Fremde Schwestern - Ahrens, Renate

Renate Ahrens 

Fremde Schwestern

Roman. Originalausgabe

Broschiertes Buch
 
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Fremde Schwestern

In ihrer Kindheit waren sich die Schwestern Franka und Lydia einmal sehr nah bis es zum Bruch kam. Eines Tages steht Lydia jedoch todkrank mit ihrer kleinen Tochter Merle vor Frankas Tür. Widerwillig kümmert sich Franka um ihre Nichte, die die Frauen zwingt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Doch dann flieht Lydia plötzlich ans andere Ende der Welt ...


Produktinformation

  • Verlag: Droemer/Knaur
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 297 S.
  • Seitenzahl: 297
  • Knaur Taschenbücher Bd.50806
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 125mm x 25mm
  • Gewicht: 325g
  • ISBN-13: 9783426508060
  • ISBN-10: 3426508060
  • Best.Nr.: 32394555
"'Fremde Schwestern' ist ein Buch für EcholiebhaberInnen: Dieses Buch hallt lange nach. Renate Ahrens' Roman zeigt meisterlich, dass eine Geschichte nicht nur gut sein muss, sondern auch die richtige Erzählform braucht: dann geht sie durch Mark und Bein." -- Schweizer Radio DRS3, 24.05.2011<br/><br/>"Die in Hamburg und Irland lebende Autorin spürt auf sehr sensible Weise diesen kleinen Momenten nach, die das Leben ins Wanken bringen oder komplett aus den Fugen heben können. Mit FREMDE SCHWESTERN ist ein Roman höchster Intensivität gelungen, der zutiefst bewegt, ohne kitschig zu sein." -- Neue Liewo Sonntagszeitung (L), 24.04.2011<br/><br/>"Manchmal braucht es nur wenig Worte und eine einfache eindringliche Sprache, um große Emotionen hervorzurufen. Renate Ahrens liefert ganeu das mit ihrer außergewöhnlichen Geschichte zweier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten." -- Herzgedanke, 01.04.2011

"'Fremde Schwestern' ist ein Buch für EcholiebhaberInnen: Dieses Buch hallt lange nach. Renate Ahrens' Roman zeigt meisterlich, dass eine Geschichte nicht nur gut sein muss, sondern auch die richtige Erzählform braucht: dann geht sie durch Mark und Bein." Schweizer Radio DRS3, 24.05.2011
Renate Ahrens, 1955 in Herford geboren, studierte Englisch und Französisch in Marburg, Lille und Hamburg. Zu ihren Veröffentlichungen gehören Kinderbücher, Drehbücher fürs Kinderfernsehen, Hörspiele, Theaterstücke und Romane für Erwachsene. Seit 1986 lebt sie abwechselnd in Dublin und Hamburg.

Kundenbewertungen zu "Fremde Schwestern" von "Renate Ahrens"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.8 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von amicalibri aus Kiel am 12.02.2012 ***** sehr gut
Der Titel verrät es schon, ohne jedoch die Spannung zu sprengen. Es geht um zwei Schwestern, die unterschiedlich nicht sein können. Sie trennen sich, kommen doch immer wieder zusammen und versuchen eine emotionale Annäherung.
Renate Ahrens versteht es, die Figuren mit viel Feingefühl zu zeichnen, ohne in Stereotype zu verfallen. Die Entwicklung der Charaktere geschieht nachvollziehbar, wobei besonders gut die Schilderung des Kindes gelungen ist. Es gibt konträre Positionen, die immer wieder durch die Person des Freundes relativiert werden, ohne die Spannung zu nehmen und eigene Interpretation zu unterbinden.
Durch eingeflochtene Rückblicke in die Vergangenheit der Figuren bleibt der Stil lebhaft und macht es dem Leser schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

