Friedrich Schiller, seine Lyriktheorie und die Rezensionen der Gedichte Bürgers und Matthissons in der Kritik
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik -
Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 1,7,
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Insitut für Allgemeine und
Vergleichende Literaturwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract:
Friedrich Schiller rezensierte in den 90er Jahren des 18.
Jahrhunderts die Gedichte Gottfried August Bürgers und Friedrich
von Matthissons. Schiller entwickelte innerhalb dieser Rezensionen
in umfangreichen theoretischen Abhandlungen seine Anforderungen an
die Dichter. Um vorab deutlich zu machen, wie die Rezensionen
eingeschätzt werden müssen, sei darauf hingewiesen "daß
Schiller den rezensierten Autoren keineswegs gerecht geworden ist,
Bürger mit ungerechtfertigter Härte behandelt, Matthisson hingegen
weit überschätzt hat". Seine Kritik an Schillers Rezensionen
ergänzt Dieter Borchmeyer mit der Vermutung, dass "Schiller
[...] offenbar weniger an den rezensierten Gedichten selbst [lag],
als an der - ihnen gleichsam übergestülpten - Darstellung seiner
Poetik". Inwiefern die poetologischen Positionen Schillers
tatsächlich mit ihrer Anwendung auf Bürger und insbesondere
Matthisson korrelieren, soll in dieser Arbeit überprüft werden.
Alexander Hoffmann, geb. 1947, ist selbstständiger Journalist, Autor und Unternehmensberater. Als Redakteur und Korrespondent arbeitete er für große Tageszeitungen wie die Frankfurter Rundschau und die Süddeutsche Zeitung.