Geliebter Doctorcito - Kahlo, Frida

Frida Kahlo 

Geliebter Doctorcito

Briefe an Dr. Leo Eloesser. Mit e. Vorw. v. Carlos Monsivais

Übersetzung: Lisa Grüneisen u. Jochen Staebel
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Geliebter Doctorcito

Fridas Briefe an ihren Arzt und engen Vertrauten Dr. Leo Eloesser sind das berührende Dokument einer lebenslangen Freundschaft.Radikal offen, aber nie ohne Ironie, fordernd, aber immer charmant, offenbart Frida sich in ihren Briefen an ihn.

Nur einer einzigen Person vertraute Frida Kahlo in größter Offenheit ihre intimsten Hoffnungen und Ängste an: Ihrem Arzt Dr. Leo Eloesser. Ihr "liebster Doctorcito" wurde um Rat gebeten in medizinischen, lebenspraktischen, künstlerischen und politischen Dingen.


Produktinformation

  • Verlag: Schirmergraf
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 156 S. m. farb. Abb.
  • Seitenzahl: 156
  • Deutsch
  • Abmessung: 197mm x 121mm x 16mm
  • Gewicht: 273g
  • ISBN-13: 9783865550712
  • ISBN-10: 3865550711
  • Best.Nr.: 28035693

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Der nun erschienene Band mit Briefen von Frida Kahlo und ihrem Arzt Leo Eloesser ist in Merten Worthmanns Augen zweifellos ein Fan-Artikel, und er räumt auch ein, dass man die Briefe, stammten sie nicht von der berühmten mexikanischen Malerin, nicht unbedingt lesen müsste. Da aber die Krankengeschichte Frida Kahlos Motor und Motiv ihrer Kunst ist, wie der Rezensent betont, sei auch die Publikation der Korrespondenz mit ihrem Arzt durchaus von Interesse. Zudem lesen sich die in klarer Sprache und mit einem bemerkenswerten Mangel an Selbstmitleid verfassten Briefe sehr unterhaltsam, so Worthmann. Nicht zufrieden ist der Rezensent allerdings mit dem Anmerkungsapparat, der sich nicht nur darüber ausschweige, ob es sich bei den Briefen um die gesamte erhaltene Korrespondenz handelt, sondern auch kaum Hintergründe liefere. Besonders interessiert hätte Worthmann da zum Beispiel, ob sich hinter Eloessers Satz, er vermisse Kahlos "raue Lippen" nicht vielleicht eine Affäre verbirgt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.07.2010

Die orthopädische Staffelei
„Jedenfalls bin ich wie eine Katze – mich bringt so schnell nichts um“: Die Korrespondenz der Malerin Frida Kahlo mit ihrem Arzt Leo Eloesser
Der Frida-Kahlo-Fanshop ist um einen weiteren Artikel reicher. Unter dem Titel „Geliebter Doctorcito“ liegen nun auch Briefe der Malerin an einen ihrer vertrautesten Ärzte auf deutsch vor. Das Vorwort zu dem schmalen Band stammt von Carlos Monsiváis, einem berühmten, gerade erst verstorbenen mexikanischen Schriftsteller. Der fragt gegen Ende seiner Einleitung: „Würden wir Frida Kahlos Texte auch lesen, wenn sie nicht von Frida Kahlo wären?“ Der Anwort weicht er aus und schreibt stattdessen: „Frida ist von einer solchen Dimension, dass alles an ihr von Interesse ist.“
Die richtige Antwort auf Monsiváis‘ Frage lautet: Nein – wir würden die Texte nicht lesen, wenn sie nicht von Frida Kahlo wären. Und dieser Antwort braucht man gar nicht auszuweichen, denn sie ist überhaupt kein Argument gegen eine Veröffentlichung von Briefen wie diesen an den „Doctorcito“ Leo Eloesser, den ehemaligen Leiter der Chirurgie an der Medizinischen Fakultät der Stanford University …

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Frida Kahlo, geb. am 6.7.1907 in Coyoacán/Mexico, gestorben ebendort am 13. Juli 1954. Ihr nur 143 meist kleinformatige Gemälde umfassendes Werk ist erst seit den siebziger Jahren, als die Frauenbewegung sie entdeckte, weltweit berühmt geworden; einige ihrer Bilder, wie Die gebrochene Säule oder Der verwundete Hirsch, sind inzwischen Ikonen weiblicher Selbstdarstellung. Prägend für ihr Werk war ihr persönliches Schicksal als 18jährige erlitt sie einen Busunfall, dessen Folgen sie bis an ihr Lebensende ertragen mußte und ihr ureigener Blick auf die Kunst, die sie mexikanische Folklore mit Surrealismus, barocke Maltechniken mit Autobiographischem verschmelzen ließ.

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