Die Publikation enthält 26 Beiträge, die in den Bereich der
angewandten Psychoanalyse bzw. Literaturanalyse gehören. Obwohl der
Autor von seiner Ausbildung her der Freudschen Schule verpflichtet
ist, hat er in diesem Fall auf die von C. G. Jung geprägten
Begriffe "Anima" und "Animus" zurückgegriffen,
um zu zeigen, dass der gegengeschlechtliche Anteil eines Dichters
oder einer Dichterin an der Entstehung eines Werkes maßgeblich
beteiligt ist. Rund die Hälfte der einzelnen Aufsätze befasst sich
mit Texten weiblicher, die andere Hälfte mit den Texten männlicher
Autoren. Der Titel "Frauenbilder" meint also zweierlei:
Es geht sowohl um Bilder, die Autorinnen von sich selbst und ihren
Erfahrungen im Geschlechterverhältnis entwerfen als auch um Texte
männlicher Autoren, in denen ein bestimmtes Frauenbild im Zentrum
steht. Beide Male ist die gegengeschlechtliche Komponente des
Autors oder der Autorin an der Entstehung des Textes maßgeblich
beteiligt.Diese Publikation ist empfehlenswert für psychologisch
und literarisch interessierte Leser und Leserinnen, die Interesse
daran haben, über das hinaus, was sie selbst einbringen,
konstruktive und destruktive Faktoren im Verhältnis der
Geschlechter besser zu verstehen. Das Buch basiert - außer auf den
Texten selbst - auf langjähriger psychotherapeutischer Erfahrung
des Autors Peter Dettmering.
Peter Dettmering, geboren 1933, ist Psychiater. Von 1962 - 1968 war er an der Universitätsnervenklinik Tübingen beschäftigt und von 1968 - 1987 Leiter Sozialpsychiatrischer Dienste in Berlin und Hamburg. Seit 1987 praktiziert Peter Dettmering als niedergelassener analytisch orientierter Psychotherapeut in Wedel/Holstein.
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