Gewalt - Pinker, Steven
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Steven Pinker 

Gewalt

Eine neue Geschichte der Menschheit

Übersetzung: Sebastian Vogel
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Gewalt

Die Geschichte der Menschheit eine ewige Abfolge von Krieg, Genozid, Mord, Folter und Vergewaltigung. Und es wird immer schlimmer. Denken wir. Doch ist das richtig?
In einem wahren Opus Magnum, einer groß angelegten Gesamtgeschichte unserer Zivilisation, untersucht der weltbekannte Evolutionspsychologe Steven Pinker die Entwicklung der Gewalt von der Urzeit bis heute und in allen ihren individuellen und kollektiven Formen. Unter Rückgriff auf eine Fülle von wissenschaftlichen Belegen beweist er anschaulich und überzeugend, dass die Menschheit dazulernt und Gewalt immer weniger als Option wahrgenommen wird. Pinkers Darstellung verändert radikal den Blick auf die Welt und uns Menschen. Und sie macht Hoffnung und Mut.


Produktinformation

  • Abmessung: 222mm x 156mm x 55mm
  • Gewicht: 1297g
  • ISBN-13: 9783100616043
  • ISBN-10: 3100616049
  • Best.Nr.: 33372962
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.10.2011

Der Preis des ewigen Friedens
Verschwindet die Gewalt tatsächlich, wie Steven Pinker behauptet? Oder wird sie nur unsichtbar?

Man kann sie ja nicht mehr hören, all die Verfallsgeschichten über kulturelle Errungenschaften, Ideen, Standards. Ständig geht etwas unter oder verloren, die Werte, die Hirne, die Orientierung, das Festnetz, jetzt sogar: die Gewalt. Nie waren die Zeiten friedlicher als heute, sowohl im Alltag als auch im internationalen Miteinander: Das ist die These, die der kanadische Evolutionspsychologe Steven Pinker in seinem neuen Buch all jenen Universalapokalyptikern entgegenhält, welche vor lauter Untergangsbesessenheit oft gar nicht mehr erkennen können, dass es auch segensreiche Formen des Verfalls gibt und Traditionen, die der Teufel erfunden hat.

Pinkers monumentaler Versuch, den Rückgang der Gewalt empirisch zu belegen, ist schon deshalb erst einmal sympathisch, weil er den zeitgenössischen Kulturpessimismus gewissermaßen mit dessen eigenen Waffen schlägt. Gegen die chronisch schlechtgelaunten Thesen der Niedergangsdiagnostiker nämlich helfen Utopien nur schlecht; sie klingen halt dann doch immer ein wenig wie aus …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Methodisch dubios und nicht wirklich erkenntnisfördernd findet Urs Hafner Steven Pinkers dickleibiges Werk, in dem dieser die These vertritt, dass seit Beginn der Menschheitsgeschichte die Gewalt stetig auf dem Rückmarsch ist. Der bekannte Psychologe in Harvard schlüpft hier in die Rolle des Historikers, leider ohne das nötige Handwerkszeug wie angemessene Quellenkritik oder ein Gefühl für die "Andersartigkeit der Vergangenheit", findet der Rezensent. Zudem hält er das Maß, mit dem Pinker den Rückgang der Gewalt berechnet, nämlich mit der Anzahl der Toten, für eine reichlich grobe Einheit. Und auch wenn ihm Hafner bei seiner Einschätzung, dass die Gewalt zurückgegangen ist, für die letzten 500 Jahre zustimmt, kann man damit seiner Meinung nach noch lange nicht auf die Zukunft schließen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Steven Pinker, geboren 1954, studierte Psychologie in Montreal und an der Harvard University. 20 Jahre lange lehrte er am Department of Brain and Cognitive Science am MIT in Boston und ist seit 2003 Professor für Psychologie an der Harvard University. Seine Forschungen beschäftigen sich mit Sprache und Denken, außerdem schreibt er regelmäßig für die "New York Times", "Time" und "The New Republic". Sein Werk ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

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