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Frauen und andere Ereignisse
Hrsg. u. Nachw. v. Jens Brüning
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Das Neue Berlin
- 2001
- Seitenzahl: 223
- Deutsch
- Gewicht: 330g
- ISBN-13: 9783360009654
- ISBN-10: 3360009657
- Best.Nr.: 20901964
Produktbeschreibung zu "Frauen und andere Ereignisse"
Kurzbeschreibung
Die Autorin war in der Weimarer Republik ein Star des deutschen
Journalismus: Im Berliner Tageblatt las man 1931, sie schriebe ihre
Feuilletons über die moderne Frau mit Anmut und Witz.
Gabriele Tergit griff das Thema "moderne Frau" auf, als
es sich als facettenreiches Thema herauszubilden begann und in
ihren Erzählungen entstand ein weiblich gefärbtes Kaleidoskop des
20. Jahrhunderts.
09.01.2003
Brauchen Sie eine Heizsonne?
Zeitgenossin der Zwanziger: Gabriele Tergits
Berlin-Feuilletons
Wer die zwanziger Jahre (sie erstrecken sich bis auf den Dezember
1932) versäumt hat, weil er erst später geboren wurde, oder wer sie
zwar erlebte, im so vorher nicht aufgewendeten Geflacker ihrer
Lichtreklamen und mit den bettelnden Kriegskrüppeln an den
Straßenrändern, mit Pferdewagen und langschnäuzigen Autos, wer sie
also zwar erlebte, die legendären Zwanziger, aber weil man noch so
klein war und beispielsweise (wie ich) erst 1921 geboren wurde, von
schweigsamen Eltern nicht viel über sie erfuhr und von Großeltern
gehütet wurde, die noch im Kaiserreich lebten, noch nicht
angekommen waren bei Inflation, der wundervollen Josephine Baker
und bei allem Schönschlimmen und Schlimmschönen, das sich
überschlug in jenen Jahren, wer also zu Recht meint, eine große
Zeit versäumt zu haben - er bekommt davon nachgereicht, blattweise,
von einer schön anzusehenden Frau: Gabriele Tergit.
In Berlin wurde sie 1894 geboren, hieß Elise Hirschmann damals und
wurde zu Gabriele Tergit nicht durch Heirat, sondern um einen
Paravent vor sich zu stellen. Sie …
09.01.2003
Wer die zwanziger Jahre versäumte, schreibt die "erst"
1921 geborene Rezensentin (und letzte Gottfried-Benn-Geliebte)
Ursula Ziebarth, bekomme in dieser Edition mit Berlin-Feuilletons
davon "blattweise" nachgereicht. Und zwar eine Fülle
graziöser Handzeichnungen, die Ursula Ziebarth "durchpulst von
den Wahrnehmungen der Autorin" in den Zwanzigern findet und
vor deren frischer "Bubikopfaufmüpfigkeit" sie sich
sichtlich beglücken ließ. Die Rezensentin sah in den Feuilletons
Hausierer "mit Gott weiß was" handeln, ist mit der
Autorin in Hotelhallen und auf Modenschauen, bei einer Wahrsagerin
und sogar im Gerichtssaal gewesen. Alles fand Ziebarth präzise,
aber mit "liebenswürdiger Ironie" beschrieben.
"Nichts Bösartiges kommt von der Tergit aufs Papier". In
Tergits "Blättern", aus denen die Rezensentin auch ein
sehnsuchtsvolles Porträt der Autorin destilliert, findet sie noch
einmal eine Epoche anschaubar gemacht: "verständlich, mehr als
nacherlebbar, nämlich miterlebbar".
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
"Ihre Texte stecken nicht nur voller kluger Gedanken, sie sind literarische Meisterstückchen. Unterhaltsam, pointiert, intelligent und auf stille Art sprachkritisch." (Thomas Wörtche)
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