des Krimis transzendieren, der in seinem neuen Buch tief in das Gebiet des Agententhrillers und des Sciencefictionromans eindringe. So erinnert auch in der Ausgangssituation des Plots, in dem ein Ex-Pornodarsteller einen Strickwarenladen eröffnet und sich mit einer reichen Gönnerin einlässt, die sich als "Kopf eines weltumspannenden Alien-Netzes" entpuppt, nicht viel an einen Krimi, muss der Rezensent zugeben. Immerhin soll ein "schrulliger" Kommissar dann einen Mord aufklären, dessen Lösung allerdings "ganz real aus dem Jenseits" kommt, erklärt der Rezensent, der noch viel skurrilere Wendungen in diesem Roman verspricht.

© Perlentaucher Medien GmbH

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Ein Pornodarsteller, der einen Strickwarenladen eröffnet, ein versteinerter Urzeitvogel, ein korrupter Bäcker und ein Agent vom Planeten Pluto, der eigentlich lieber im heimeligen Schwabenland bleiben möchte, statt Leute umzubringen: Heinrich Steinfest wühlt mal wieder tief in der Phantasiekiste. Seinen neuen Roman lediglich als Krimi zu bezeichnen, lockt jedoch auf die falsche Fährte. Steinfest strickt vielmehr eine abenteuerliche Geschichte um Verschwörungstheorien, die Widrigkeiten des menschlichen Daseins und die Liebe. Und ganz nebenbei singt er ein unprätentiöses Loblied auf das bürgerliche Idyll, dem all seine Figuren nachjagen. Typisch für Steinfest und auch diesmal in ausufernden Mengen vorhanden sind Abweichungen, Nebenstränge und philosophische Einsprengsel, die zwar durchweg unterhaltend und schlau sind, die eigentliche Handlung jedoch zur Nebensache degradieren. Schade eigentlich, denn diese Geschichte wäre abstrus genug, um alleine bestehen zu können. (es)

"Heinrich Steinfest zelebriert eine eiskalte Logik des Irrsinns. So skurril die Plots seiner Geschichten sind, so präzise fallen die zahllosen kleinen bösartigen und großteils extrem klug und raffiniert gesponnenen Alltagsbeobachtungen und Analysen dazwischen aus." (Der Standard)

"Sag einer, was er will: Steinfest ist einer der großen deutschsprachigen Schriftsteller. Und Gewitter über Pluto ist ein erzählerisches Glanzstück." (Hamburger Abendblatt)

"Wie viel Verrücktes passt auf 400 Seiten? Zum Glück viel." (Petra)

"Steinfest ist mit seinem wilden Witz und seiner Tüftelfreude ein echter Volltreffer." (Brigitte)

»Heinrich Steinfest zelebriert eine eiskalte Logik des Irrsinns. So skurril die Plots seiner Geschichten sind, so präzise fallen die zahllosen kleinen bösartigen und großteils extrem klug und raffiniert gesponnenen Alltagsbeobachtungen und Analysen dazwischen aus.« Der Standard »Sag einer, was er will: Steinfest ist einer der großen deutschsprachigen Schriftsteller. Und >Gewitter über Pluto< ist ein erzählerisches Glanzstück.« Hamburger Abendblatt »Wie viel Verrücktes passt auf 400 Seiten? Zum Glück viel.« # Petra »Steinfest ist mit seinem wilden Witz und seiner Tüftelfreude ein echter Volltreffer.« Brigitte »Aus Krimi und Science-Fiction, voll absurder Vergleiche und skurriler Figuren. Großartig!« Emotion
Heinrich Steinfest, geb. 1961. Albury, Wien, Stuttgart das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers Heinrich Steinfest, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Heinrich Steinfest wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2010 wird ihm der Heimito von Doderer-Literaturpreis verliehen.

Leseprobe zu "Gewitter über Pluto" von Heinrich Steinfest

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