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Bewertung von buchwürmchen aus reutlingen am 01.02.2012 ***** ausgezeichnet
Die Geschichte zweier Schwester mal ganz anders. Obwohl von ihren Hauptfiguren eigentlich keine wirklich sympathisch ist, so leidet der Leser jedoch mit beiden und zwar bis zur letzten Seite. Franka, die alles unter Kontrolle haben muss, die nichts Außerplanmäßiges unternimmt, die lieber einsam bleibt bevor sie etwas in der Gegenwart ändert. Eingeschränkt durch ihre eigene emotionale Disziplin, ist sie eine Figur, vor der der Leser instinktiv zurück zuckt. Man will eigentlich gar nicht wissen wie sie lebt und warum auf diese Weise, tut es jedoch unbewusst nach nur wenigen Seiten.
Lydia, der absolute Gegenpol. Wo die ältere Schwester zwanghaft kontrolliert wirkt, bricht Lydia sämtliche Regeln, lässt sich treiben im Strudel des Lebens ohne Ufer und Schwimmweste. Entsprechend oft und hart stößt sie an Felsen bis der unausweichliche Fall kommt. Als sie als letzten Strohhalm, nach Jahren bei Franka anklopft, ist ihr Körper durch Drogensucht und schwerer Infektion bereits zerstört. Das tragische an der Situation: Lidya bringt Ihre Tochter Merle mit, die leider ihre Kindheit heimatlos, an der Seite der Mutter verbringen musste und schon urteilt man Lydia. Doch halt, die Geschichte endet hier nicht!

Die Sprache in der Frau Ahrens erzählt, ist immer klar und präzise, schlicht und klar formuliert. Obwohl man das bittersüße Ende bereits lange vor den letzten Seiten erahnt, so hört man trotzdem nicht auf, mit den beiden Schwestern und mit Merle zu hoffen. Das Buch berührt zutiefst und halt noch lange nach.

Mein Fazit: unbedingt lesenswert, einfühlsam, ohne kitschig zu werden; behutsam , klar, ohne kalt zu wirken.

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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 29.05.2011 ***** ausgezeichnet
Frauke und Julia sind wie Feuer und Wasser. Sie sind so verschieden, wie es zwei Menschen nur sein können. Allerdings sind sie Geschwister. Während Frauke ein geregeltes Leben führt und ein Kontrollfreak ist, zeigt sich Lydia als totaler Chaot. Das war schon in der Kindheit der beiden so. Frauke war gut in der schule und überzeugt den Vater mit ihren guten Noten, enorme Leistung und Vernunft. Sie ist ein typisches Papakind. Lydia dagegen kommt ganz nach ihrer kreativen Mutter. Sie hat viele Hobbies, die ihre Kreativität unterstützen, ist dafür aber schlecht in der Schule und hat nur Flausen im Kopf. Und dennoch: Die Schwestern lieben sich abgöttisch, bis es irgendwann wohl oder übel zum Bruch kommt und sich die beiden völlig aus den Augen verlieren.
Irgendwann steht die inzwischen todkranke Lydia mit Merle - ihrer kleinen Tochter - vor Fraukes Tür. Dabei werden die beiden alles andere als mit offenen Armen empfangen. Doch die kleine Merle zwingt die beiden erwachsenen Frauen, nicht nur den Tatsachen ins Auge zu blicken, sondern sich auch wieder einander anzunähern. Kann das gut gehen? Schließlich sind sie fremde Schwestern...

Zunächst fällt hier der Schreibstil auf. Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen. Die Geschichte ist aus der Sicht von Frauke in der Gegenwart geschrieben in der die beiden Schwestern wieder aufeinander treffen. Frauke erinnert sich aber immer wieder an Szenen aus der Kindheit zurück. Und so erschließt sich für den Leser so nach und nach das ganze Ausmaß der Geschichte.

Renate Ahrens hat es geschafft, mich sehr zum nachdenken anzuregen. Jeder der selbst Geschwister hat, kann sich in die beiden vielleicht gut hineinversetzen.
Gleichzeitig war ich fasziniert, wie ein kleines Mädchen es schafft, alles zu ändern und ich habe die ganze Zeit gehofft, dass die Schwestern doch noch zueinander finden. Am Ende war ich richtig emotional aufgewühlt. Dabei wirkte die Geschichte für mich überhaupt nicht kitschig und wurde auch nicht Klischees belastet.

Ich habe die 299 Seiten quasi verschlungen. "Fremde Schwestern" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und am Ende war ich den Tränen sehr nahe. Ich kann den Roman jedem empfehlen, der gerne nachdenklich machende Bücher liest oder mal wieder eine Geschichte lesen möchte, die einen nicht mehr so schnell loslässt...

