Gegen den Tag - Pynchon, Thomas

Thomas Pynchon 

Gegen den Tag

Dtsch. v. Nikolaus Stingl u. Dirk van Gunsteren
Broschiertes Buch
 
2 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
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Gegen den Tag

«Ein Wunderwerk moderner Prosa» (Fritz J. Raddatz)

Mit anarchischer Erzählfreude, und überbordender Phantasie, angereichert mit kauzigem Witz und Sinn für Humor erzählt Thomas Pynchon in seinem Monumentalroman von Macht, Dynamit und zügelloser Geldgier: «Vielleicht ist dies nicht die Welt, aber mit ein, zwei kleinen Änderungen könnte sie es sein.» (T.P.)


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 1600 S.
  • Seitenzahl: 1595
  • rororo Taschenbücher Nr.24609
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 126mm x 48mm
  • Gewicht: 855g
  • ISBN-13: 9783499246098
  • ISBN-10: 3499246090
  • Best.Nr.: 27962012

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Guido Grafs Rezension gibt einen Vorgeschmack auf die Komplexität von Thomas Pynchons jüngstem "monströsen" Werk, das der Rezensent als "vierdimensionalen Roman" feiert. Es geht, soviel kann man der enthusiastischen Kritik entnehmen, um die Riemannsche Zetafunktion, die bereits im 1973 erschienenen "Enden der Parabel" eine wichtige Rolle gespielt hat und die hier nun zum Strukturprinzip des ganzen Buches wird, wie der Rezensent zu erklären versucht. Pynchons Streifzug durch die Geschichte, der am Ende des 19. Jahrhunderts einsetzt und bis zum Ersten Weltkrieg reicht, geht laut Graf der Frage nach, wie die katastrophale Entwicklung des 20. Jahrhunderts auch einen ganz anderen Verlauf hätte nehmen können, und berechnet auf knapp 1600 Seiten das "Spiel des Zufalls oder des Chaos". In dem hunderte von Figuren aufweisenden Romangeschehen verberge sich bei aller Lust an kalauerndem Witz und erotischen Verwerfungen nichts weniger als "hochpräzise Fundamentalontologie", eine der Riemannschen These folgende "unendliche Annäherung an den Nullpunkt", so der tief beeindruckte Rezensent. Pynchon dringt mit diesem "Romanwunderwerk" tief in die Mathematik und in die Geschichte ein, preist Graf, der im letzten Satz dann noch die beiden Übersetzer Dirk van Gunsteren und Nikolaus Stingl für ihre Übertragung ins Deutsche hochleben lässt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.06.2008

In dunkelloser Nacht
Thomas Pynchons großer Roman „Gegen den Tag”
Was genau ist eigentlich ein „psychorektales Vergnügen” , und wie hängt es zusammen mit „F.I.P.”, der „Faradayisch Induzierten Peristaltik? Und „sollte dabei nicht ein Arzt oder dergleichen anwesend sein?” Willkommen im Reich des Thomas Pynchon, einem echten Gegenangebot zu der Welt, die wir zu kennen glauben. Man mag bei der Lektüre seines 1596 Seiten starken jüngsten Romans gelegentlich am Rande der Erschöpfung oder der Verzweiflung ankommen, aber eines duldet keinen Zweifel: „Gegen den Tag” ist das einzige Buch dieser Jahre, das die Welt, wie sie ist, tatsächlich herausfordert. Und das, obwohl es allerlei krause und kaum zusammenhängende Geschichten aus der Zeit zwischen 1893 und 1914 erzählt. Aber Pynchons Zeit ist nie bloß eine historische „Erzählzeit”, es ist eine Zeit, die sich verzweigt und vervielfältigt. Kontrafakturen, Bilokationen, Zeitreisen und eben das „psychorektale Vergnügen”: in Pynchons Welt ist vieles möglich, was in Welt Eins nicht geht. Aber Pynchon ist, bei aller Jules-Verne-Haftigkeit seines Plots, kein Science-Fiction-Autor. Was ist er …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Thomas Pynchon ist ein Freak. Seit 1963 schottet sich der heute 71-Jährige von der Öffentlichkeit ab, es kursieren nur wenige mehr als 40 Jahre alte Fotos. Dafür hatte er vor kurzem Gastauftritte in drei Folgen der "Simpsons": Er sprach sich selbst, doch seine Figur hatte eine Tüte mit einem Fragezeichen über den Kopf gestülpt. Und er schreibt weiterhin sehr dicke und sehr seltsame Bücher. Pynchons sechster Roman bricht mit 1 596 Seiten zwar den eigenen Längenrekord, ist aber gleichzeitig sein bisher zugänglichstes Werk. "Gegen den Tag" beginnt an Bord eines Luftschiffs, das Kurs auf die Weltausstellung 1893 in Chicago nimmt, und endet wenige Tage nach dem Ersten Weltkrieg. Im Mittelpunkt stehen der Bergarbeiter, Anarchist und Bombenleger Webb Traverse und seine drei Söhne. Ganz Postmodernist, flankiert Pynchon seine Handlung mit historischen Personen, führt mehr als 100 Charaktere ein und lässt viele Handlungsstränge ins Nichts laufen. Der Plot pendelt zwischen albern und ernst, streift alle Genres von wissenschaftlicher Abhandlung über Spionagethriller bis hin zu Science-Fiction und lässt auf derbste Zoten hochliterarische Passagen folgen. Damit legt Pynchon das bisher beste Buch auf Dünndruckpapier vor, für das man schon mal seinen Sommerurlaub opfern kann. Gegen Verständnisschwierigkeiten haben seine Hardcorefans übrigens im Internet ein englisches Lexikon erstellt, in dem jede einzelne Seite bsprochen wird. (cs)
Thomas Pynchon wurde 1937 in Long Island geboren. Sein einziger öffentlicher Auftritt fand 1953 an der Oyster Bay High School in Long Island statt. Er studierte Physik und Englisch an der Cornell University, später schrieb er für Boeing technische Handbücher und verschwand. Pynchon gilt als einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller der Gegenwart. Er lebt in New York.

Kundenbewertungen zu "Gegen den Tag" von "Thomas Pynchon"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von RalphDS aus Berlin am 20.12.2010 ***** ausgezeichnet
Pynchons Roman "Gegen den Tag" ist ein gigantisches Meisterwerk, ein Roman, der Sprache, Denken und Empfinden verändert. Es kann Ihnen passieren, dass Sie nachts aufwachen, um bestimmte Abschnitte, Kapitel oder Eindrücke neu lesen zu wollen.

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Bewertung von Désireé Hollstein aus Naumburg am 24.05.2008 ***** ausgezeichnet
Ein geniales Buch. So allumfassend. Es gibt kein Thema das Thomas Pynchon nicht berührt.

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5 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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