Frühes Versprechen - Gary, Romain

Romain Gary 

Frühes Versprechen

Roman

Übersetzung: Gio Induni Waeckerlin
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Frühes Versprechen

Ein Wunderkind sollte er werden und die Welt ihm zu Füßen liegen. >Frühes Versprechen< enthüllt das fabelhaft bunte Leben von Romain Gary als Sohn einer ebenso despotischen wie liebevollen Mutter. In Wilna geboren, kommt er als 14jähriger nach Nizza und Paris, er wird Pilot, französischer Konsul und der einzige Autor, der zweimal den Prix Goncourt erhielt. Von diesem einzigartigen Fall, in dem mütterliches Wunschdenken von der Wirklichkeit noch übertroffen wurde, erzählt Romain Gary selbstironisch und mit unendlicher Liebe für die verrückteste, anstrengendste, ungewöhnlichste Mutter der Welt.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 416 S.
  • Seitenzahl: 416
  • Fischer Taschenbücher Bd.18453
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 125mm x 30mm
  • Gewicht: 410g
  • ISBN-13: 9783596184538
  • ISBN-10: 3596184533
  • Best.Nr.: 27980835
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.10.2008

Danke und auf Wiedersehen!

Kann man mehr vom Leben erwarten, als mit Jean Seberg verheiratet zu sein? Die Autobiographie Romain Garys zeigt einen Aufsteiger, der dem Erfolg nie ganz traute.

Jahrelang kannte ihn keiner mehr: Romain Gary, Kriegsheld, Konsul, literarischer Kassenschlager und als einziger Schriftsteller gleich doppelter Goncourt-Preisträger; Ehemann von Jean Seberg, Vedette aus Godards Film "Außer Atem". Mittlerweile aber hat in Frankreich eine Gary-Renaissance eingesetzt, die in Deutschland durch den Schirmer Graf Verlag sekundiert wird. Dort ist nach dem Erzählband "Das Gewitter" nun eine zweite schwungvolle Neuübersetzung erschienen: Garys Autobiographie "Frühes Versprechen" aus dem Jahr 1960 ("La promesse de l'aube"). Der Wiederentdeckung des Vergessenen lohnt sich.

Ursprünglich war er ja fürs Vergessenwerden programmiert, dachte er: Mit dem Namen Roman Kacew, als jüdischer Bub aus bescheidensten Verhältnissen, kann man keinen Blumentopf gewinnen. Davon war der kleine Roman überzeugt - der 1914 geborene Sohn einer gescheiterten Schauspielerin aus Russland, die sich im ostpolnischen Wilna als Schneiderin durchschlug. Der …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Eine Wiederentdeckung, die sich lohnt, meint Alexandra Kedves angesichts dieser Ausgabe von Romain Garys Autobiografie "Frühes Versprechen". Kedves folgt der sagenhaften Geschichte des Autors von seinen bescheidenen Anfängen in Wilna bis zu seinem Tod als gefeierter Literat und  Jean Seebergs Exmann. Dass Garys Mutter, die den Erfolg des Sohnes früh prophezeite, in diesem Leben eine tragende Rolle spielte, da ist sich Kedves nach der Lektüre sicher. Ebenso, dass sich über den Mutter-Sohn-Komplex kaum unterhaltsamer, weil komplexfrei verfasst, lesen lässt. Kedves bewundert Gary für seine Leichtigkeit und Selbstironie, sein anekdotisches Talent. Das Buch mit seinem "Sinn fürs Sentiment" kann sie sogar als Muttertagsmitbringsel empfehlen. Als literarische wie historische Rückschau erscheint ihr der Band nicht minder tauglich.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.06.2008

Dschingis-Cohn in Paris
Die Abenteuer eines Selbstmörders: Romain Garys autobiographischer Roman „Frühes Versprechen”
„Es hat nichts mit Jean Seberg zu tun”, schrieb der 66jährige Romain Gary, kurz bevor er sich am 2. Dezember 1980 eine Kugel durch den Kopf jagte, an die Presse: „Lovers of broken hearts are kindly asked to look elsewhere.” Gary, als Roman Kacev 1914 in Wilna geboren, einziger zweimaliger Gewinner des „Prix Goncourt”, war acht Jahre lang mit Jean Seberg, der weiblichen Hauptdarstellerin aus Godards „Außer Atem” verheiratet gewesen, die sich kurz zuvor, 1979, unter nie ganz geklärten Umständen ebenfalls umgebracht hatte, aber die Trennung der beiden lag zu diesem Zeitpunkt neun Jahre zurück.
„Er machte überhaupt nicht den Eindruck eines Selbstmörders”, rätselten denn auch die Nachrufenden, doch wenn man das Werk hier einmal für mehr oder weniger bare Münze nimmt, so gibt es in den über dreißig Romanen Garys oft Anzeichen für den Hang zum inszenierten dramatischen Abgang. Am Tag nach der Kapitulation vor den Deutschen, den er in seinem, nach mehr als zwanzig Jahren wieder aufgelegten autobiografischen Roman …

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Romain Gary (1914-1982), geboren im litauischen Vilnius als Roman Kacew und als Vierzehnjähriger mit seiner Mutter an die Cote d'Azur emigriert, war Botschafter in Los Angeles, Flieger, Romanautor. Er veröffentlichte unter vier verschiedenen Pseudonymen, schrieb auf französisch und englisch und verbarg seine Identität so gekonnt, daß er als einziger Schriftsteller zweimal den wichtigsten französischen Literaturpreis, den Prix Goncourt, bekam (einmal als Romain Gary, einmal als Emile Ajar). Er war verheiratet mit der Filmschauspielerin Jean Seberg (Außer Atem), die durch ihren Selbstmord zum Mythos geworden ist. Auch Gary wählte den Freitod.

Blick ins Buch "Frühes Versprechen"

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