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Bewertung von Dina1606 aus Halle am 20.04.2011 ***** ausgezeichnet
Fremde Schwestern – Renate Ahrens


Franka ist eine Drehbuchautorin mittleren Alters. Sie lebt allein, hat keine Kinder und einen Freund. Eines Tages steht ihre Schwester Lydia mit ihrer Tochter Merle unangemeldet bei Franka vor der Tür. Lydia möchte einige Zeit bei Franka wohnen, diese ist davon natürlich nicht sonderlich begeistert und schickt die beiden weg. Doch im Hausflur bricht Lydia zusammen und muss ins Krankenhaus. Sie ist schwer krank…
Franka muss sich in dieser zeit um ihre Nichte Merle kümmern, was sich als sehr schwer erwiest, denn Lydia hat kein gutes Haar an Franka gelassen wenn sie mit Merle über sie gesprochen hat!

In der Kindheit von Franka und Lydia sah es aber einst anders aus, die beiden waren sich einmal sehr nah bis es zum Bruch kam und aus Liebe hass wurde.

Durch die kleine Merle werden die beiden nun aber gezwungen sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen und vielleicht alte Streitigkeiten und auch den Hass zu begraben.




Ein sehr außergewöhnliches Buch mit einem sehr außergewöhnlichen Schreibstil. Habe ich so auch noch nie gelesen, aber ich fand es sehr angenehm und frisch.

Wir bekommen sehr viele kurze knackige Sätze, die uns Frankas Gedanken sehr nahe bringen. Ihre Geistesblitze werden auch als solche in eben diesen kurzen knackigen Sätzen gezeigt.

Wir erleben sehr viele Rückblicke in die Kindheit der Geschwister Franka und Lydia und sehr schnell wir dadurch klar, warum es zum Bruch dieser geschwisterliebe kam. Denn eigentlich hatte Franka Lydia einst versprochen sie niemals zu verlassen, auch nicht wenn sie groß ist.
Dieses Versprechen konnte und wollte Franka nicht einhalten, denn sie wollte raus aus ihrer kaputten Familie. Der Vater verachtet Lydia, weil er nie ein zweites Kind wollte und sie als Hindernis sieht. Die Mutter liebt Lydia über alles weil sie ihrer Meinung nach genauso künstlerisch begabt ist wie sie.
Für mich erscheinen beide sehr weltfremd und die Leidtragende ist eigentlich Franka. Vom Vater nur anerkannt wenn sie gute Noten bekommt, von der Mutter nicht wirklich geliebt.

Ihre Schwester wird drogenabhängig, spannt Franka den Freund aus und wir trotz allem von der Mutter heiß und innig geliebt.

Wie weltfremd Lydia eigentlich ist, wird auch noch mal klar, als sie plötzlich von heute auf morgen, ohne Anmeldung bei Franka vor der Tür steht und so tut als wäre nie etwas gewesen.
Jahrelang hat sie sich in der ganzen Welt rumgetrieben und es schein als sei sie nie eine gute Mutter gewesen, wobei ich das nicht mal denke.

Lydia sieht die Welt einfach mit anderen Augen. Für sie ist alles so einfach.

Als sie dann eines Tages verschwindet und ihr Kind zurück lässt, ist das wieder mal ein beweis dafür, das Lydia anders denkt als Franka.


Ehrlich gesagt, fällt es mir schwer, für eine der beiden Schwestern Partei zu ergreifen, denn ich kann die verschiedenen Ansichten beider verstehen. Furchtbar leid tut mir die kleine Merle. Sie musste in ihrem jungen Alter schon so viel mit erleben und so viel sehen, das möchte man eigentlich jedem Kind ersparen.
Und wenn man dann miterlebt, wie erwachsen so ein kleiner Mensch doch dadurch werden/wirken kann, treibt einem das schon die Tränen in die Augen.

Ein sehr empfehlenswerter und rührender Roman über eine vollkommen kaputtes Geschwisterpaar, welches durch ein kleines Mädchen dazu gezwungen wird, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen.

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