Frauen und andere Ereignisse - Tergit, Gabriele

Gabriele Tergit 

Frauen und andere Ereignisse

Hrsg. u. Nachw. v. Jens Brüning

Gebundenes Buch
 
Nicht lieferbar
Nicht lieferbar
3 Angebote ab € 3,99
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Frauen und andere Ereignisse

Die Autorin war in der Weimarer Republik ein Star des deutschen Journalismus: Im Berliner Tageblatt las man 1931, sie schriebe ihre Feuilletons über die moderne Frau mit Anmut und Witz.
Gabriele Tergit griff das Thema "moderne Frau" auf, als es sich als facettenreiches Thema herauszubilden begann und in ihren Erzählungen entstand ein weiblich gefärbtes Kaleidoskop des 20. Jahrhunderts.


Produktinformation

  • Gewicht: 330g
  • ISBN-13: 9783360009654
  • ISBN-10: 3360009657
  • Best.Nr.: 20901964
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.01.2003

Brauchen Sie eine Heizsonne?
Zeitgenossin der Zwanziger: Gabriele Tergits Berlin-Feuilletons

Wer die zwanziger Jahre (sie erstrecken sich bis auf den Dezember 1932) versäumt hat, weil er erst später geboren wurde, oder wer sie zwar erlebte, im so vorher nicht aufgewendeten Geflacker ihrer Lichtreklamen und mit den bettelnden Kriegskrüppeln an den Straßenrändern, mit Pferdewagen und langschnäuzigen Autos, wer sie also zwar erlebte, die legendären Zwanziger, aber weil man noch so klein war und beispielsweise (wie ich) erst 1921 geboren wurde, von schweigsamen Eltern nicht viel über sie erfuhr und von Großeltern gehütet wurde, die noch im Kaiserreich lebten, noch nicht angekommen waren bei Inflation, der wundervollen Josephine Baker und bei allem Schönschlimmen und Schlimmschönen, das sich überschlug in jenen Jahren, wer also zu Recht meint, eine große Zeit versäumt zu haben - er bekommt davon nachgereicht, blattweise, von einer schön anzusehenden Frau: Gabriele Tergit.

In Berlin wurde sie 1894 geboren, hieß Elise Hirschmann damals und wurde zu Gabriele Tergit nicht durch Heirat, sondern um einen Paravent vor sich zu stellen. Sie …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Wer die zwanziger Jahre versäumte, schreibt die "erst" 1921 geborene Rezensentin (und letzte Gottfried-Benn-Geliebte) Ursula Ziebarth, bekomme in dieser Edition mit Berlin-Feuilletons davon "blattweise" nachgereicht. Und zwar eine Fülle graziöser Handzeichnungen, die Ursula Ziebarth "durchpulst von den Wahrnehmungen der Autorin" in den Zwanzigern findet und vor deren frischer "Bubikopfaufmüpfigkeit" sie sich sichtlich beglücken ließ. Die Rezensentin sah in den Feuilletons Hausierer "mit Gott weiß was" handeln, ist mit der Autorin in Hotelhallen und auf Modenschauen, bei einer Wahrsagerin und sogar im Gerichtssaal gewesen. Alles fand Ziebarth präzise, aber mit "liebenswürdiger Ironie" beschrieben. "Nichts Bösartiges kommt von der Tergit aufs Papier". In Tergits "Blättern", aus denen die Rezensentin auch ein sehnsuchtsvolles Porträt der Autorin destilliert, findet sie noch einmal eine Epoche anschaubar gemacht: "verständlich, mehr als nacherlebbar, nämlich miterlebbar".

© Perlentaucher Medien GmbH

"Ihre Texte stecken nicht nur voller kluger Gedanken, sie sind literarische Meisterstückchen. Unterhaltsam, pointiert, intelligent und auf stille Art sprachkritisch." (Thomas Wörtche)

3 Marktplatz-Angebote für "Frauen und andere Ereignisse" ab EUR 3,99

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
deutliche Gebrauchsspuren 3,99 1,00 Banküberweisung, PayPal schatz 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,10 1,10 Banküberweisung Inarella 100,0% ansehen
Sehr gut 8,00 1,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal Kultgut 100,0% ansehen
Mehr von